Mit Bravour bestand Jonas Kellner den Zugspitztraillauf über 74,5 km und 3000 Hm in 9:27 Stunden und Rang 21. Bei den Süddeutschen Meisterschaften düste Simon Röhrl als Achter ins Ziel. Albert Weber gewann die M 14 beim Schönseer Johannislauf.
Die Leichtathleten des TV Burglengenfeld waren vielseitig gefordert – vom Bahnsportfest über den Gebirgstrail bis zum Waldlauf. Die anspruchsvollste Aufgabe wartete auf Jonas Kellner: Beim Zugspitz Ultratrail bewältigte er 74,5 Kilometer und 3000 Höhenmeter. Um der Hitze zu entgehen, startete man um 21 Uhr in Leutasch. „Ich habe mein Tempo gewählt und bin ohne Probleme durch die Nacht gekommen“, sagte Kellner. Zwar kostete ihn ein kurzer Verlaufer rund 15 Minuten, doch nach verletzungsbedingt eingeschränkter Vorbereitung stand für ihn vor allem das Ankommen im Mittelpunkt. Scharnitzjoch und Osterfelder Kopf erwiesen sich als größte Herausforderungen. Auch ein gebrochener Stock gegen Ende des Rennens hielt ihn nicht auf. Um 6.30 Uhr erreichte Kellner das Ziel in Garmisch-Partenkirchen – als starker 21. der Gesamtwertung und Neunter seiner Altersklasse in 9:27:27 Stunden. Auf dem „Minitrail“ über 15,7 Kilometer und 734 Höhenmeter gelang Amelie Hagedorn eine faustdicke Überraschung: Sie mischte im Frauenfeld vorne kräftig mit und lief nach 1:32:58 Stunden als drittschnellste Dame ins Ziel.
Nach gelungener Qualifikation reisten Markus Strasser (Weitsprung) und Simon Röhrl (400 Meter Hürden) top motiviert zu den Süddeutschen Meisterschaften nach Koblenz. Bei gut 30 Grad auf der Tartanbahn zeigte Röhrl über die anspruchsvolle 400-Meter-Hürdenstrecke ein starkes Rennen. Nach gutem Start verlor er zwischen 200 und 300 Metern kurz an Kraft und Rhythmus, fing sich aber wieder und überholte auf der Zielgeraden noch mehrere Gegner. Er erreichte ausgepowert das Ziel und stellte mit 56,59 Sekunden eine neue Bestmarke auf und freute sich über Rang 8. Strasser war nach 7,18 Metern im Vorfeld mit großen Hoffnungen angereist, blieb leider im Wettkampf jedoch unter seinen Erwartungen. Sein Fazit: „Die Windverhältnisse waren katastrophal, es hat eigentlich bei keinem richtig funktioniert. Am Ende war es wahrscheinlich der schlechteste Wettkampf, den ich je hatte.“
Große Hitze herrschte auch beim 30. Johannislauf. Mit Bravour meisterte Youngster Albert Weber seine Aufgabe von 2340 hügeligen Metern auf der Waldlaufrunde und düste als Schnellster auf dieser Strecke und somit als Sieger der M 14 ins Ziel. Sein Vater Helmut Weber durfte in der M 55 ebenfalls aufs Treppchen mit Rang 3.