Stefan Pronold (Bildmitte mit Helm) wurde von seinen Kommandanten-Kollegen im Stadtgebiet nach 12 Jahren verantwortungsvoller Tätigkeit offiziell verabschiedet. (Bild: Gottfried Berger)

Kommandant Pronold verabschiedet

Oberviechtach. Manche nennen die Treffen der Feuerwehr-Chefs im Stadtgebiet von Oberviechtach gemütlich klingend „Kommandantenstammtisch”, es werden aber wichtige Themen für die Sicherheit der hiesigen Bevölkerung besprochen und organisiert. So standen kürzlich beim Treffen im Feuerwehrhaus Lind unter anderem Themen wie Einsatzberichte, Entschädigungen, Anmeldung offener Feuer und Ausrüstung auf der Tagesordnung. Petra Zach als Vertreterin der Stadt Oberviechtach als „Dienstherr der städtischen Feuerwehren” und Ferdinand Rossmann, federführender Kommandant, informierten über wichtige Themen. Dazu gehörte auch die offizielle Verabschiedung von Stefan Pronold als erster Kommandant der Feuerwehr Lind. Vor 25 Jahren in die Feuerwehr eingetreten und sofort in die fachliche Ausbildung eingestiegen, wählten ihn die Linder nach einem „Zwischenposten als Kassier” 2014 zum verantwortlichen Kommandanten. Seit er sich seit 2019 als Mitarbeiter beim Bauamt der Stadt Oberviechtach verantwortlich zeigt, arbeitet er gleichzeitig auch aktiv bei der hiesigen Stützpunktwehr mit und ist dort seit Jahresbeginn 3. Vorsitzender. In Lind hat er das Amt des Kommandanten nun an Tobias Nesner abgegeben, weshalb sich an diesem „Kommandantenstammtisch” seine Kameraden offiziell verabschiedeten. Der mittlerweile dienstälteste Kommandant Gottfried Berger hatte die Ehre, ihm zur Erinnerung einen Helm mit sämtlichen Unterschriften seiner Kollegen aus der aktiven Dienstzeit zu überreichen und diesen mit drei kräftigen Schlägen dem „Pronold-Kopf” anzupassen.


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Die Wandergruppe neben dem Denkmal von Tieck und Wackenroder, beide Dichter der dt. Romantik und „Entdecker” der Fränkischen Schweiz (Bild: Siegfried Filipp)

VBW OVI-Schönsee unterwegs im Frankenland

Der Wanderausflug des VBW OVI-Schönsee in die Fränkische Schweiz mit Natur- und Landschaftsführer Siegi Filipp hatte diesmal mehr Eventcharakter, als nur eine „normale” Wanderung von A nach B. Bei traumhaftem Spätsommerwetter ging es von Gößweinstein, mit Basilika und bestens erhaltener Burganlage, zunächst steil bergab über Treppenanlagen neben imposanten Felsenlandschaften durch das NSG Eibenwald zu den Stempfermühlquellen, die zu den stärksten Quellen Frankens zählen. Highlight des Tages war die darauf folgende Sonderfahrt der Museums-Dampfeisenbahn von Behringersmühle nach Ebermannstadt mit der „rollenden Weinprobe”, begleitet von fränkischen Weinköniginnen und einer unterhaltsamen Musikkapelle. Viel zu schnell, nach Ansicht der Teilnehmer, endete die Fahrt bereits in Muggendorf, wo fränkische Kost, wie Schäufele oder Krenfleisch, schon auf die Gruppe gewartet hat. Unter dem Motto „Geologie erleben” standen nachmittags drei markante Höhlenarten der Fränksichen Schweiz auf dem Programm: Mit der Rosenmüllerhöhle eine Tropfstein-, der Oswaldhöhle eine Durchgangs- und mit der „Riesenburg” eine mächtige Versturzhöhle. Begleitet von herrlichen Tiefblicken ins romantische Tal der Wiesent, wo an diesem Tag neben Wanderern auch Radfahrer, Paddler und Eisenbahnfans ihre Freude hatten. Eine gemütliche Rast mit Kaffee und Kuchen unter Zwetschgenbäumen im Obstgarten eines Bio-Bauern rundete diese gelungene Veranstaltung ab. Bilder von dieser Tour können wieder auf der FB-Seite von „Siegfried Filipp” eingesehen werden. Am Samstag, den 17. Oktober steht dann der neue Höllensteinsteig 1a bei Kötzting auf dem Programm des VBW.
Die Texte von Karl Stumpfi (links) wurden kongenial ergänzt durch die Lieder von Jürgen Zach, Franz Schöberl (von links) (Bild: Heike Hagl)

Vier Unverdorbene begeistern bei musikalischer Lesung in Marktmühle

„Kaffeehaus-G´schichten” standen auf dem Programm der musikalischen Lesung mit den „Vier Unverdorbenen” im Kulturzentrum der Marktmühle, zu dem Monika Krauß, die Vorsitzende der Freunde der Kunst, die „Fangemeinde des Kleinkunstensembles” begrüßte. Mit dem Lied, „Samma heit in Vejchta, da Franz, da Klaus, da Karl und I”, stellten sich die drei Musiker mit Rezitator Karl Stumpfi musikalisch vor. Der literarische Teil des Abends begann mit einem Gedicht über den Bohnenkaffee, in dem sich Friedrich Schiller als Kaffee-Junkie outete. Die Geschichte des Wiener Kaffeehauses gab Einblicke in einen Ort, der als „Keimzelle öffentlicher Meinungsbildung” betrachtet wurde. Alle möglichen Sorten des Kaffees, vom Einspänner und Verlängerten über den Großen Schwarzen bis hin zum Franziskaner, reichte das „Einmaleins des Wiener Kaffees”. Dass der „Melange” nach behördlicher Anordnung nur zu bestimmten Tageszeiten serviert werden durfte, kam in der Satire von Anton Kuh heraus. Kaffeehaus-Regeln und Kaffeehaus-Originale ergänzten das Programm, das mit Liedern wie „Kaffee versus Bier” von La Brass Banda, dem Cafe-Mozart-Walzer, dem Lied von der Reblaus und „Der Kaffee ist fertig” von Peter Cornelius kongenial ergänzt wurde. Der musikalische Part von Klaus Götze, Franz Schöberl und Jürgen Zach gipfelte in dem mitreißenden Cover von Rainhard Fendrich mit dem Titel, „Haben Sie Ovi schon bei Nacht gesehen” aus der Feder von Jürgen Zach. Mit großem Applaus wurden die „Vier Unverdorbenen” aus Neunburg, die bereits mehrfach im Kulturzentrum mit musikalischen Lesungen auftraten, verabschiedet.
Verdiente Mitglieder der Gebietsverkehrswacht wurden für ihre langjährige Treue geehrt. Die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden gratulierten (Bild: Elfriede Weiß)

Verkehrswacht Oberviechtach feiert 60 Jahre Einsatz für Sicherheit

„Ein Verein lebt von den Menschen, die sich über viele Jahre hinweg engagieren und ihre Freizeit für eine gemeinsame Sache einsetzen.” Dieser Leitspruch, den der Vorsitzende der Gebietsverkehrswacht Rudolf Leibl an den Beginn der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Jubiläum im Emil-Kemmer-Haus stellte, zeigte sich in den vielen Aktionen, die in den 60 Jahren zur Verkehrssicherheit durchgeführt wurden. „60 Jahre Verkehrswacht Oberviechtach, das sind 60 Jahre Engagement für Verkehrssicherheit, Verantwortung und Gemeinschaft”, hob er hervor. In einer Zeitreise in Bildern ging er auf die Entwicklung des Verkehrs ein, der in Oberviechtach mit dem Einzug der Soldaten einen Aufschwung nahm. Im Jahr 1966 gab es im damaligen Landkreis Oberviechtach 4402 Kraftfahrzeuge, davon 2163 PKWs. Am 7. Juni 1966 erfolgte die Gründung der Verkehrswacht unter dem Vorsitz von Polizeiobermeister Hans Quittek. Es folgten Heinz Pieper aus Winklarn als Vorstand, Josef Dietz, Hans Liebermann, Gertrud Waldherr und Reiner Pfeil. Seit 23. April 2013 hat Leibl den Vorsitz des Vereins mit etwa 200 Mitgliedern inne. Die vielen Ehrengäste würdigten in ihren Grußworten das große Engagement des Vereins, durch das Unfälle vermieden werden können. Stadtrat Hans Roßmann sprach stellvertretend für Bürgermeister Rudolf Teplitzky ein Grußwort: „Ihr vermittelt verkehrsgerechtes Verhalten und seid durch Aufklärung und Ausbildung öffentlich aktiv. Dabei habt ihr alle Altersstufen im Blick.” Großer Dank für die langjährige Tätigkeit kam auch von stellvertretendem Landrat Richard Tischler: „Die Verkehrswacht kümmert sich darum, dass Menschen, vom Kind bis zum Senior, sicher unterwegs sind. Ihr seid ein Vorbild.” Für alle anwesenden Bürgermeister und deren Stellvertreter aus dem Altlandkreis Oberviechtach sprach Weidings Bürgermeister Markus Singer, der als Polizist auch die PI Oberviechtach einbezog: „Eure Arbeit hat schon viele Menschenleben gerettet.” Der stellvertretende Bezirksvorsitzende Josef Argauer warf einen Blick auf die vielen Aktionen und Schulungen des Vereins. Es folgten Ehrungen für 30, 40, 50 und 60 Jahre (Michael Reitinger, Andreas Lobinger und Josef Wutz) Mitgliedschaft im Verein. Das Burgtrio aus Neunburg umrahmte musikalisch.
Die Besuchergruppe vor dem Kuchelbauer Kunsthaus. (Bild: Annemarie Mösbauer)

BLLV Oberviechtach besichtigte Kuchelbauerturm

Der Jahresausflug des BLLV Oberviechtach führte nach Abensberg in Kuchelbauers Bier- und Kunstwelt mit Besichtigung des Hundertwasserturms. Zuerst erfolgte die Vorstellung der Brauereigeschichte. Dann ging die Führung durch das Brauereigebäude. Hier präsentierte sich bayerische Bierkultur und die Kunst von Friedensreich Hundertwasser auf außergewöhnliche Weise. Vom Himmel her erklärte Engel Aloysius die verschiedenen Kuchelbauer-Weißbiersorten. Weiter auf dem Weg durch die Brauerei stellten die sieben Bierzwerge alles rund ums Bierbrauen und Biergenießen vor. Jeder Raum zeigte die bunte Handschrift Hundertwassers auf verschiedenste Art. In diesem Brauereigebäude sind 20 000 bunte Flaschenböden am Boden und an den Wänden verbaut. Nach der Führung und den Erklärungen zum Bau dieses besonderen Turms durften die Besucher ihn selbstständig besteigen oder mit dem Lift hinauffahren. Der 35 m hohe Turm, ein Architekturprojekt nach Friedensreich Hundertwasser, ist weltweit einzig. Planungsbeginn war 1999, 2007 Baubeginn und Ende 2009 erfolgte die Fertigstellung. Jedes Stockwerk hat einen besonderen Symbolgehalt. Die Planungen erfolgten in enger Zusammenarbeit des Brauereibesitzers Leonhard Salleck mit Hundertwasser. Leider konnte der Künstler Hundertwasser die Fertigstellung des Turms nicht mehr erleben. Die Bausumme dieses besonderen Kunstwerkes bleibt ein Turmgeheimnis. Runde Formen, unebene Böden und Zwiebeltürme, die typischen Elemente von Hundertwassers Bauen im Einklang mit der Natur, wurden hier umgesetzt. Auf der obersten Etage genossen die Besucher bei herrlichem Herbstwetter einen weiten Ausblick über Abensberg und die ganze Hallertau. Anschließend stärkten sich die Ausflügler im Kuchelbauerbiergarten mit Getränken, Brezen oder anderen Speisen. Nach der Pause ging die Fahrt wieder zurück bis nach Regensburg. Hier konnte die Zeit selbstständig gestaltet werden. Manche machten einen kurzen Stadtbummel mit Kaffeetrinken, die anderen schauten sich das Haus der Bayerischen Geschichte an. Die Rückfahrt erfolgte durch das naturnahe Mariental. Nach einem Brotzeitstopp ging es zurück nach Oberviechtach. Die Ausflügler waren sich einig, auch die Kinder, das war wieder ein schöner Ausflug.
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