Der Rennkalender der jugendlichen Mountainbiker war bei den letzten Starts sehr anspruchsvoll mit Starts bei der Bundesnachwuchssichtung und beim UCI World Cup Rennen in Nové Město. Emma Leupold kam beim Bundesligarennen in Gedern nach dreimonatigem Australienaufenthalt mit Rang 9 gut ins Rennen. Im tschechischen Nové Město fuhr Leopold Sigl ein starkes Rennen und Bruder Lambert düste in Gedern auf Rang 5.
Zwar wird das Eis weiter oben immer dünner, doch die drei jugendlichen Mountainbiker des TV Burglengenfeld haben sich national und auch international schon im vorderen Drittel mit überragenden Leistungen festgesetzt. Nach dreimonatigem Australien-Aufenthalt wagte Emma Leupold beim internationalen Bike the Rock – MTB-Festival in Heubach den Einstieg in die erste Rennsaison in der Juniorenklasse U19. Dieser endete leider nach wenigen Minuten mit einem heftigen Sturz in der ersten Runde und so musste sie etwas wehmütig die Heimreise antreten. Eine Woche später klappte es beim Int. VULKAN Race Gedern 2026 MTB XCO German Cycling Bundesligarennen im hessischen Gedern besser. Nach Matsch und Regen 2025 war es in diesem Jahr trocken und heiß, die Strecke also schnell und griffig. Neue Elemente, wie die Mikadoabfahrt, die über querliegende Baumstämme führte, verbesserten die gute Strecke nochmals erheblich. Aufgrund noch fehlender UCI-Punkte musste Emma Leupold aus der letzten Startreihe starten, doch gelang es ihr bereits bei der Startschleife einige Plätze gutzumachen. Nach zwei von vier Runden à 4 km und 140 Höhenmeter kam sie trotz noch ungewohnter Hitze immer besser in den Rennmodus und konnte sich am Ende sehr über Platz 9 freuen und so die ersten wichtigen UCI-Punkte auf ihrem Konto verbuchen.
Ihr Vereinskamerad Lambert Sigl stand ebenfalls in Gedern am Start, jedoch bei den U-17-Junioren. Bereits am Samstag musste er beim Einzelzeitfahren gegen die 90-köpfige nationale Konkurrenz antreten und er schlug sich mehr als wacker. Nach 3.44 Minuten düste er bereits als Fünfter nur 10 Sekunden hinter dem Sieger im Ziel. Tags darauf beim großen XCO-Rennen kämpfte er sich nach unglücklichem Start in beeindruckender Manier immer weiter nach vorne. Auf seinem neuen Hardtail ließ er es in den technischen Abfahrten schnell und kontrolliert laufen und drückte mit Willensstärke die vielen Anstiege wieder nach oben. Im Ziel wurde die Anstrengung mit einem erneuten sehr guten fünften Rang bei rund 90 Konkurrenten belohnt.
Sein Bruder Leopold führte es mit dem Nachwuchskader von German Cycling zeitgleich ins tschechische Nové Město. Während in der Arena im Winter Biathlonwettbewerbe ausgetragen werden, finden dort im Sommer auf einer äußerst anspruchsvollen Strecke regelmäßig Weltcups im Cross-Country statt. Das Nové Město na Moravě MTB-Event in der tschechischen Vysočina Arena ist eines der renommiertesten Cross-Country-Rennen weltweit. So war auch die Stimmung mit tausenden Zuschauern an der Strecke bombastisch. Angefeuert von vielen begeisterten Zuschauern musste Leopold Sigl auf dem 3,6 km langen Rundkurs zusammen mit 121 Startern aus 20 Nationen insgesamt sieben Runden absolvieren. Aufgrund bisher weniger UCI-Weltcuppunkte stand er auf Startplatz 72 in der Startarena. Mit viel Power kämpfte er sich aber immer weiter vor. Da hier aber nur mehr die besten Fahrer aus mehr als 20 Nationen antreten, gestaltete sich dies als ein sehr anspruchsvolles Unterfangen. Die verblockten und ruppigen Abfahrten meisterte er aber ebenso gut wie die langen, technischen Uphillpassagen. Am Ende überquerte er nach 1.19 Stunden und Rang 28 die Ziellinie und durfte sich als jüngerer Jahrgang über dieses starke Ergebnis im internationalen Vergleich freuen.