Bild: Heinz-Ulrich Schmidt

Die Umweltschutzinitiative erinnert an 15 Jahre Fukushima und 40 Jahre Tschernobyl

Thematischer Schwerpunkt der Sitzung der Sulzbach-Rosenberger Umweltschutzinitiative bildete das Gedenken an Fukushima und Tschernobyl. Im AKW Fukushima in Japan kam es vor 15 Jahren, am 11.März 2011, zu mehreren Kernschmelzen. Bis zum heutigen Tag kommt man an die geschmolzenen Brennstäbe nicht heran, und das mit hohen Tritiumwerten verseuchte Wasser wird – trotz öffentlicher Proteste - sukzessive im Meer entsorgt, so Heinz-Ulrich Schmidt in seinem Kurzvortrag. Vor bald 40 Jahren, am 25. April 1986 kam es in Tschernobyl in der heutigen Ukraine zur schwersten Reaktorkatastrophe in der Geschichte der Atomnutzung. Tausende Menschen wurden bei der Kernschmelze verstrahlt, starben oder leiden bis heute an den Folgen. Die radioaktive Wolke ging um die Welt, ihre Rückstände sind immer noch nachweisbar, etwa in Pilzen oder Wild aus dem bayerischen Wald und Oberbayern. 2025 wurde der Schutzmantel (Sarkophag), der für hundert Jahre sicher sein soll, von russischen Drohnen massiv beschädigt. Wie kann es sein, dass auch seriöse Politiker und Politikerinnen in Deutschland immer noch an dieser hochriskanten und teuren Technologie festhalten, war das Thema einer regen Diskussion. Der AKW Rückbau wird noch Jahrzehnte dauern und Kosten verursachen. Aktuell hat die Bundesregierung das Ziel, bis 2031 einen Endlagerstandort festzulegen, aufgegeben. Die Uranfabriken für die Fertigung von Brennelementen in Gronau und Lingen laufen vorerst unbefristet weiter, und der russische Staatskonzern Rosatom mischt kräftig mit. Peter Zahn wies auf den vielzitierten Hoffnungsträger Kernfusion hin. Der Traum mehr Energie zu gewinnen als ursprünglich aufgewendet und so grenzenlos grüne Energie zu erzeugen, bleibe ein fachlich höchst umstrittenes Projekt in einer ungewissen, fernen Zukunft. Am Sitzungsende war man sich einig, erinnern heißt handeln. Die Umweltschutzinitiative möchte den politischen Willen unterstützen, die Transformation konsequent umzusetzen. Wind- und Solarenergie zügig weiter ausbauen, Netze verstärken, Speicher fördern und Energie effizienter nutzen. Die Energiewende ist ein Erfolgsmodell, sie sorgt für regionale Wertschöpfung, schafft Arbeitsplätze und macht unabhängig.


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