Nach der Halbmarathon-Bestzeit im Februar im katalanischen Barcelona folgte nun der nächste Paukenschlag für den Nabburger Profiläufer Erik Hille aus Nabburg. Bei den Deutschen Marathonmeisterschaften in Hannover rannte er in einem famosen Rennen in 2.12.21 Std. als Zweiter der Deutschen Marathonmeisterschaft ins Ziel.
„Es ist für mich der krönende Abschluss eines persönlich grandiosen Frühjahrs“, so der Marathon-Läufer aus Nabburg Erik Hille in seinem Statement. Mit 2.12.21 Stunden blieb Hille winzige 12 Sekunden über seiner im vergangenen Dezember aufgestellten Bestzeit von Valencia und rannte so zur Silbermedaille und zu Gesamtplatz 8 im stark besetzten Marathonfeld beim ADAC-Marathon Hannover. Ohne Trainingslager in der Höhe, nur in den heimischen Gefilden rund um Nabburg und auf dem Laufband bereitete er sich akribisch auf die Meisterschaft vor. Man kann nur sagen, er ist ein harter Hund, denn bei einer extremen Schlechtwetterwoche lief er 197 Kilometer in der Woche nur auf dem Laufband, um sich keine Erkältung zuzuziehen. Das zahlte sich dann voll aus.
Beim Rennen musste der Athlet vom Marathon Team München, der die vergangenen Jahre für den TV Burglengenfeld startete und auch dort noch Mitglied ist, voll ins Risiko gehen. Es gab lediglich nur eine von Tempomachern geführte Spitzengruppe und dahinter war ein großes Vakuum. Die geplante Durchgangszeit beim Halbmarathon war 65:00 Minuten. Eigentlich etwas zu schnell für Hille. „Ich hatte keine Option“, gab der risikofreudige Nabburger zu Protokoll. Und das sollte sich letzten Endes auszahlen. Die Halbmarathonmarke wurde planmäßig nach 65.03 Min. passiert und Hille war noch Teil der Spitzengruppe. Diese zerfiel von diesem Zeitpunkt an sukzessive. Er schaffte es jedoch, bis Kilometer 29 die Gruppe zu halten. Von da an zog die Spitze mit dem späteren Deutschen Meister Tom Thurley leicht davon. Dennoch passierte Hille Kilometer 30 noch nie so schnell in 1.32.45 Stunden. Auch wenn die Geschwindigkeit von da an minimal geringer wurde, gelang es Erik Hille mit viel Kampfesgeist, das Tempo alleine im Wind konstant hochzuhalten. Er verpasste seine Bestzeit unter deutlich schwereren Bedingungen nur marginal um lausige 12 Sekunden. „Diese Silbermedaille ist für alle. Für meine Familie, meine Freunde und alle Unterstützerinnen und Unterstützer“, so der überglückliche Hille im Ziel.