Die ersten zwei Konzerte der diesjährigen Sulzbacher Hof-Musik-Tage fanden ausgesprochen positiven Zuspruch bei allen Zuhörern. Die von dem Flötenvirtuosen und Dozenten an unserer Sing- und Musikschule, Michael Kämmle, konzipierte Veranstaltungsreihe verführt zu einer Zeitreise in die Musik vergangener Jahrhunderte.
Das erste Konzert am 19. Juni unter dem Thema „Die Flöte reizt in seinen Händen … Leipzig 1743“ fand in der ehemaligen Synagoge statt. Dieses wunderschöne Gebäude ist wegen seiner Tendenz zum starken Hall akustisch problematisch. Kämmle spielte die Traversflöte, eine Vorgängerin der Querflöte, und Christopher Berensen Cembalo. Der Raum schien wie für diese Instrumente gemacht. Der trockene Klang des Cembalos wurde lebendig, und die Traversflöte schmiegte sich heiter zwitschernd an. Zwischen den Liedern erzählte Kämmle Geschichten aus dem 18. Jahrhundert, von Musikern, Dichtern und Komponisten dieser Zeit – immer hungrig, durstig und meist pleite. Johann Sebastian Bach kam dabei ebenso vor wie ein Dichter, von dem die Welt bisher noch nichts gehört hatte.
Das zweite Konzert am 20. Juni, im historischen Sulzbacher Rathaus, folgte unter anderen Themen. Die „Musikalische Tafel-Erlustigung“ bot einen bunten Reigen alter Musik. Ein eigens gegründetes Projektorchester, Solisten und Ensembles unserer Städtischen Sing- und Musikschule sowie Workshopteilnehmer boten ein reichhaltiges Programm. Auch die Kleinsten zeigten, was sie schon alles auf der Flöte gelernt haben.
Eine Freude für das Publikum und ein wunderbarer Beitrag zum 70. Geburtstag unserer Sing- und Musikschule!
Weitere Konzerte der Reihe finden statt am 17. Juli, 19:30 Uhr, in der Synagoge, am 18. Juli, 16:00 Uhr in der Schlosskapelle St. Nikolaus, am 19. Juli um 15:00 Uhr auf der Schlossterrasse sowie am 20. November um 19:30 Uhr in der Synagoge.