Pfarrer Thomas Schertel mit den Goldenen Konfirmanden/-innen, konfirmiert 1976 in Fürnried (Bild: Gerda Stollner)

Goldene Konfirmation in Fürnried

In der Kirche St. Willibald in Fürnried fand am Sonntag die Goldene Konfirmation statt. Zehn Gemeindemitglieder feierten das 50-jährige Jubiläum ihrer Konfirmation, wie die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Fürnried mitteilt. Pfarrer Thomas Schertel leitete den Gottesdienst, der von Mesner John Day begleitet wurde. An der Orgel wirkte sehr erfrischend Organistin Julia Schmidt. Der Kirchenchor Schwend und der Posaunenchor Fürnried sorgten für die musikalische Begleitung. In seiner Predigt nahm Pfarrer Thomas Schertel Bezug auf ein biblisches Wort aus Jeremia 17, Verse 7 bis 8. Er deutete das Bild des verwurzelten Baumes als Kontrast zu den Bruchlinien des Lebens, die sich nach fünf Jahrzehnten oft deutlicher zeigen als in jungen Jahren. Der Pfarrer sprach die Lebensrealität der Jubilare an: Viele Jahre Berufstätigkeit lägen hinter ihnen, die Kinder seien aus dem Haus. Manche Ehe sei geglückt, andere hätten sich auseinandergelebt. Zehn Jubilare feiern 50 Jahre nach gemeinsamer Konfirmation ihre Goldene Konfirmation. Körperliche Abnutzungserscheinungen machten sich bemerkbar, während für einige der Ruhestand bereits in Sichtweite liege. Die Goldene Konfirmation stelle nicht nur einen feierlichen Termin dar, sondern auch eine Zäsur, die Fragen nach den kommenden 25 Jahren aufwerfe. Schertel fügte persönliche Worte hinzu und bemerkte, dass seine eigene Goldene Konfirmation erst im Oktober anstehe. An der Feier nahmen folgende Jubilare teil: Erwin Fischer, Elsbeth Gildner, Margit Götz, Brigitte Gürtler, Brigitte Müller, Gerlinde Schunk, Peter Schwab, Alwin Utz, Peter Weiß und Karin Wurzer. Alle Jubilare wurden vor 50 Jahren in derselben Kirchengemeinde konfirmiert und kehrten nun für diesen besonderen Anlass in die Kirche zurück. Der Gottesdienst bot ihnen Gelegenheit, gemeinsam auf ihre Lebenswege zurückzublicken und gleichzeitig ihre Verbundenheit mit der Kirchengemeinde zu erneuern. Auch der Kirchenvorstand als Vertreter der Kirchengemeinde nahm an der Jubelkonfirmation teil.
Gemeinsames Foto aller zehn teilnehmenden Mannschaften (Bild: Leonie Bodendörfer)

z'Dolam triumphiert aufs Neue bei SKF-Fußballturnier

Bereits zum dritten Mal in Folge heißt der Sieger des alljährlichen Freizeitfußball-Turniers am Silberberg „z'Dolam”. Die Mannschaft aus Thalheim setzte sich im Finale gegen die Freizeitkicker des ASV Schwend durch. Dabei standen die Vorzeichen vor dem Finale aufseiten der Schwender: In der Vorrunde bezwang man den Titelverteidiger bereits mit 1:0 und schloss die Gruppenphase mit starken Leistungen und ohne Gegentor auf dem ersten Platz ab. Auch im Halbfinale bewiesen sie Mentalität und erreichten im 8-Meterschießen gegen die Traditionsmannschaft „Azonga” das Finale. Es schien, als würden die Schwender nach einigen erfolglosen Jahren ihre konstant hohe spielerische Qualität endlich in Erfolg ummünzen. Aber die Thalheimer berappelten sich und zogen als Zweiter der Gruppe A und einem Sieg im zweiten Halbfinale gegen „Azonga Junior” ebenfalls im 8-Meterschießen ins Finale ein. Und auch das Finale blieb in der regulären Spielzeit ohne Entscheidung, sodass beide Mannschaften erneut vom Punkt ranmussten. Für reichlich Diskussionsstoff sorgte dabei der letzte Versuch des ASV Schwend, da nicht endgültig geklärt werden konnte, ob der Ball die Linie überschritten hatte. Auf dem Platz wurde der Schuss letztlich als Fehlschuss gewertet – und „z'Dolam” durfte den nächsten knappen Turniersieg feiern. Im internen Spiel um Platz drei der im Halbfinale geschlagenen Mannschaften setzte sich „Azonga” gegen ihre Nachwuchskicker „Azonga Junior” durch. Nach einem schwachen Start ins Turnier musste sich die Gastgebermannschaft des SKF mit Rang fünf zufriedengeben. Platz sechs und sieben gingen mit „Lok Alfeld” und „Kirwa Firabo” ins Frankenland. Als Achtplatzierter reiht sich die zweite Heimmannschaft „Kirwa Fürnried” vor den „Wilden Kerlen” und „2 tracht Prügel” ein. Organisiert, vorbereitet und umgesetzt wurde die Veranstaltung rund um das Fürnrieder Frühlingsfest durch ein breit aufgestelltes Team, das von allen Teilnehmern und Gästen mit großem Applaus gewürdigt wurde.
Dr. Emmanuel Kileo beim Vortrag im Johann-Flierl-Museum  (Bild: Gerda Stollner)

Partnerschaften durch die de-koloniale Brille betrachtet

Dr. Emmanuel Kileo sprach am 10. Mai 2026 im Johann-Flierl-Museum in Fürnried über Partnerschaften aus de-kolonialer Perspektive. Der Referent promovierte an der Augustana Hochschule in Neuendettelsau zum Thema „Weiß-sein als ideologisches Konstrukt in den Süd-Nord-Partnerschaften“. Sein Vortrag trug den Titel „Wir sind noch nicht geheilt“ und zog zahlreiche interessierte Zuhörer an, die sich für eine kritische Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit einsetzen. Kileo behandelte eingehend Dekolonialität, Rassismus und Dialog auf Augenhöhe. Er beleuchtete systematisch die Geschichte kirchlicher Partnerschaften und deren tief verwurzelte koloniale Vergangenheit. Nach der staatlichen Kolonialverwaltung kamen europäische Siedler, Geschäftsleute und Missionare in die afrikanischen Kolonien. Partnerschaft bedeutet voneinander lernen, miteinander glauben und gemeinsam handeln auf Augenhöhe. Wir brauchen uns jetzt. Der Referent berichtete ausführlich über deutsche Truppen am Kilimandscharo ab 1885. 1900 gab es ersten organisierten Widerstand gegen die Besatzung. 18 mutige Häuptlinge wurden öffentlich gehängt und ihre Schädel nach Berlin zu pseudowissenschaftlichen Zwecken gebracht. Im verheerenden Maji-Maji-Krieg in Südtansania wurden grausame 300.000 Menschen systematisch getötet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war vor zwei Jahren in Südtansania und bat offiziell um Vergebung: „Ich verneige mich vor den Helden des Maji-Maji-Krieges und trauere um alle Opfer der deutschen Kolonialherrschaft. Tansania und Deutschland - wir bauen an unserer gemeinsamen Zukunft, aber wir werden nicht vergessen, was damals geschehen ist.“ Kileo thematisierte strukturellen Rassismus und verwies auf noch heute nachwirkende koloniale Hierarchien. Er differenzierte jedoch bei der Mission und hob hervor, dass sich Missionar Johann Flierl bereits früh von den Kolonialherren distanzierte.
Pfarrer Dr. Emmanuel Kileo predigte in der Simultankirche St. Willibald in Fürnried. (Bild: Gerda Stollner)

Synodaler der ELKB predigte in St. Willibald

Gottesdienst am Sonntag Rogate in der Simultankirche St. Willibald in Fürnried. Prediger war Pfarrer Dr. Emmanuel Kileo, der vom Fuße des Kilimandscharo in Tansania stammt. Nachdem er von 2007 bis 2014 als Austauschpfarrer in Kaufbeuren im Allgäu tätig war, verbrachte er weitere zehn Jahre wieder in Tansania, bevor er vor zwei Jahren nach Deutschland zurückkehrte. Er ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder. Derzeit arbeitet er bei Mission EineWelt in Neuendettelsau in der Bildungsarbeit. Seine Schwerpunkte sind Dekolonialität, Rassismus und Dialog; das Thema seiner Rogate-Predigt lautete „Vaterunser – global reflektiert“. Dr. Kileo berichtet von seinem Professor: Wenn dieser Sorgen hatte und das Vaterunser gebetet hat, konnte er ruhig schlafen. An Beispielen aus dem Leben von Menschen in Altenheimen verdeutlicht er, dass das Vaterunser auch dann bleit, wenn Demenz eintritt. Dass der Psalm 23 länger bestehen bleibt, spricht er ebenfalls an. Wichtig ist, die Kinder in den Gottesdienst mitzubringen; heute werden diese nicht mehr im Kleinkindalter getauft, sondern sollen selbst entscheiden, ob sie sich später taufen lassen wollen. Dabei soll aber bereits früh das Klavierspielen erlernt und der Sport von klein auf gefördert werden! Kinder müssen im Glauben aufwachsen, nur so wachse der Glaube der Kinder, damit das Vaterunser bis zum Schluss bestehen bleibt, auch wenn im Gehirn ein Durcheinander ist. Aus dem Gedankengut Jesu leite sich, dass reden als Beten mit Gott verstanden wird – authentisch, aus der Mitte des Herzens, nicht perfekt oder künstlich. Jesus spricht von Wahrheit, Gerechtigkeit und Versöhnung; in weltweiten Spannungen könne das Gebet „Vater unser“ helfen, wenn es ehrlich und nicht heuchlerisch gebetet wird. „Lass das mal sacken“ ist seine Empfehlung. Jesus fordere dazu auf, in die eigene innere Welt zu gehen: „Geh in Dein Kämmerchen“, auch wenn das Zimmer ungeheizt, dunkel oder klein ist. Abschließend wird diskutiert, ob Kirche noch nötig ist. Gebet ist mehr als Worte, es bedeutet auch Erzählen, Singen und gelebtes Wissen. Das Reich Gottes soll hier und heute im Zusammenleben sichtbar werden.


Weitere Artikel

Julia Ratzmann von der Pazifik Informationsstelle im Johann-Flierl-Museum  (Bild: Georg Pilhofer )

Ausgewiesene Kennerin berichtet von den Atomwaffentests im Pazifik

Ein bis auf den letzten Platz gefüllter Saal im Senior-Flierl-Museum in Fürnried zeugte am 9. April vom großen Interesse an einem Thema, das oft fern erscheint und doch bis heute nachwirkt: die Atomwaffentests im Pazifik. Als Referentin konnte mit Julia Ratzmann eine ausgewiesene Kennerin der Region gewonnen werden, die seit über zwei Jahrzehnten bei der Pazifik-Informationsstelle tätig ist. Unter den Zuhörern fanden sich neben interessierten Bürgerinnen und Bürgern auch junge Lokalpolitiker sowie Fachleute, die sich mit den Folgen nuklearer Verstrahlung beschäftigen. Zu Beginn ihres Vortrags schlug Ratzmann einen Bogen zurück zu den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki. Sie wies darauf hin, dass diese Ereignisse im Bewusstsein vieler junger Menschen heute kaum noch präsent seien. Umso wichtiger sei eine lebendige Erinnerungskultur, wie sie sowohl in Deutschland als auch in Japan gepflegt werde. Eindrücklich schilderte sie, wie japanische Touristengruppen am 6. August innehalten und ihre Gedenkmomente live ins Internet übertragen – auch aus Nürnberg, wo so eine Verbindung über Kontinente hinweg entstehe. Im Zentrum des Abends standen jedoch die Atomwaffentests der USA im Pazifik. Am Beispiel des Bikini-Atolls machte Ratzmann deutlich, wie 169 Bewohner ihre Heimat verlassen mussten – angeblich „zum Wohle der Menschheit und zur Verhinderung zukünftiger Kriege“. Heute erscheine diese Begründung wie ein tragischer Irrtum. Die jahrzehntelangen Tests führten zu einer regelrechten Wanderbewegung der Betroffenen, die zu „Nuklear-Nomaden“ wurden. Die Hinterlassenschaften dieser Zeit lagern bis heute in einem Bombenkrater, notdürftig im Korallenboden versiegelt, dessen Stabilität zunehmend in Frage steht. Auch die französischen Atomtests im Pazifik nahm Ratzmann in den Blick. Nachdem Frankreich seine Versuche nach der Unabhängigkeit Algeriens nicht mehr in der Sahara durchführen konnte, verlagerte es diese ab 1966 nach Polynesien, mit Tahiti als zentralem Standort. Ein besonders eindrückliches Beispiel sei der dritte Test im September 1966 gewesen: Trotz ungünstiger Wetterbedingungen habe Präsident Charles de Gaulle auf eine sofortige Durchführung bestanden. Der radioaktive Fallout zog daraufhin nicht wie geplant über den offenen Ozean, sondern erreichte bewohnte Atolle – mit schwerwiegenden Folgen für die dortige Bevölkerung. Die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Tests veranschaulichte Ratzmann anhand ausgewählter Bilder, die bereits in ihrer zurückhaltenden Darstellung erschütternd wirkten. Sie erinnerte zudem daran, dass selbst viele der eingesetzten Militärangehörigen unzureichend geschützt gewesen seien. Abschließend ging sie auf die Protestbewegungen der 1990er Jahre ein. Unter Parolen wie „Fuck Chirac“ formierte sich europaweit Widerstand gegen die französischen Atomtests, der schließlich 1995 zu einem vorzeitigen Abbruch der Testreihe beitrug. Ihr Fazit formulierte Ratzmann pointiert: Wer heute noch von einer zivilen Nutzung der Kernenergie träume, habe im Physik- oder Biologieunterricht nicht aufgepasst. Im Publikum regte sich kein Widerspruch – stattdessen blieb ein nachdenklicher Eindruck eines Nachmittags, der eindrücklich zeigte, wie lange die Schatten der Atomtests bis in die Gegenwart reichen.
 Eindrücke Frühlingsfest 2025  (Bild: Hermann Maderer)

Frühlingsfest und Kirwa des SK Fürnried am Silberberg

Der SK Fürnried feiert auch dieses Jahr von Donnerstag, 14. Mai bis Sonntag, 17. Mai das beliebte Frühlingsfest auf dem Sportgelände am Silberberg. Der neugewählte Bürgermeister Elmar Halk hat seine Schirmherrschaft zugesagt. An Christi Himmelfahrt startet ab 8:00 Uhr unter dem Motto „Mit offenen Augen durchs Birgland” der Volkswandertag. Die rund 10 Kilometer lange Wanderstrecke mit Verpflegungsstation führt rund um Fürnried. Im Ziel am Sportplatz ist zur Mittagszeit für das leibliche Wohl gesorgt: Von Spanferkel über Grillspezialitäten, bis Currywurst findet sich für jeden Hunger was. Nachmittags starten die Kinder beim bekannten 26. Fürnrieder Wiesenlauf. Alle Läuferinnen und Läufer erhalten einen Pokal und eine Urkunde. Anmeldungen sind online unter www.skfuernried.de möglich. Darüber hinaus sorgen eine Hüpfburg und Kinderschminken für jede Menge Spaß. Mit Eis, Kaffee und Kuchen wird auch der süße Hunger gestillt. Am Freitag freuen sich ab 14:30 Uhr die Kirwa-Paare über zahlreiche Unterstützung beim Kirwa-Baum aufstellen und im Anschluss findet das Preisschafkopf-Turnier im Festzelt statt. Der Einlass ist ab 17:30 Uhr und der Start um 19 Uhr. Es können zahlreiche Sachpreise gewonnen werden, für die Plätze eins bis drei winken attraktive Geldpreise. Auch für das leibliche Wohl ist an diesem Tag bestens gesorgt. Der Samstag startet um 12:30 Uhr mit dem Freizeit-Turnier der Fußballsparte am Silberberg. Am Abend sorgen „Highway to Heldrich” für musikalische Unterhaltung, gute Stimmung und zur späteren Stunde Barbetrieb. Die Sportplatz-Kirwa erreicht am Sonntag ihren Höhepunkt. Morgens um 10:00 Uhr eröffnet der Posaunenchor Fürnried sowie Lektorin Kerstin Bodendörfer den Kirwa-Gottesdienst am Sportgelände. Anschließend wird zum Frühschoppen mit Weißwürsten und Obazda eingeladen. Gegen 15:30 Uhr wird der Baum am Silberberg mit musikalischer Begleitung von „In oiner Dur” ausgetanzt. Mit bewährtem Festzeltbetrieb klingt die Kirwa aus.
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Volles Haus beim OGV Fürnried & Umgebung

Der Obst- und Gartenbauverein Fürnried und Umgebung traf sich zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus Goldender Hahn bei Familie Laurer in Fürnried. 1. Vorsitzende Kerstin Bodendörfer konnte zahlreiche Mitglieder begrüßen. Besonders freute sie sich über die Referentin Wiebke Weiland. Sie startete gleich mit viel Wissenswertem zum Thema „Tolle Wolle”. Als Produktmanagerin bei Jura-Distel zeigte sie auf, wie es um die Wolle der heimischen Schafe bestellt ist. Der Preis für die Rohwoll deckt nicht einmal die Kosten der Schur. Mit der Verarbeitung zu Schafwollpellets soll diese Situation verbessert werden. Aber nicht nur die Landwirte profitieren davon, sondern auch die Hobbygärtner. Handelt es sich doch dabei um einen guten, organischen Dünger. Nachdem sich Frau Bodendörfer herzlich für den Vortrag bedankt hatte, servierte das Gasthaus ein Abendessen, zu dem der Verein seine Mitglieder einlud. Nach dem Totengedenken erinnerte Schriftführerin Renate Päßler an das Vereinsjahr 2025. Schatzmeisterin Ingrid Loos zeigte die finanzielle Lage des Vereins auf. Die Verssammlung hat mit Irmgard Süß eine neue Kassenprüferin bestimmt, sie unterstützt Claudia Oberleiter. Für das Jahr 2026 hat sich die Vorstandschaft wieder viel einfallen lassen, das Programm reicht von einer Tagesfahrt, über das Backofenfest, eigenes Sauerkraut herstellen, bis zum „Advent unter der Burgruine”. Im Laufe des Jahres treffen sich die Mitglieder auch immer wieder zu Arbeitseinsätzen. Die Vorsitzende machte noch Werbung für die Wahl im Jahr 2027. Wer sich vorstellen kann in der Vorstandschaft mitzuwirken, der kann sich gerne schon ein Bild davon machen. „Beisitzer auf Probe” so nennt es der Obst- und Gartenbauverein Fürnried & Umgebung. Motiviert und voller Zuversicht startet der Verein nun ins Vereinsjahr 2026.
Besuch vor dem Geburtshaus von Johann Flierl in Buchhof/Birgland. Von links nach rechts: Georg Pilhofer, Gerda Stollner, Susan Fumapa, Miame Atenciana, Christoph Yako Babusa. (Bild: Gerda Stollner)

140 Jahre nach Flierls Ankunft in Papua-Neuguinea - Theologin predigt in der Martin-Luther-Kirche in Poppberg

Am Sonntag, den 8. März, wurden im Johann-Flierl-Museum besondere Gäste von Mission EineWelt erwartet. Ursprünglich sollte eine Delegation der Kirchenleitung aus Lae in Papua-Neuguinea anreisen. Aufgrund der angespannten Lage im Nahen Osten mussten jedoch Flüge ausgesetzt werden, sodass die Delegation ihre Reise leider nicht antreten konnte. Umso größer war die Freude darüber, dass Pfarrer Arnim Dörfer, Referatsleiter für den Pazifik mit dem Schwerpunkt Papua-Neuguinea bei Mission EineWelt, dennoch kommen konnte. Er gestaltete die Liturgie im Gottesdienst und brachte als besondere Gästin Susan Fumapa von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Papua-Neuguinea mit. Sie war die erste Frau ihres Landes, die ein Theologiestudium absolvierte. Da es in Papua-Neuguinea bislang keine Frauenordination gibt, kann sie jedoch nicht als Pfarrerin tätig sein. Heute wirkt sie als Direktorin des Lutheran Church College in Banz. In der Martin-Luther-Kirche in Poppberg in der Kirchengemeinde Fürnried predigte Susan Fumapa über den Bibeltext aus Johannes 12, Verse 1 bis 7. In ihrer Predigt berichtete sie eindrucksvoll über die Situation der Frauen in Papua-Neuguinea und zog zugleich Vergleiche zur Situation in Bayern. Außerdem erinnerte sie an die Ankunft des jungen Missionars Johann Flierl vor 140 Jahren in Finschhafen im damaligen Kaiser-Wilhelms-Land. Viele Missionare verloren während ihres Dienstes ihr Leben; ihre Gebeine ruhen bis heute auf den frühen Missionsstationen in Neuguinea. Ihr Dienst, ihr Leiden und ihr Tod seien – so Fumapa – zum „Dünger“ für das Missionsfeld geworden, auch wenn dieser Weg mit großem Leid verbunden gewesen sei. Besonders würdigte sie die Kinder der Missionare, sowohl der Pioniermissionare als auch der heute noch lebenden, und sprach ihnen ihren großen Respekt aus. Die Kraft der Verkündigung des Evangeliums habe wesentlich dazu beigetragen, dass frühere Stammeskriege, Blutrache und Gewalt überwunden werden konnten. Nach dem Gottesdienst besuchte die Gruppe den Geburtsort von Johann Flierl in Buchhof. Begleitet wurden die Gäste von zwei jungen Volontären von Mission EineWelt, Miame Atenciana von den Philippinen und Christoph Yako Babusa aus Kenia. Der anschließende Besuch im Johann-Flierl-Museum in Fürnried, der eigentliche Anlass der Reise, hinterließ bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck. Pfarrer im Ruhestand Georg Pilhofer führte durch das Museum und berichtete anschaulich aus dem Leben des Missionars Johann Flierl sowie davon, wie die christliche Botschaft ihren Weg bis nach Papua-Neuguinea fand. Auch Gerda Stollner, Vorsitzende des Fördervereins „Leben und Wirken des Missionars Johann Flierl e. V.“, zeigte sich sehr erfreut über die Begegnungen und Gespräche dieses besonderen Tages.
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