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Autorin Petra Bartoly y Eckert rief bei der Lesung zur Beschäftigung mit der Endlichkeit des eigenen Lebens und zur Versöhnung mit den Sterbenden auf. (Bild: Johann Schmalzl)

Reden über den Tod macht das Abschiednehmen leichter

Wie wichtig es ist, sich mit der Endlichkeit des Lebens und dem Tod zu beschäftigen, erfuhren die Teilnehmer einer Buchlesung des Hospizverein der KEB in der Amberger Stadtbibliothek. Autorin Petra Bartoly y Eckert las dabei aus ihrem Buch „Reden wir übers Sterben” in dem sie erzählt, was sie auf dem Münchner Jakobsweg durch Gespräche mit anderen Pilgern und mit vorher ausgewählten Experten über Leben und Tod gelernt hat. Die Kernbotschaft der Experten und der Gesprächspartner war: Weil das Leben endlich ist, muss der Tod wieder heraus aus der Tabuzone und wir müssen uns mit ihm beschäftigen. Was für die Vorbereitung auf das Sterben und die Bewältigung der Trauer wichtig ist, wurde der Autorin in Gesprächen bewusst, die sie mit einer Bildhauerin, die Erinnerungskunst herstellt, einer Palliativmedizinerin, dem klinischen Seelsorger Pater Valentin, dem Betreiber einer Sargboutique, dem Leiter eines Bestattungsamtes und dem Kabarettisten Gerhard Polt geführt hat Manche der Ratschläge waren durchaus mit einem Augenzwinkern versehen. Aber wer sich auf den Tod einstellt, kann Erinnerungen schaffen und den eigenen Abschied mit den Angehörigen gut vorbereiten. Wie hilfreich ein Stück Erinnerungskunst bei der Trauerbewältigung sein kann, wurde bei der Lesung ebenso deutlich wie die Bedeutung einer guten Bestattung, an der auch Freunde und Bekannte Abschied nehmen dürfen. Und besonders wichtig für die Trauerbewältigung und den eigenen Seelenfrieden ist es, sich vor dem Tod mit den Sterbenden auszusöhnen. Das wurde in einem sehr persönlichen Bericht der Autorin über das schwierige Verhältnis zu ihrem Vater deutlich. Mit den Worten am Sterbebett „Es war schwierig zwischen uns. Vieles war nicht gut. Jetzt sollten wir es gut sein lassen”, half sie sich und ihrem Vater. Er konnte danach ruhig gehen, und ihr half die Versöhnung bei der Trauer um ihn.
Die anwesenden Jubilare für 40,-50,-und 60 jährige Mitgliedschaft, eingerahmt von der Vorstandschaft (Bild: Elke Geck-Neidl)

Jahreshauptversammlung der DAV Sektion Sulzbach-Rosenberg mit Jubilarehrung

Am vergangenen Freitag fand die Jahreshauptversammlung der DAV Sektion Sulzbach-Rosenberg im Capitol statt. Zahlreiche Mitglieder waren erschienen und wurden vom 1. Vorsitzenden der Sektion, Bernhard Eisenreich begrüßt. 1820 Mitglieder zählt die Sektion, Bernhard Eisenreich sieht darin eine Bestätigung und Anerkennung für die engagierte Arbeit des gesamten Teams rund um die Vorstandschaft. Er führt weiter aus, dass die Hüttenkirwa wieder eine erfolgreiche und gut besuchte Veranstaltung im vergangenen Jahr war, und trotz durchwachsenen Wetters ein gutes Ergebnis erzielt werden konnte. Der zwei-Tages-Kirwabetrieb hat sich in der Vergangenheit gut bewährt. Für das laufende Jahr werden wieder schöne Unternehmungen und Vorträge angeboten. Neu im Jahresprogramm ist eine gemeinsame Bergfahrt mit der Amberger Sektion. Ziel dieser Bergtour ist die Sudetendeutsche Hütte. Mit solchen gemeinsamen Aktionen soll künftig Austausch und Gemeinschaft über die eigene Sektion hinaus weiter gestärkt werden. Ein Highlight im Vortragsprogramm 2026 ist ein Bildervortrag mit dem Extrembergsteiger und Alpinisten Alexander Huber. Die Veranstaltung findet am 28. November in der Krötenseeturnhalle statt. Der Kartenvorverkauf läuft über NT-Ticket. Nach Ehrungen und Totengedenken, folgte der Bericht der einzelnen Sparten.Mit schönen Bildern hinterlegt, waren vor allem die Berichte der Kinder-und Jugendgruppen sehr aufschlußreich und zeugten von großer Begeisterung. Kassier Andreas Eckl erklärte Einnahmen und Ausgaben, Kassenprüfer Ludwig Kirschhock bestätigte eine fehler- und lückenlose Kassenführung. Vorstandschaft und Kassier wurden entlastet und der Wirtschaftsplan für 2026 genehmigt. Zum Ende der Veranstaltung wurde Manfred Leitgeb für sein Engagement als Gruppenleiter der Genusstourengruppe, sowie Fritz Royer und Matthias Kolb für Ihre langjährige Tätigkeit als Verantwortliche in der Kletterhalle sowie als Gruppenleiter Hochtourengruppe und Jugendklettergruppen noch besonders gewürdigt.
Buchstäblich der Höhepunkt des phantastischen Konzerts war die Zugabe auf Leitern und Mörtelkübeln. (Bild: Corinna Groth)

Double Drums bringen das Capitol zum Kochen

„All you can beat” heißt das Programm, mit dem das Schlagzeugduo Double Drums das Capitol zum Brennen bringt, und der Name ist Programm. Die beiden sehr sportlichen Musiker spielen nicht nur auf etablierten Instrumenten, sondern auf allem, was man mit Schlagzeugstöcken bearbeiten kann. Das können Blecheimer sein oder Mülltonnen (voller, dunkler Klang!). Aber auch das etablierte Schlagzeug mit Trommeln und Becken kommt zum Einsatz, und vor allem Vibraphon und Marimba. Alexander Glöggler und Philipp Jungk nehmen Klassik und Rock auf und verwandeln die Stücke mit den Schlaginstrumenten in etwas völlig Neues. Dabei spielen sie manchmal eine Melodie ein oder sie benutzen die Loopstation. Damit bauen sie aus verschiedenen Klängen einen Rhythmus auf. Dafür benutzen sie eine Quietschente, unterschiedlich hoch gefüllte Flaschen und eine Melodika. Dieses klangliche Fundament wird automatisch immer wiederholt und dazu spielen sie dann. Das Publikum freut sich, dass es nicht nur mitreißende Musik zu hören bekommt, sondern auch viel zu sehen. Auch die Lichtshow mit bunten Scheinwerfern und leuchtenden Sticks macht Spaß. Jungk selbst spricht von einer „Materialschlacht” auf der Bühne. Als humorvolles Gegenprogramm gibt es „Invisible drums”. Hier wird die Musik eingespielt, und Glöggler und Jungk machen eine prächtige Pantomime dazu. Großartig! Es ist Fred Tischler, der als Selbständiger für die Stadt das Booking der Künstler übernommen hat, wieder einmal gelungen, herausragende Künstler nach Sulzbach-Rosenberg zu holen. Deshalb bekam auch er schließlich kräftigen Applaus. Der Beifall für Double Drums allerdings war so stürmisch, dass die beiden Schlagzeuger drei Zugaben spielen mussten.
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