Gäste im Mehrgenerationentreff der AWO Am Sandradl 20 in Oberviechtach. (Bild: Michael Welnhofer)

Sagen aus der Oberpfalz begeistern Zuhörer

Das AWO Ü50-Café startete mit einem besonderen Vortrag ins neue Jahr 2026. Im Mehrgenerationentreff Am Sandradl 20 begrüßte der AWO-Vorsitzende Michael Welnhofer zahlreiche Gäste und kündigte ein ebenso traditionsreiches wie spannendes Thema an: „Sagen aus der Oberpfalz“. Als Referent konnte der Kreisheimatpfleger Gottfried Berger gewonnen werden, der die Zuhörer auf eine Reise in die geheimnisvolle Welt regionaler Überlieferungen mitnahm. In der Oberpfalz existiert eine große Zahl an Sagen, deren Ursprünge teils weit zurückreichen. Viele dieser Erzählungen entstanden aus frühen, oft heidnischen Naturvorstellungen rund um Wälder, Quellen, Berge und Naturgewalten. Über Generationen hinweg wurden sie mündlich weitergegeben und entwickelten dabei unterschiedliche Fassungen. Inhaltlich ähneln sich die Geschichten bis heute: Geister, Zwerge, Teufel, verborgene Schätze, Hexen und wundersame Begebenheiten prägen die Sagenlandschaft der Region. Besonders in der Umgebung von Oberviechtach, Thanstein und im Schwarzachtal ranken sich zahlreiche Erzählungen um den Teufel. Irrlichter im Murach- und Schwarzachtal sollen Wanderer in die Irre geführt haben, während Waldmännlein und Waldweiber im Böhmerwald den Holzfällern das Leben schwer machten. In Oberviechtach sind zudem die Schrazel im Schießkeller bekannt, ebenso wie viele Sagen rund um die Burg Haus Murach und das sagenumwobene Sattelroß an der Kreisstraße SAD 40.


Weitere Artikel

Ortsbeauftragter Hans Deyerl (von links) überreichte zusammen mit der Leiterin der Regionalgeschäftsstelle Schwandorf Petra Gärtner (rechts) Urkunden und Abzeichen an Martin Simon, Katharina Bauer, Michael Schneeberger, Julia Simon, Rainer Wild und Benjamin Pflug. (Bild: Gottfried Berger)

Jahresabschlussfeier beim THW Oberviechtach

Nur strahlende Gesichter gab es beim Jahresabschluss in der Oberviechtacher THW-Unterkunft: THW-Chef Hans Deyerl überreichte als Ortsbeauftragter zusammen mit der Leiterin der THW-Regionalstelle Schwandorf Petra Gärtner Ehrenurkunden und Anstecknadeln an Rainer Wild für 30 Jahre Mitarbeit im THW, für 25 Jahre an Katharina Bauer, Andreas Eiser und Michael Schneeberger, für 20 Jahre an Markus Deyerl und Franziska Eckl sowie für 10 Jahre an Benjamin Pflug, Julia und Martin Simon. Dass alle Gäste zufrieden und wunschlos glücklich aussahen, kam aber sicher auch vom warmen Buffett, wozu Hans Deyerl mit seinem Team der THW-Schmankerlküche eingeladen hatte: Schweine- und Sauerbraten, Zanderfilet und zahlreiche Beilagen und Salate ließen schließlich keine Wünsche mehr aufkommen. Als Dessert gab es quasi vor dem Kaffee- und Kuchenbuffett zahlreiche Dankesworte von Deyerl obendrein: Er freute sich, dass aus der starken und rührigen 15-köpfigen Jugendgruppe unter der Leitung von Katharina Bauer acht Leute zu den Aktiven wechselten. „Soviel hatten wir noch nie” meinte Deyerl nicht ganz ohne Stolz. In seiner Auflistung gab er mit verschiedenen Einsätzen, Veranstaltungen und Geräteprüfungen einen Einblick in die THW-Aktivitäten. Die Gerätschaften nähmen immer mehr zu - nach einem Anhänger für die Infrastrukturgruppe werde demnächst ein großes Notstromaggregat geliefert. „Die Welt verändert sich, umso wichtiger ist unser Engagement” stellte THW-Regionalleiterin Petra Gärtner mit Blick auf Kriege und den Klimawandel mit Extremwetterlagen fest.
Ernennungen der Aktiven. (Bild: Maximilian Hein)

Neuwahl Vorsitzender Feuerwehrverein Oberviechtach vorerst gescheitert

Die Neuwahl eines Vorsitzenden des Feuerwehrvereins ist vorerst gescheitert. Der bisherige, langjährige Vorsitzende Johann Roßmann stellte sich nicht mehr der Neuwahl und kein anderer Feuerwehrkamerad aus dem Kreise der 72 bei der Jahreshauptversammlung Anwesenden war bereit, dieses Amt zu übernehmen. Als Wahlleiter informierte Bürgermeister Rudolf Teplitzky, dass die Wahl in vier bis sechs Wochen wiederholt werden müssen, Johann Roßmann werde den Verein deshalb kommissarisch bis dahin leiten. Die Jahreshauptversammlung der FF OVI tagte am Dreikönigstag im Gasthaus zur Sonne und bekam traditionell auch Besuch von den Heiligen Drei Königen. Vorsitzender Roßmann informierte über derzeit 429 Mitglieder im Feuerwehrverein und eine ganze Reihe von Veranstaltungen in Stadt und Umland. Man habe sich an vielen Feuerwehrjubiläen und Festen anderer Vereine beteiligt und das 160-jährige Bestehen der Wehr mit einer Reihe von Aktionen wie Fahrzeugschau, Tag der Jugendfeuerwehr oder Gartenfest gefeiert. Weitere Termine waren der Florianstag in Winklarn, Erntedankfest und Fronleichnam. Beim Jubiläum der FF Gaisthal war man als Patenverein besonders stark vertreten. Kommandant Ferdinand Roßmann berichtete von 147 Einsätzen bei Bränden in Winklarn und Teunz sowie vielen technischen Hilfeleistungen bei Unfällen, Sturmschäden oder Gefahrstoffaustritten. Eher seltene Einsätze waren die Rettung von jungen Störchen in Winklarn, die Umsiedlung einer Schlange sowie die Entfernung eines Bienenschwarms von einer Hauswand. Die 52 aktiven Feuerwehrleute haben durch zahlreiche Ausbildungen die fachliche Einsatzbereitschaft sichergestellt. Roßmann dankte der Stadt Oberviechtach für die notwendigen Beschaffungen wie Einsatzkleidung, Atemschutzgeräte oder Totmannwarner. Gemeinsam mit Bürgermeister Teplitzky überreichte Kommandant Roßmann folgende Ernennungsurkunden: Martina und Benedikt Kirschenbaum sowie Thomas Leitsbach (Feuerwehranwärter), Anna Grundler, Thomas Balk, Selina und Paul Kirschenbaum, Ludwig Bauer (Feuerwehrmann/frau), Theresa Maier und Sebastian Zeus (Oberfeuerwehrmann/frau), Maximilian Hein, Dominik Brandl, Michael Blab (Hauptfeuerwehrmann), Markus Brunner, Andreas Biegerl (Löschmeister), Christian Weber (Oberlöschmeister), Stefan Hein und Thomas Grundler (Hauptlöschmeister). Für die First Responder berichtete Martin Grundler von 35 qualifizierten Helfern, die bei 71 Einsätze 70 Menschen aus Gefahrensituationen gerettet haben. Jugendwart Thomas Grundler verwies auf acht Anwärter, die ausgebildet wurden und sich erfolgreich dem Wissenstest unterzogen haben. Seniorenleiter Karl Bauer informierte über zehn Stammtische und Betriebsbesichtigungen. Kassier Michael Kraus wurde nach seinem Bericht im Amt bestätigt. Die Jahreshauptversammlung beschloss die Änderung der Ehrenordnung, Ehrenmitglied kann künftig nur werden, wer mindestens 50 Jahre im Feuerwehrverein ist und 75 Jahre alt ist. Die Wahlperiode der Vorstandschaft wurde einstimmig von sechs auf vier Jahre verkürzt. Folgende langjährige Mitglieder wurden geehrt: 25 Jahre: Martin Böhm, Johann Brandl, Heidemarie Roßmann, Katharina Schneider, Maximilian Schönberger, Rainer Sollfrank, Renate Wild, Bernhard Zapf, Manuela Zeus und Martin Zimmermann; 40 Jahre: Helmut Elsner, Michael Herzog, Andreas Lobinger, Michael Mayer, Josef Messerer, Josef Schwarz, Alfred Tragl und Albert Zinkl; 50 Jahre: Ulrich Beck, Karl Pösl, Gerhard Rauch, Alfons Schießl, Hans Weigl und Josef Zapf.
north