Brücken bauen der 4. Klassen. (Bild: Kerstin Weigl)

Brücken bauen praxisnah

Im Heimat- und Sachunterricht der vierten Klassen stand an der Pestalozzischule das Thema „Bauen und Konstruieren“ auf dem Stundenplan. Zunächst wurden im Klassenzimmer Brücken aus unterschiedlichen Materialien wie Holz, Papier oder Tonbausteinen gebaut. Die Kinder sammelten grundlegende statische Erfahrungen, wie ihre Bauwerke stabil und tragfähig gestaltet werden konnten. Es wurde getüftelt: Wie bleibt die Brücke stabil, wenn die Spannweite vergrößert werden muss? Die Kinder hielten ihre Arbeitsergebnisse und dazugehörige Fachbegriffe in E-Books fest. Brücken aus aller Welt wurden betrachtet und beschrieben und so verschiedene Arten von Brücken kennengelernt. Ein Highlight war der Besuch auf der Brückenbaustelle in der Dieselstraße (siehe gesonderter Artikel in der SRZ). Für die Kinder der Klasse 4d hieß es zum Abschluss des Projekts selbst anzupacken. Jonas Wolfsteiner, Geschäftsführer der Firma Freiraum (ZINIPI) hatte sie eingeladen, ihre Kenntnisse in der Praxis anzuwenden und eine eigene Brücke zu bauen. Nach einem Rundgang durch die Firma ging es ans Werk. Die Kinder mussten zunächst die Größe der Brücke planen sowie Balken und Bretter abmessen. Beim Sägen und Hämmern waren Geschick und Durchhaltevermögen gefragt. Immer wieder mussten die Kinder sich absprechen und die nächsten Arbeitsschritte planen. Dabei genossen sie es sichtlich, ohne enge Vorgaben arbeiten und ihre eigenen Vorstellungen einbringen zu dürfen. Jonas Wolfsteiner stand ihnen dabei als erfahrener Holzbauer zur Seite, dessen Tipps sich die Kinder gerne abschauten. Es war schön zu beobachten, wie engagiert und motiviert die Kinder bei der Sache waren. Nach etwa zwei Stunden war die Brücke fertig und bestand den Test: Sie hielt das Gewicht der Klasse und wurde für tragfähig befunden!
Schulweg Challenge (Bild: Katherina Matern)

Pestalozzi-Grundschule startet Schulweg-Challenge für mehr Sicherheit und Klimaschutz

Die Pestalozzi-Grundschule ruft ihre Schülerinnen und Schüler erneut zu einer besonderen Aktion auf: Mit einer zweiwöchigen Schulweg-Challenge möchte die Schulgemeinschaft Bewegung fördern, die Verkehrssicherheit erhöhen und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Hintergrund der Aktion ist das hohe Verkehrsaufkommen vor der Schule. Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zum Unterricht, was insbesondere zu Schulbeginn und Unterrichtsende immer wieder zu unübersichtlichen und teilweise gefährlichen Situationen führt. Die Schule möchte deshalb dazu ermutigen, alternative Wege zur Schule zu nutzen. Seit dem 15. Juni sammeln die Klassen zwei Wochen lang Punkte für jeden umweltfreundlich zurückgelegten Schulweg. Für jeden Tag, an dem ein Kind zu Fuß, mit dem Tretroller, mit dem Fahrrad – nach bestandener Verkehrsprüfung – oder mit dem Schulbus zur Schule kommt, erhält die jeweilige Klasse einen Punkt. Die Ergebnisse werden täglich in einer Schultabelle festgehalten. Am Ende der Aktion gewinnt die Klasse mit den meisten gesammelten Punkten. Als Belohnung dürfen sich die drei erfolgreichsten Klassen über einen besonderen Schultag freuen: Neben einer Spielestunde im Freien gibt es für die Plätze eins bis drei hausaufgabenfrei. Die erstplatzierte Klasse erhält zusätzlich einen Eisgutschein, der vom Elternbeirat gestiftet wird. Die Schule sieht in der Aktion zahlreiche Vorteile für die Kinder. Regelmäßige Bewegung stärkt die Gesundheit, fördert die Konzentration und sorgt für einen ausgeglichenen Start in den Schultag. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen und wichtige Erfahrungen für ihre Selbstständigkeit zu sammeln. Darüber hinaus leistet die Schulweg-Challenge einen Beitrag zum Umweltschutz. Jeder Weg, der ohne Auto zurückgelegt wird, reduziert Verkehr und Emissionen. Als Umweltschule möchte die Pestalozzi-Grundschule damit ein Zeichen für nachhaltiges Handeln setzen und die Kinder frühzeitig für Klimaschutz sensibilisieren. Die Schulgemeinschaft hofft auf eine rege Beteiligung und die Unterstützung der Eltern, damit die Aktion erneut ein voller Erfolg wird.
Baumpflanzaktion. (Bild: Kerstin Weigl)

Pestalozzischüler pflanzen im „Zukunftswald“

„Unser Wald- Prima für’s Klima“ hieß es im Heimat- und Sachunterricht der dritten Klassen der Pestalozzischule. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit den Ursachen des Klimawandels sowie den Folgen, die auch bei uns spürbar werden. Außerdem wurden Tipps erarbeitet, was jeder von uns tun kann, um diesen entgegenzuwirken. Den Höhepunkt stellte die Baumpflanzaktion dar: Zu Fuß marschierten die Kinder ins städtische Waldgebiet „Faatzen“, wo sie von 1. Bürgermeister Stefan Frank sowie vom Förster Bernhard Raschka und seinem Helferteam bereits erwartet wurden. Die Baumsetzlinge, die von der Firma ifg GmbH gesponsort wurden, gehören für unsere Region außergewöhnlichen Arten an: Atlaszeder, Weihrauchzeder, Lebensbaum und viele mehr gelten als klimaresistent. Mit Feuereifer gruben die Kinder unter fachgerechter Anleitung mit dem Hohlspaten Löcher, setzten die Pflänzchen ein und markierten diese mit Stöcken. Unter anderem unterstützte Gert Blüchel vom Bund Naturschutz die Kinder tatkräftig. Nach getaner Arbeit erfuhren die Kinder mit Jörg Berendes vom Landesbund für Vogelschutz noch Wissenswertes über das Ökosystem Wald und durften vielfältige Naturerfahrungsspiele erleben. Im Laufe der letzten Jahre ist durch die Waldtage der Pestalozzischule ein regelrechter „Zukunftswald“ für die nachfolgenden Generationen entstanden. Es wird spannend zu beobachten, welche der Arten in den nächsten Jahrzehnten mit den veränderten Umweltbedingungen zurechtkommen werden. Herr Frank sprach sich dafür aus, eine Beschilderung anzubringen, so dass Kinder ihren Eltern zu „ihren“ gepflanzten Baum zeigen können. Es ist sicher eine besondere Erfahrung in einigen Jahren, vielleicht bereits im Beruf stehend oder eine Lehre beginnend, zurückzukommen ins Waldgebiet und an der Stelle der Setzlinge Bäume vorzufinden. Ihren Baum, der wie sie groß geworden ist, das Waldgebiet prägt und Tieren einen Lebensraum bietet.
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