Zum Gelingen des Berufsfeuerwehrtages trugen neben den Jugendfeuerwehrlern auch die Jugendwarte und Ausbilder, die HvO Kaltenbrunn, die Wasserwacht Vilseck, die Verletztendarsteller, die Firmen Willax und Strobel Quarzsand sowie zahlreiche weitere Unterstützer bei. (Bild: Johannes Amann)

24 Stunden im Einsatz

Für die Jugendlichen der Feuerwehren Freihung, Seugast, Thansüß und Kaltenbrunn hieß es von Samstagvormittag bis Sonntagvormittag: Einsatzbereit rund um die Uhr. Die Nachwuchskräfte erlebten den Alltag einer Berufsfeuerwehr. Nach dem Einrichten der Nachtquartiere im Gerätehaus Freihung und einer Einweisung führte der erste Alarm nach Kleinschönbrunn, wo eine verletzte Person mithilfe der Absturzsicherung aus einer Zwischendecke einer Maschinenhalle gerettet wurde. Fast zeitgleich rückten weitere Kräfte zur Kläranlage aus, um einen Gefahrstoffaustritt zu binden. Während ein erfahrener Feuerwehrmann einen Chemikalienschutzanzug anlegte, errichteten die Jugendlichen einen Dekontaminationsplatz. Zur Mittagsverpflegung trafen sich alle miteinander in Kleinschönbrunn. Besonders gefordert waren alle am Nachmittag bei einem Verkehrsunfall am Parkplatz des Nah&Gut. Ein Bus mit 28 Fahrgästen war mit einem Pkw kollidiert. Eine unter dem Pkw eingeklemmte Person wurde mit Hebekissen befreit, gleichzeitig mussten zahlreiche verletzte Businsassen gerettet, versorgt und zur Patientensammelstelle gebracht werden. Die hochsommerlichen Temperaturen machten die Großübung zusätzlich zu einer schweißtreibenden Herausforderung. Viele Zuschauer verfolgten das Geschehen, darunter Vertreter der Feuerwehr-Landkreisführung aus Amberg-Sulzbach und Neustadt an der Waldnaab sowie Freihungs Bürgermeister Uwe König und die Zweite Bürgermeisterin der Gemeinde Weiherhammer, Silke Bauer, die beide auch als Verletzte mitwirkten. Zwischen den Einsätzen blieb Zeit zur Erholung. Brettspiele, Twister, ein Wasserbehälter zur Abkühlung sowie Kuchen und Obst sorgten für Abwechslung und Stärkung. Nach dem Abendessen folgte ein Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Bagger und später noch ein Strohballenbrand. Der Tag endete am gemütlichen Lagerfeuer. Am Sonntagmorgen standen noch zwei Kleinbrände auf dem Alarmplan, bevor der Berufsfeuerwehrtag mit vielen neuen Eindrücken und gestärktem Teamgeist endete.
Mitwirkende Kinder (von links): Lara Müller, Max Gebhardt, Finn Lehner, Dominik Müller, Anna und Leonhard Koppmann. (Bild: Martin Koppmann)

„1:0 für Team Jesus” - Hat Jesus wohl Fußball gespielt?

Hat Jesus wohl Fußball gespielt? Eher nicht. Und doch zeigte der Familiengottesdienst in der Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit in Freihung, dass Fußball und christlicher Glaube mehr gemeinsam haben, als man vermutet. Unter dem Motto „1:0 für Team Jesus“ standen Fairness, Zusammenhalt und die Bereitschaft, einander zu vergeben, im Mittelpunkt. Mit Neuen Geistlichen Liedern, die die Gemeinde begeistert mitsang, entstand von Beginn an eine fröhliche Atmosphäre. Ein Höhepunkt war das Rollenspiel von sechs Kindergarten- und Grundschulkindern, das Birgid Baldauf und Birgit Koppmann einstudiert hatten. In mehreren kurzen Szenen zeigten sie typische Situationen aus dem Fußball, die sich auf den Alltag übertragen lassen: Ausgrenzung, Egoismus, ungerechte Entscheidungen, Versöhnung und die Angst zu versagen. Der Trainer stellte immer wieder den Bezug zu Jesu Botschaft her: Im Team Jesus ist jeder willkommen, Fehler dürfen passieren und jeder erhält immer wieder eine neue Chance. Gott liebt jeden so, wie er ist, unabhängig von Leistung und Erfolg. Mit dem gemeinsamen Satz „Jesus, danke, dass du unser Trainer bist“ endete das Anspiel, das die Gottesdienstbesucher aufmerksam verfolgten und mit Applaus bedachten. Auch die Fürbitten, die die Gedanken des Gottesdienstes aufgriffen, wurden von den Kindern vorgetragen. In seiner Predigt knüpfte Salesianerpater Alfred Lindner aus Ensdorf, der Pfarrer Benny vertrat, an das Evangelium vom Guten Hirten an und verglich Jesus mit einem guten Trainer, der niemanden zurücklässt, sondern sich besonders um diejenigen kümmert, die Hilfe brauchen. Bereits Apostel Paulus habe den Sport als Bild für das Leben verwendet. So wie ein Sportler trainieren und sich anstrengen müsse, brauche es auch im Zusammenleben Einsatz: füreinander da sein, fair miteinander umgehen und niemanden ausgrenzen. Mit dieser Botschaft ermutigte der Pater die Gottesdienstbesucher, Teamgeist und Nächstenliebe im Alltag zu leben und Mitmenschen bewusst mit Respekt und Offenheit zu begegnen. Als bleibende Erinnerung schenkte der Zelebrant der Pfarrgemeinde eine kleine Figur Jesu als Guten Hirten, die einen würdigen Platz in der Kirche finden wird. Zum Abschluss erhielten alle Kinder, Jugendlichen und Junggebliebenen ein Armbändchen mit dem Segensspruch: „Gott segne und behüte Dich“.


Weitere Artikel

Alle Teilnehmer mit KBR Christof Strobl (links) und Lehrgangsleiter KBM Andreas Luber (rechts) (Bild: Florian Schlegel)

Grundlehrgang Absturzsicherung abgeschlossen

Insgesamt neun Teilnehmer aus den Feuerwehren Amberg, Freihung, Königstein, Vilseck und ein Kamerad der Kreisbrandinspektion Amberg-Sulzbach nahmen bei hochsommerlichen Temperaturen am Grundlehrgang Absturzsicherung (Zusatzmodul) vom 10. bis 12. Juli in Freihung teil, welcher vom Fachbereich THL der Kreisbrandinspektion Amberg-Sulzbach ausgerichtet wurde. Begonnen wurde am ersten Schulungstag (Freitagabend) mit den rechtlichen Grundlagen, UVV-Maßnahmen sowie einer umfassenden Geräte- und Knotenkunde im Unterrichtsraum des Feuerwehrgerätehauses. Weiter ging es am frühen Samstagmorgen. Nach einer gemeinsamen Wiederholungseinheit „Knoten und Stiche“ wurden die Teilnehmer in drei Gruppen zu Stationsausbildungen aufgeteilt. Neben den Themen Waag- und Senkrechtvorstieg wurden die Kameraden auch in speziellen Absicherungsmaßnahmen (unter anderem Halten/Rückhalten) für Arbeiten in Höhen, zum Beispiel auf Dächern zur Befreiung von Schneelasten, geschult, bevor es zum Abschluss des zweiten Ausbildungstages an die Personenrettung mittels Schleifkorbtrage und „Rettungswindel“ mit der DLK 18-12 der FF Stadt Amberg am Schlauchturm ging. Der letzte Lehrgangstag wurde wieder mit einer Schulungseinheit „praktische Knotenkunde“ begonnen. Im Anschluss daran galt es gemeinsam eine Personenrettung mittels Leiterbock zu erlernen, bevor dann zwei Einsatzübungen (Rettung einer verunfallten Person aus einem Schacht beziehungsweise Rettung einer verunglückten Person von einer Leiter) gefahren wurden. Eingesetzt wurden neben der Drehleiter und der Steckleiter der teilnehmenden Feuerwehren insbesondere die vorhandenen Gerätesätze Absturzsicherung beziehungsweise die Auf- und Abseilgeräte sowie eine Unmenge an Feuerwehrleinen und Karabinern. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen wurde auch vom Lehrgangsleiter KBM Andreas Luber „Anzugserleichterung“ und Trinkpausen angeordnet und so konnte auf das Tragen der Schutzjacke an allen drei Tagen verzichtet werden. Ein besonderer Dank gilt der Feuerwehr Freihung für die Bereitstellung der Gerätschaften und der Übungsfläche sowie der Feuerwehr der Stadt Amberg für die Überlassung der Drehleiter DLK 18-12 mit Ausbilder Thomas Binner. Ebenso wurde dem weiteren Ausbildungsteam mit Lothar Hasenstab und Peter Ziegler von der FF Vilseck für die hervorragende Zusammenarbeit und die engagierte Durchführung des Lehrgangs durch KBM und Lehrgangsleiter Andreas Luber gedankt. Zum Lehrgangsabschluss mit Aussprache konnte KBR Christof Strobl die Teilnehmer zum bestandenen Lehrgang beglückwünschen und empfahl den Teilnehmern ein intensives Beüben dieses speziellen Themas an ihren Standorten.
Fröhliche Gesichter bei Klasse 4 nach dem Fahrradprojekt des Radfahrervereins Eintracht Elbart. (Bild: Bettina Nuss)

Radfahrprojekt an der Josef-Voith-Grundschule

Am 10. Juli fand an der Grundschule Freihung ein Projekt mit dem Radfahrerverein Eintracht Elbart statt. Den Viertklässlerinnen und Viertklässlern, von denen viele ihr eigenes Fahrrad mitgebracht hatten, wurde zunächst der richtige Helmsitz erklärt. Außerdem gab es einen Kleidungscheck, denn Sandalen und weite Kleidung stellen beim Radfahren ein Sicherheitsrisiko dar. Abschließend wurde die richtige Höhe der Sättel überprüft. Unter der Leitung von Christian Wiesneth und Hündin Toni hatten engagierte Mitglieder einen Parkour aufgebaut, auf dem die Schülerinnen und Schüler von Frau Nuss nach ihrer bereits im Frühjahr bestandenen Fahrradprüfung ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen durften. So bestand etwa die erste Aufgabe darin, mit erhöhter Geschwindigkeit über eine Wippe und unebenen Untergrund zu fahren, bevor es in einem langsameren Tempo durch den Slalom ging. Eine besondere Herausforderung waren die Stationen, bei denen es galt, das Rad einhändig unter Kontrolle zu halten. So etwa beim einhändigen Kreisfahren oder bei der Aufgabe, einen Tennisball aufzunehmen und einige Meter weiter in einen Eimer fallen zu lassen. Gefahrenbremsung und das Fahren von Kreisen im engen Radius rundeten das durchdachte Konzept ab. Nach mehreren Durchläufen gelang es den Kindern immer besser, die Stationen souverän zu meistern. Als Belohnung gab der Radfahrerverein zum Schluss eine Brotzeit mit Getränken, Brezen und Äpfeln aus.
north