Griechenland ist mit Sonne und Meer für viele ein lohnendes Reiseziel, für die beiden Triathleten des TV Burglengenfeld, Paula Leupold und Michi Fuchs, war die Reise zum ersten Crosstriathlon-Elite-Weltcup-Rennen nach Vouliagmeni ebenso lohnend. Auf Anhieb gelang den beiden Studenten beim Triathlon-World-Cup XTERRA Greece Vouliagmeni ein Topresultat. Paula Leupold knackte mit Rang neun die Top Ten, und Michi Fuchs (beim etwas stärker besetzten Herrenrennen) finishte mitten in der Weltelite auf Rang zwölf. Zudem war Leupold beste Deutsche, und Fuchs war zweitbester deutscher Starter.
25 Grad, Sonne und 18 Grad Wassertemperatur: Die äußeren Bedingungen für den ersten Start in der Elite waren optimal. Paula Leupold und Michi Fuchs hatten sich Ende 2025 entschlossen, im Crosstriathlon eine Profilizenz zu beantragen, nachdem Leupold Weltmeisterin und Fuchs Vizeweltmeister 2025 bei den XTERRA-Crosstriathlon-Weltmeisterschaften in ihrer Altersklasse wurden. Beim XTERRA Greece World Cup bestritten sie nun ihr erstes Elite-Weltcup-Rennen und konnten direkt ein starkes Ergebnis erzielen.
Für Fuchs war der Schwimmstart zunächst ziemlich chaotisch, da er aus der zweiten Reihe startete und es bis zur ersten Boje extrem zur Sache ging, was er bisher als Amateur nicht so kannte. Trotzdem gelang ihm der Anschluss an die Spitzengruppe, und er stieg gemeinsam mit dem aktuellen Weltcup-Führenden Felix Forissier aus dem Wasser, was ihn sehr beflügelte. Auf dem sehr anspruchsvollen MTB-Kurs mit viel Geröll, scharfkantigen Steinen und ständigem Tempowechsel mit kurzen, steilen Anstiegen und Abfahrten kam er gut zurecht. Mit viel Power und kontrolliert düste er so seinen 14. Rang verteidigend in die zweite Wechselzone. Voll motiviert eilte er so zum Abschluss-Part, dem Trail-Run über knackige elf Kilometer. Gleich am ersten langen Anstieg sammelte er zwei Konkurrenten ein und spielte seine Stärke am Berg aus. Platz elf war zwischenzeitlich immer wieder in Reichweite, vor allem an den steilen Passagen. Am Ende finishte er bei seinem Elite-Weltcup-Debüt auf starkem Platz zwölf der insgesamt 34 Elitestarter. Das einzige Malheur waren seine beiden etwas verkorksten Wechsel, wo er einige Sekunden liegen ließ. Angesichts des starken internationalen Feldes war er sehr zufrieden. Besonders freute er sich über seine Schwimmleistung, wo er mit der Spitze mithalten konnte.
Nach Bekunden von Paula Leupold war ihr erster Profistart mit Rang neun ein solider Einstieg. In ihrer schwächsten Disziplin, dem Schwimmen, war sie froh, an der letzten Gruppe dranbleiben zu können. Auf dem Bike, ihrer Paradedisziplin, ist sie noch nicht ganz in Schwung gekommen; sie hatte Mühe aufzuholen. Begeistert war sie dagegen vom Laufpart, wo sie an den sehr steilen und anspruchsvollen Trail-Passagen bergauf noch einmal richtig was gutmachte und noch einmal eine Konkurrentin hinter sich ließ.