Die Marktgemeinde, die Pfarreien, die Reservistenkameradschaft und die Freiwilligen Feuerwehren gedachten am Volkstrauertag den gefallenen und vermissten Soldaten sowie der getöteten Zivilbevölkerung beider Weltkriege an den vier Ehrenmale in den Ortsteilen Freihung, Großschönbrunn, Seugast und Thansüß.
Nach dem Sonntagsgottesdienst in der katholischen Kirche marschierte ein Trauerzug unter Leitung des Freihunger Reservistenchefs, Oberstleutnant der Reserve Norbert Bücherl, und den Trommelschlägen von Christopher Müller zum Ehrenmal beim Rathaus. Die Reservisten stellten mit den Feuerwehrkameraden die Ehrenwache, eingerahmt von den beiden Vereinsfahnen. Der evangelische Posaunenchor Thansüß und der Projektchor, bestehend aus dem katholischen Kirchenchor Freihung und dem Schützenchor Seugast, umrahmten die Gedenkveranstaltung musikalisch. Bürgermeister Uwe König erinnerte in seiner Ansprache an den 80. Jahrestag des Kriegsendes 1945 und zeigte sich dabei besorgt, dass die Kriegsgeneration und damalige Zeitzeugen zunehmend weniger Gelegenheit haben werden, weithin vernehmbar ihre Stimme gegen den aufstrebenden Nationalsozialismus und damit einhergehend mit der Gefährdung unserer demokratischen Grundordnung zu erheben. Der diesjährige Volkstrauertag ist daher umsomehr Anlass, die Vergangenheit zu hinterfragen, um Lehren für die Gegenwart aufgrund der aktuellen Kriege in der Ukraine und Nahen Osten zu ziehen. Vorsitzender Timo Häusler vom Europäischen Jugendprojekt Oberpfalz und dessen Stellvertreterin Marina Scheffler verlassen in Deutsch und Englisch das Totengedenken zum Volkstrauertag. Pfarrer Benni Joseph spendete nach einer kurzen Andacht und gemeinsamen „Vater unser“ den Segen für alle Kriegstoten der Vergangenheit und der Gegenwart. Die Feuerwehr Freihung legte mit dem Bürgermeister und Geistlichen einen Kranz am Denkmal nieder. Das Liedstück „Treuer Kamerad“ und die gemeinsam gesungene Nationalhymne beschloss das eindrucksvolle Gedenken zum Volkstrauertag.