Bei den Winter World Championships im italienischen Pandola belegte Michi Fuchs bei seinem ersten Profirennen einen beeindruckenden sechsten Platz. Der junge Athlet der Multisportabteilung des TV Burglengenfeld sammelte in seinem ersten Wintertriathlon wertvolle Erfahrungen – und das gleich im Nationaltrikot sowie im Elitefeld.
„Im Rückblick kann ich sagen, dass dies definitiv das anspruchsvollste Rennformat war, das ich je absolviert habe“, erklärte Fuchs in seinem Statement. Nicht nur waren die Strecken an sich besonders fordernd, sondern zusätzlich, dass alle drei Disziplinen im Schnee stattfanden. Insbesondere das Format, bei dem jede Disziplin zweimal durchlaufen werden muss, macht den Wettbewerb äußerst herausfordernd. Zusätzlich entsteht ein enormer Materialaufwand: Spikeschuhe oder Winter-Trail-Laufschuhe, Mountainbike, Skier mit passendem Wachs – man braucht hier mehrere Skatingpaare, um konkurrenzfähig zu bleiben. Hier braucht man vor allem viel Fingerspitzengefühl beim Wachsen. Fuchs spürte diesen Unterschied deutlich, als die Führenden auf den Abfahrten mühelos dahin glitten, während er selbst bereits kräftig mit den Stöcken nachhelfen musste.

Trotz des frühen Starts um 9:00 Uhr morgens lagen die Temperaturen im Hochtal auf 1200 Metern bereits über dem Gefrierpunkt bei strahlend blauem Himmel. Der Wettbewerb bestand aus zwei aufeinanderfolgenden Runden, jeweils mit 2 km Laufen, 4 km Radfahren und 4 km Cross-Country-Skating. Im ersten Laufabschnitt absolvierte Fuchs eine solide Leistung, konnte beim Mountainbiken einige Plätze gutmachen und verteidigte anschließend seine Position auf den Skating-Skiern. „Richtig weh getan hat dann der zweite Part“, so Fuchs, da die muskuläre Ermüdung durch Übersäuerung zunahm und der Schnee insbesondere während des Radfahrens immer tiefer wurde. Ein kleiner Navigationsfehler während der letzten Bikerunde erschwerte den Verlauf zusätzlich, sodass Fuchs mit wackeligen Beinen in die letzte Skatingrunde ging. Insgesamt zeigte er sich bei seinem Debüt im Wintertriathlon mit Platz 6 im Elitefeld der U23 zufrieden.