Ein Dankeschön an alle Mitwirkenden Von links nach rechts 1. Vorsitzender Jochen Kellner-Bodendörfer; Kassier Roland Wolfgang Herdegen Ulrike Bauer Jana Müller 1 Vorsitzender Hans-Peter Haas MGV Thalheim (Bild: Irmgard Süß)

„Viva la Musica“ am Dorfplatz in Fürnried

Für einen musikalischen Spätnachmittag bei schönstem Sommerwetter verwandelte sich der Dorfplatz Fürnried zu einem Biergarten mit Eventbühne. Hier traten Männerchöre aus Schwend, Haunritz, Hahnbach, Alfeld und Thalheim auf und verzauberten das Publikum. Zum 150-jährigen Vereins-Jubiläum sang der MGV Fürnried „Viva la Musica“ von Robert Pappert. Und es passte perfekt zu den kommenden Stunden: „Es lebe die Musik“. So sangen die Männer des Jubelchors weiter Lieder unter der Leitung von Jana Müller. „Wir sind die Könige der Welt“ „I sing a Liad für di“ „Mensch ärgere dich nicht“ „s´Leben is wiar a Traum“ gehörten zu den neueren Liedern, die die verschiedenen Chöre einstudiert hatten. Aber auch Klassiker wurden gesungen „Im Krug zum grünen Kranze“ zählte hierzu. Immer wieder wurde einfach die Musik besungen, mit Liedern wie „Ein kleines Stück Musik“ oder „Singen ist Leben“ ebenso bei der Einladung „Sing mit uns“, die die Männer aus Fürnried, Haunritz und Hahnbach gemeinsam sangen. Mit viel Applaus wurden die Chöre für ihre Darbietungen belohnt. Die Besucher auf dem Dorfplatz Fürnried genossen die Stunden, ließen sich Kaffee und Kuchen schmecken, bestellten sich noch eine Halbe, einen gut gekühlten Himbeerspritz oder Aperol und ließen sich dazu die Grillspezialitäten schmecken. 1. Vorsitzender Jochen Kellner-Bodendörfer dankte allen Mitwirkenden für ihre Leistungen bei der Vorbereitung und an diesem Abend am vollbesetzen Dorfplatz. Dieser Abend war ein schönes Geschenk zum 150. Geburtstag des MGV Fürnried.
Erster von rechts 1. Bürgermeister Elmar Halk, dritter von links 1 Vorsitzender des Sängerkreis Hersbruck Heinrich Bodendörfer, zweite von links Jana Müller Chorleitung MGV Fürnried, erster von links 1. Vorsitzender Jochen Kellner-Bodendörfer (Bild: Klara Laurer)

MGV Fürnried & Umgebung feiert 150. Gründungsjubiläum

Mit seiner Gründung im Jahre 1876 kann der Männergesang Verein Fürnried & Umgebung auf 150 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. So etwas muss natürlich gefeiert werden. Die Vorstandschaft hat sich dafür ein buntes Programm im Vereinsjahr ausgedacht, ein paar Auftritte hat der Chor schon hinter sich. Jetzt stand das Grillfest an und im Oktober folgt noch ein Festabend. Zahlreiche Gäste konnte der Jubelchor am Dorfplatz in Fürnried begrüßen. 1. Bürgermeister Elmar Halk gratulierte mit kurzen, persönlichen Worten dem Verein. Der Fränkische Sängerbund war durch Heinrich Bodendörfer vertreten, er ist der Vorsitzende des Sängerkreis Hersbruck. Zum Sängerkreis Hersbruck gehören elf Sängergruppen. Von Pegnitz bis Feucht, von Auerbach bis Lauf, von Sulzbach-Rosenberg bis Kirchensittenbach. Der MGV Fürnried gehört hier der Sängergruppe Jura an, aus dieser Gruppe war der MGV Haunritz zu Gast. Für den weiteren Männerchor in der Gemeinde Birgland MGV Schwend/Kastl war es eine Selbstverständlichkeit mit einigen Liedern dem Nachbarverein musikalisch zu gratulieren. Der MGV Hahnbach wird, wie der Jubelchor von Jana Müller dirigiert und so gibt es hier schon eine längere Chorfreundschaft, mit wechselnden Besuchen. Die Nachbarn aus Mittelfranken waren durch den Gesangverein Liederkranz Alfeld und den MGV Thalheim vertreten. 1. Vorsitzender Jochen Kellner-Bodendörfer fand Worte des Danks für den guten Besuch. Er blickte auf das große Fest zum 125- jährigen Bestehen zurück und einige Handmeldungen zeigten, dass von den Anwesenden auch welche dieses Jubiläum mitfeierten. Großen Applaus gab es, als sich auch noch bei der Frage nach dem Besuch des 100-jährigen einzelne meldeten, darunter ein aktiver Sänger des MGV Fürnried. Die Frage: „Wer wohl das 175. Jubiläum im Jahr 2051 mitfeiert?“ konnte nicht geklärt werden. Fest steht aber, dass die Freude am gemeinsamen Singen eine gute Grundlage für eine blühende Zukunft des Vereins bildet.
Jubiläumschor MGV Fürnried und Umgebung beim Auftritt in der Laurentiuskirche in Altdorf (Bild: Kerstin Bodendörfer)

MGV Fürnried & Umgebung beim Sängerkreiskonzert in Altdorf

Die Chöre vom Sängerkreis Hersbruck sangen ihre Lieblinslieder. Neben Chören wie die Liedertafel 1837 Altdorf, MGV Henfenfeld, CHORIfeen Lindelburg war auch der Jubiläumschor MGV Fürnried und Umgebung 1876 unter den Mitwirkenden. In der Laurentiuskirche in Altdorf stellte der 1. Vorsitzende Jochen Kellner-Bodendörfer die Gruppe, als kleinen, aber feinen Chor aus dem westlichen Landkreis AmbergSulzbach vor. Der Abend sollte zeigen, dass die Fürnrieder mit ihren dreizehn Sängern wirklich die kleinste Formation darstellten. Aber mit ihren Beiträgen konnten sie die versammelten Zuhörer in den Bann ziehen und wurden mit großem Applaus für ihre Darbietung belohnt. Mit „Mich trägt mein Traum” eine Bearbeitung des bekannten und beliebten ABBA-Songs „I have a dream” eröffneten die Männer ihren Beitrag. Danach stimmte Chorleitung Jana Müller „Tage wie diese” an. „Frauen sind anders” wurde gut gesungen und das Publikum schmunzelte bei dem Text. Aus der Kategorie Alpenrock stammte das vierte Lied, „Weit, weit, weg” von Hubert von Goisern. Alle Lieder begleitete Roman Podokschik am Keyboard. Nicht nur das Singen, sondern auch das Zuhören war ein Highlight für die Sänger. Weiter geht es im Festreigen zur 150 Jahr-Feier mit dem Grillfest am Samstag, den 11.07.26 ab 16.00 Uhr am Dorfplatz Fürnried. Die Besucher erwartet Kaffee und selbstgebackene Kuchen, später leckeren Grillspezialitäten. Verschiedene Männerchöre sorgen für gute Unterhaltung.
Naturgartenplakette. (Bild: Kerstin Bodendörfer)

Erfolgreicher Naturgartenabend in Fürnried begeistert Teilnehmer

Großen Anklang fand der Abend zur Naturgartenzertifizierung des Obst- und Gartenbauvereins Fürnried und Umgebung. Die Teilnehmer trafen sich im Naturgarten der Familie Bodendörfer in Fürnried. Zu Beginn konnte jeder den Garten auf eigene Faust erkunden. Hier fachsimpelten die Hobbygärtner über den Gemüseanbau und über Glück und Misserfolg bei der Blumenpracht. Alle bewunderten die vielen liebevoll gestalteten Bereiche im Garten. Später nahmen alle im Schatten der alten Obstbäume Platz, um den Ausführungen der Gartenfachberaterin Michaela Kopp zu lauschen. Bei der Zertifizierung zum Naturgarten gibt es zum einen Kernkriterien, die erfüllt werden müssen. Hierzu zählt der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, gleiches gilt für den Einsatz von chemisch-synthetischem Dünger und Torfsubstraten zur Bodenverbesserung. Dieser Verzicht stellt aber im Naturgarten keinen Mangel dar. Durch hohe ökologische Vielfalt ist meist ein gutes Gleichgewicht von Nutz- und Schadinsekten sowie Kleinlebewesen. Weitere Punkte kann man erzielen durch einfach blühende Stauden und Blumen, standortgerechte Obstgehölze, eine Vielfalt der Lebensräume, wilde Ecken, Zulassen von Wildkraut sowie eine Grünfläche, die naturnah gepflegt wird. Auch die Bewirtschaftung eines Nutzgartens schauen sich die Juroren der Zertifizierung an. Gemüse, Obst, Beeren und Kräuter, Kompostierung, naturnahe Bodenpflege, Regenwassernutzung können hier die nötigen Punkte bringen. All das ist im Garten der Familie Bodendörfer zu finden. Kopp lud die Hobbygärtner ein, auch ihren Garten zum Naturgarten zu machen. Wer dies gerne durch die Plakette sichtbar machen möchte, kann sich bei gartenbau@amberg-sulzbach.de melden. Mit einer gemütlichen Brotzeit ging der Abend dem Ende zu. 1. Vorsitzende Kerstin Bodendörfer bedankte sich für das große Interesse und wünschte weiterhin viel Freude im Garten.
Mitarbeitende des LAELKB beim Betriebsausflug in Buchhof. (Bild: Gerda Stollner)

Archivschätze aus Nürnberg zeigen Flierls Wirken von Neuendettelsau über Australien bis Papua-Neuguinea

Das Team des Landeskirchlichen Archivs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern besuchte am 10. Juni im Rahmen eines Betriebsausflugs das Johann-Flierl-Museum in Fürnried. Im Mittelpunkt standen die Lebensgeschichte des Missionars Johann Flierl sowie die enge Verbindung zwischen Museumsarbeit und archivischer Quellenforschung. Begleitet wurde die Gruppe von Gerda Stollner, die durch die Dauerausstellung im ehemaligen Schulhaus führte. Zu den Gästen zählten unter anderem die Leiterin des Landeskirchlichen Archivs, Dr. Alexandra Lutz, sowie ihr Stellvertreter Dr. Daniel Schönwald, der den Ausflug organisiert hatte. Die Ausstellung dokumentiert Leben und Wirken Johann Flierls, der von seiner Oberpfälzer Heimat aus zu einem der bedeutendsten Missionare der Neuendettelsauer Mission wurde und in Australien sowie Papua-Neuguinea wirkte. Grundlage der Ausstellung sind zahlreiche historische Quellen, die über viele Stunden hinweg im Landeskirchlichen Archiv in Nürnberg recherchiert und ausgewertet wurden. Für die Auswahl der Exponate sichteten die Mitarbeitenden umfangreiche Archivbestände. Dazu zählen Flierls Tagebücher, frühe Wörterbücher, zahlreiche Briefe sowie Berichte und Korrespondenzen mit der Missionsanstalt in Neuendettelsau, der Kolonialverwaltung in Berlin und Behörden in Australien und Amerika. Die Führung machte deutlich, wie diese Dokumente dazu beitragen, die Lebensstationen des Missionars nachzuzeichnen und historische Zusammenhänge verständlich zu machen. Nach dem Museumsbesuch führte eine Wanderung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Geburtshaus Johann Flierls im nahegelegenen Buchhof. Die Verbindung von Ausstellung und Originalschauplatz eröffnete zusätzliche Einblicke in die Herkunft und Prägung des Missionars. Den Abschluss des Ausflugs bildete eine gemeinsame Einkehr im Gasthaus Färber in Fürnried. Anschließend setzte die Gruppe ihre Reise in Richtung Sulzbach-Rosenberg und Amberg fort. Der Besuch verdeutlichte eindrucksvoll, wie eng Archivarbeit, historische Forschung und museale Vermittlung zusammenwirken, um das Erbe Johann Flierls für heutige und kommende Generationen lebendig zu erhalten.
Diamantene Jubelkonfirmaden zusammen mit Pfarrer Thomas Schertel  (Bild: Gerda Stollner)

Diamantene Konfirmation in Fürnried: Wiedersehen nach 60 Jahren

Ein besonderes Jubiläum wurde am 31. Mai in der evangelischen Kirche St. Willibald in Fürnried gefeiert: Vierzehn ehemalige Konfirmandinnen und Konfirmanden des Jahrgangs 1966 kehrten an den Ort ihrer Konfirmation zurück, um gemeinsam die Diamantene Konfirmation zu begehen. Sechs Jahrzehnte nach ihrer Einsegnung kamen sie zusammen, um auf ihr Leben zurückzublicken, Erinnerungen auszutauschen und ihren Glauben erneut in den Mittelpunkt zu stellen. Der festliche Gottesdienst wurde von Pfarrer Thomas Schertel geleitet, der dabei von Mesner John Day unterstützt wurde. Für die feierliche musikalische Umrahmung sorgten der Kirchenchor Schwend, der Posaunenchor Fürnried sowie Organistin Julia Schmidt. Mit ihren Beiträgen verliehen sie dem Gottesdienst einen würdigen und festlichen Charakter. Zu den Teilnehmenden gehörten Marlene Bößner, Helga Büttner, Reinhold Heinl, Gertraud Hiltl, Hans Maderer, Monika Meyer, Konrad Müller, Werner Prügel, Erwin Purrer, Erna Schmidt, Elise Schmidt, Helmut Schötz, Lisbeth Strecker und Waltraud Tharandt. Für viele von ihnen war das Wiedersehen mit ehemaligen Weggefährten ein bewegender Moment. Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit, an die Konfirmation im Jahr 1966 und an die vergangenen Jahrzehnte wurden lebendig. Im Mittelpunkt der Predigt von Pfarrer Schertel stand die Frage, was Menschen durch die verschiedenen Phasen ihres Lebens trägt. Er beschrieb das Leben als eine Abfolge von Etappen, die von Glück und Erfolg, aber auch von Herausforderungen, Krankheit und persönlichen Krisen geprägt seien. Dabei betonte er, dass jeder Mensch unterschiedliche Kraftquellen habe. Manche führten ihren Lebensweg auf Fleiß und eigene Anstrengungen zurück, andere auf den Rückhalt durch Familie und Freunde. Für viele Menschen spiele darüber hinaus das Vertrauen auf Gott eine wichtige Rolle. Schertel verband diese Gedanken mit dem Anlass des Tages und lud die Jubilare dazu ein, dankbar auf ihren bisherigen Lebensweg zurückzublicken. Zwischen Lesungen, Gebeten und musikalischen Beiträgen entstand eine feierliche Atmosphäre, die Raum für Besinnung und Dankbarkeit bot. Nach dem Gottesdienst nutzten die ehemaligen Konfirmandinnen und Konfirmanden die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen. Alte Erinnerungen wurden ausgetauscht, gemeinsame Erlebnisse wieder lebendig und die Entwicklungen der vergangenen 60 Jahre miteinander verglichen. Die Diamantene Konfirmation zeigte eindrucksvoll, wie Tradition und Gegenwart miteinander verbunden werden können. Sie machte den Konfirmationsjahrgang 1966 noch einmal sichtbar und erinnerte daran, wie prägend gemeinsame Erfahrungen, Glaube und Gemeinschaft über Jahrzehnte hinweg bleiben können.
In der evangelischen Kirche St. Laurentius in Pommelsbrunn (Bild: Gerda Stollner)

„Gott, du gehst mit. Gehen aber müssen wir selbst.”

Am Samstag, den 6. Juni fand eine Radtour auf der Route 1 des Simultankirchenradweges statt, organisiert von Pfarrer Roland Klein und Routenkoordinatorin Gerda Stollner. Pünktlich um 10 Uhr starteten 46 Teilnehmende bei wunderbaren Radlwetter in der katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt in Heldmannsberg, wo ein Radlersegen den Tag eröffnete. Die zweite Station führte zur Evangelischen Friedenskirche in Hartmannshof, dort öffnete Mesnerin Gabi Bär die Türen und empfing die Gruppe herzlich. Weiter ging es zur katholischen Kirche St. Bonifatius in Hartmannshof; hier erinnerte man daran, dass nach dem Zweiten Weltkrieg viele Heimatvertriebene nach Hartmannshof fanden. Die vierte Station war die Evangelische Kirche St. Laurentius in Pommelsbrunn, gefolgt von der katholischen Kirche St. Bonifatius in Pommelsbrunn, wo eine Erfrischungsstation bereitstand und eine Mittagsandacht stattfand. Weiter führte der Weg zur Evangelischen Kirche St. Georg in Happurg. An der siebten Station, der Katholischen Kirche St. Klemens Maria Hofbauer in Happurg, bereitete Pfarrer Klein die Mittagsverpflegung vor. Die achte Station war erneut die Katholische Kirche Mariä Himmelfahrt in Heldmannsberg. Mit Kaffee und selbstgebackene Kuchen von Gerda Stollner klang der Tag aus. Besonderer Dank galt Brigitte Grimm und Hilde Mertel für ihre tatkräftige Unterstützung bei der Versorgung der Radler. In jeder Kirche wurde die jeweilige Entstehungsgeschichte erläutert, begleitet von Gebeten, Gesang, Nachdenken und Danksagung. Zum Abschluss sprach Gerda Stollner der Gruppe ihren Dank aus für die zahlreiche Teilnahme und gab das Wort mit dem Satz: „Gott, du gehst mit. Gehen aber müssen wir selbst.” Unter den Teilnehmenden waren auch Ausflügler aus Wendelstein, Ammerthal, Weiden, Etzenricht, Birgland, Kastl, Pommelsbrunn, Eschenfelden, Kürmreuth und Haunritz; ihre Rückmeldungen zeigten eine lebendige Gemeinschaft auf diesem besonderen Tag des religiösen Austauschs und der gemeinsamen Bewegung.
Pfarrer Thomas Schertel mit den Goldenen Konfirmanden/-innen, konfirmiert 1976 in Fürnried (Bild: Gerda Stollner)

Goldene Konfirmation in Fürnried

In der Kirche St. Willibald in Fürnried fand am Sonntag die Goldene Konfirmation statt. Zehn Gemeindemitglieder feierten das 50-jährige Jubiläum ihrer Konfirmation, wie die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Fürnried mitteilt. Pfarrer Thomas Schertel leitete den Gottesdienst, der von Mesner John Day begleitet wurde. An der Orgel wirkte sehr erfrischend Organistin Julia Schmidt. Der Kirchenchor Schwend und der Posaunenchor Fürnried sorgten für die musikalische Begleitung. In seiner Predigt nahm Pfarrer Thomas Schertel Bezug auf ein biblisches Wort aus Jeremia 17, Verse 7 bis 8. Er deutete das Bild des verwurzelten Baumes als Kontrast zu den Bruchlinien des Lebens, die sich nach fünf Jahrzehnten oft deutlicher zeigen als in jungen Jahren. Der Pfarrer sprach die Lebensrealität der Jubilare an: Viele Jahre Berufstätigkeit lägen hinter ihnen, die Kinder seien aus dem Haus. Manche Ehe sei geglückt, andere hätten sich auseinandergelebt. Zehn Jubilare feiern 50 Jahre nach gemeinsamer Konfirmation ihre Goldene Konfirmation. Körperliche Abnutzungserscheinungen machten sich bemerkbar, während für einige der Ruhestand bereits in Sichtweite liege. Die Goldene Konfirmation stelle nicht nur einen feierlichen Termin dar, sondern auch eine Zäsur, die Fragen nach den kommenden 25 Jahren aufwerfe. Schertel fügte persönliche Worte hinzu und bemerkte, dass seine eigene Goldene Konfirmation erst im Oktober anstehe. An der Feier nahmen folgende Jubilare teil: Erwin Fischer, Elsbeth Gildner, Margit Götz, Brigitte Gürtler, Brigitte Müller, Gerlinde Schunk, Peter Schwab, Alwin Utz, Peter Weiß und Karin Wurzer. Alle Jubilare wurden vor 50 Jahren in derselben Kirchengemeinde konfirmiert und kehrten nun für diesen besonderen Anlass in die Kirche zurück. Der Gottesdienst bot ihnen Gelegenheit, gemeinsam auf ihre Lebenswege zurückzublicken und gleichzeitig ihre Verbundenheit mit der Kirchengemeinde zu erneuern. Auch der Kirchenvorstand als Vertreter der Kirchengemeinde nahm an der Jubelkonfirmation teil.


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Gemeinsames Foto aller zehn teilnehmenden Mannschaften (Bild: Leonie Bodendörfer)

z'Dolam triumphiert aufs Neue bei SKF-Fußballturnier

Bereits zum dritten Mal in Folge heißt der Sieger des alljährlichen Freizeitfußball-Turniers am Silberberg „z'Dolam”. Die Mannschaft aus Thalheim setzte sich im Finale gegen die Freizeitkicker des ASV Schwend durch. Dabei standen die Vorzeichen vor dem Finale aufseiten der Schwender: In der Vorrunde bezwang man den Titelverteidiger bereits mit 1:0 und schloss die Gruppenphase mit starken Leistungen und ohne Gegentor auf dem ersten Platz ab. Auch im Halbfinale bewiesen sie Mentalität und erreichten im 8-Meterschießen gegen die Traditionsmannschaft „Azonga” das Finale. Es schien, als würden die Schwender nach einigen erfolglosen Jahren ihre konstant hohe spielerische Qualität endlich in Erfolg ummünzen. Aber die Thalheimer berappelten sich und zogen als Zweiter der Gruppe A und einem Sieg im zweiten Halbfinale gegen „Azonga Junior” ebenfalls im 8-Meterschießen ins Finale ein. Und auch das Finale blieb in der regulären Spielzeit ohne Entscheidung, sodass beide Mannschaften erneut vom Punkt ranmussten. Für reichlich Diskussionsstoff sorgte dabei der letzte Versuch des ASV Schwend, da nicht endgültig geklärt werden konnte, ob der Ball die Linie überschritten hatte. Auf dem Platz wurde der Schuss letztlich als Fehlschuss gewertet – und „z'Dolam” durfte den nächsten knappen Turniersieg feiern. Im internen Spiel um Platz drei der im Halbfinale geschlagenen Mannschaften setzte sich „Azonga” gegen ihre Nachwuchskicker „Azonga Junior” durch. Nach einem schwachen Start ins Turnier musste sich die Gastgebermannschaft des SKF mit Rang fünf zufriedengeben. Platz sechs und sieben gingen mit „Lok Alfeld” und „Kirwa Firabo” ins Frankenland. Als Achtplatzierter reiht sich die zweite Heimmannschaft „Kirwa Fürnried” vor den „Wilden Kerlen” und „2 tracht Prügel” ein. Organisiert, vorbereitet und umgesetzt wurde die Veranstaltung rund um das Fürnrieder Frühlingsfest durch ein breit aufgestelltes Team, das von allen Teilnehmern und Gästen mit großem Applaus gewürdigt wurde.
Dr. Emmanuel Kileo beim Vortrag im Johann-Flierl-Museum  (Bild: Gerda Stollner)

Partnerschaften durch die de-koloniale Brille betrachtet

Dr. Emmanuel Kileo sprach am 10. Mai 2026 im Johann-Flierl-Museum in Fürnried über Partnerschaften aus de-kolonialer Perspektive. Der Referent promovierte an der Augustana Hochschule in Neuendettelsau zum Thema „Weiß-sein als ideologisches Konstrukt in den Süd-Nord-Partnerschaften“. Sein Vortrag trug den Titel „Wir sind noch nicht geheilt“ und zog zahlreiche interessierte Zuhörer an, die sich für eine kritische Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit einsetzen. Kileo behandelte eingehend Dekolonialität, Rassismus und Dialog auf Augenhöhe. Er beleuchtete systematisch die Geschichte kirchlicher Partnerschaften und deren tief verwurzelte koloniale Vergangenheit. Nach der staatlichen Kolonialverwaltung kamen europäische Siedler, Geschäftsleute und Missionare in die afrikanischen Kolonien. Partnerschaft bedeutet voneinander lernen, miteinander glauben und gemeinsam handeln auf Augenhöhe. Wir brauchen uns jetzt. Der Referent berichtete ausführlich über deutsche Truppen am Kilimandscharo ab 1885. 1900 gab es ersten organisierten Widerstand gegen die Besatzung. 18 mutige Häuptlinge wurden öffentlich gehängt und ihre Schädel nach Berlin zu pseudowissenschaftlichen Zwecken gebracht. Im verheerenden Maji-Maji-Krieg in Südtansania wurden grausame 300.000 Menschen systematisch getötet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war vor zwei Jahren in Südtansania und bat offiziell um Vergebung: „Ich verneige mich vor den Helden des Maji-Maji-Krieges und trauere um alle Opfer der deutschen Kolonialherrschaft. Tansania und Deutschland - wir bauen an unserer gemeinsamen Zukunft, aber wir werden nicht vergessen, was damals geschehen ist.“ Kileo thematisierte strukturellen Rassismus und verwies auf noch heute nachwirkende koloniale Hierarchien. Er differenzierte jedoch bei der Mission und hob hervor, dass sich Missionar Johann Flierl bereits früh von den Kolonialherren distanzierte.
Pfarrer Dr. Emmanuel Kileo predigte in der Simultankirche St. Willibald in Fürnried. (Bild: Gerda Stollner)

Synodaler der ELKB predigte in St. Willibald

Gottesdienst am Sonntag Rogate in der Simultankirche St. Willibald in Fürnried. Prediger war Pfarrer Dr. Emmanuel Kileo, der vom Fuße des Kilimandscharo in Tansania stammt. Nachdem er von 2007 bis 2014 als Austauschpfarrer in Kaufbeuren im Allgäu tätig war, verbrachte er weitere zehn Jahre wieder in Tansania, bevor er vor zwei Jahren nach Deutschland zurückkehrte. Er ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder. Derzeit arbeitet er bei Mission EineWelt in Neuendettelsau in der Bildungsarbeit. Seine Schwerpunkte sind Dekolonialität, Rassismus und Dialog; das Thema seiner Rogate-Predigt lautete „Vaterunser – global reflektiert“. Dr. Kileo berichtet von seinem Professor: Wenn dieser Sorgen hatte und das Vaterunser gebetet hat, konnte er ruhig schlafen. An Beispielen aus dem Leben von Menschen in Altenheimen verdeutlicht er, dass das Vaterunser auch dann bleit, wenn Demenz eintritt. Dass der Psalm 23 länger bestehen bleibt, spricht er ebenfalls an. Wichtig ist, die Kinder in den Gottesdienst mitzubringen; heute werden diese nicht mehr im Kleinkindalter getauft, sondern sollen selbst entscheiden, ob sie sich später taufen lassen wollen. Dabei soll aber bereits früh das Klavierspielen erlernt und der Sport von klein auf gefördert werden! Kinder müssen im Glauben aufwachsen, nur so wachse der Glaube der Kinder, damit das Vaterunser bis zum Schluss bestehen bleibt, auch wenn im Gehirn ein Durcheinander ist. Aus dem Gedankengut Jesu leite sich, dass reden als Beten mit Gott verstanden wird – authentisch, aus der Mitte des Herzens, nicht perfekt oder künstlich. Jesus spricht von Wahrheit, Gerechtigkeit und Versöhnung; in weltweiten Spannungen könne das Gebet „Vater unser“ helfen, wenn es ehrlich und nicht heuchlerisch gebetet wird. „Lass das mal sacken“ ist seine Empfehlung. Jesus fordere dazu auf, in die eigene innere Welt zu gehen: „Geh in Dein Kämmerchen“, auch wenn das Zimmer ungeheizt, dunkel oder klein ist. Abschließend wird diskutiert, ob Kirche noch nötig ist. Gebet ist mehr als Worte, es bedeutet auch Erzählen, Singen und gelebtes Wissen. Das Reich Gottes soll hier und heute im Zusammenleben sichtbar werden.
Julia Ratzmann von der Pazifik Informationsstelle im Johann-Flierl-Museum  (Bild: Georg Pilhofer )

Ausgewiesene Kennerin berichtet von den Atomwaffentests im Pazifik

Ein bis auf den letzten Platz gefüllter Saal im Senior-Flierl-Museum in Fürnried zeugte am 9. April vom großen Interesse an einem Thema, das oft fern erscheint und doch bis heute nachwirkt: die Atomwaffentests im Pazifik. Als Referentin konnte mit Julia Ratzmann eine ausgewiesene Kennerin der Region gewonnen werden, die seit über zwei Jahrzehnten bei der Pazifik-Informationsstelle tätig ist. Unter den Zuhörern fanden sich neben interessierten Bürgerinnen und Bürgern auch junge Lokalpolitiker sowie Fachleute, die sich mit den Folgen nuklearer Verstrahlung beschäftigen. Zu Beginn ihres Vortrags schlug Ratzmann einen Bogen zurück zu den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki. Sie wies darauf hin, dass diese Ereignisse im Bewusstsein vieler junger Menschen heute kaum noch präsent seien. Umso wichtiger sei eine lebendige Erinnerungskultur, wie sie sowohl in Deutschland als auch in Japan gepflegt werde. Eindrücklich schilderte sie, wie japanische Touristengruppen am 6. August innehalten und ihre Gedenkmomente live ins Internet übertragen – auch aus Nürnberg, wo so eine Verbindung über Kontinente hinweg entstehe. Im Zentrum des Abends standen jedoch die Atomwaffentests der USA im Pazifik. Am Beispiel des Bikini-Atolls machte Ratzmann deutlich, wie 169 Bewohner ihre Heimat verlassen mussten – angeblich „zum Wohle der Menschheit und zur Verhinderung zukünftiger Kriege“. Heute erscheine diese Begründung wie ein tragischer Irrtum. Die jahrzehntelangen Tests führten zu einer regelrechten Wanderbewegung der Betroffenen, die zu „Nuklear-Nomaden“ wurden. Die Hinterlassenschaften dieser Zeit lagern bis heute in einem Bombenkrater, notdürftig im Korallenboden versiegelt, dessen Stabilität zunehmend in Frage steht. Auch die französischen Atomtests im Pazifik nahm Ratzmann in den Blick. Nachdem Frankreich seine Versuche nach der Unabhängigkeit Algeriens nicht mehr in der Sahara durchführen konnte, verlagerte es diese ab 1966 nach Polynesien, mit Tahiti als zentralem Standort. Ein besonders eindrückliches Beispiel sei der dritte Test im September 1966 gewesen: Trotz ungünstiger Wetterbedingungen habe Präsident Charles de Gaulle auf eine sofortige Durchführung bestanden. Der radioaktive Fallout zog daraufhin nicht wie geplant über den offenen Ozean, sondern erreichte bewohnte Atolle – mit schwerwiegenden Folgen für die dortige Bevölkerung. Die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Tests veranschaulichte Ratzmann anhand ausgewählter Bilder, die bereits in ihrer zurückhaltenden Darstellung erschütternd wirkten. Sie erinnerte zudem daran, dass selbst viele der eingesetzten Militärangehörigen unzureichend geschützt gewesen seien. Abschließend ging sie auf die Protestbewegungen der 1990er Jahre ein. Unter Parolen wie „Fuck Chirac“ formierte sich europaweit Widerstand gegen die französischen Atomtests, der schließlich 1995 zu einem vorzeitigen Abbruch der Testreihe beitrug. Ihr Fazit formulierte Ratzmann pointiert: Wer heute noch von einer zivilen Nutzung der Kernenergie träume, habe im Physik- oder Biologieunterricht nicht aufgepasst. Im Publikum regte sich kein Widerspruch – stattdessen blieb ein nachdenklicher Eindruck eines Nachmittags, der eindrücklich zeigte, wie lange die Schatten der Atomtests bis in die Gegenwart reichen.
 Eindrücke Frühlingsfest 2025  (Bild: Hermann Maderer)

Frühlingsfest und Kirwa des SK Fürnried am Silberberg

Der SK Fürnried feiert auch dieses Jahr von Donnerstag, 14. Mai bis Sonntag, 17. Mai das beliebte Frühlingsfest auf dem Sportgelände am Silberberg. Der neugewählte Bürgermeister Elmar Halk hat seine Schirmherrschaft zugesagt. An Christi Himmelfahrt startet ab 8:00 Uhr unter dem Motto „Mit offenen Augen durchs Birgland” der Volkswandertag. Die rund 10 Kilometer lange Wanderstrecke mit Verpflegungsstation führt rund um Fürnried. Im Ziel am Sportplatz ist zur Mittagszeit für das leibliche Wohl gesorgt: Von Spanferkel über Grillspezialitäten, bis Currywurst findet sich für jeden Hunger was. Nachmittags starten die Kinder beim bekannten 26. Fürnrieder Wiesenlauf. Alle Läuferinnen und Läufer erhalten einen Pokal und eine Urkunde. Anmeldungen sind online unter www.skfuernried.de möglich. Darüber hinaus sorgen eine Hüpfburg und Kinderschminken für jede Menge Spaß. Mit Eis, Kaffee und Kuchen wird auch der süße Hunger gestillt. Am Freitag freuen sich ab 14:30 Uhr die Kirwa-Paare über zahlreiche Unterstützung beim Kirwa-Baum aufstellen und im Anschluss findet das Preisschafkopf-Turnier im Festzelt statt. Der Einlass ist ab 17:30 Uhr und der Start um 19 Uhr. Es können zahlreiche Sachpreise gewonnen werden, für die Plätze eins bis drei winken attraktive Geldpreise. Auch für das leibliche Wohl ist an diesem Tag bestens gesorgt. Der Samstag startet um 12:30 Uhr mit dem Freizeit-Turnier der Fußballsparte am Silberberg. Am Abend sorgen „Highway to Heldrich” für musikalische Unterhaltung, gute Stimmung und zur späteren Stunde Barbetrieb. Die Sportplatz-Kirwa erreicht am Sonntag ihren Höhepunkt. Morgens um 10:00 Uhr eröffnet der Posaunenchor Fürnried sowie Lektorin Kerstin Bodendörfer den Kirwa-Gottesdienst am Sportgelände. Anschließend wird zum Frühschoppen mit Weißwürsten und Obazda eingeladen. Gegen 15:30 Uhr wird der Baum am Silberberg mit musikalischer Begleitung von „In oiner Dur” ausgetanzt. Mit bewährtem Festzeltbetrieb klingt die Kirwa aus.
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