Im Heimat- und Sachunterricht der vierten Klassen stand an der Pestalozzischule das Thema „Bauen und Konstruieren“ auf dem Stundenplan. Zunächst wurden im Klassenzimmer Brücken aus unterschiedlichen Materialien wie Holz, Papier oder Tonbausteinen gebaut. Die Kinder sammelten grundlegende statische Erfahrungen, wie ihre Bauwerke stabil und tragfähig gestaltet werden konnten. Es wurde getüftelt: Wie bleibt die Brücke stabil, wenn die Spannweite vergrößert werden muss? Die Kinder hielten ihre Arbeitsergebnisse und dazugehörige Fachbegriffe in E-Books fest. Brücken aus aller Welt wurden betrachtet und beschrieben und so verschiedene Arten von Brücken kennengelernt. Ein Highlight war der Besuch auf der Brückenbaustelle in der Dieselstraße (siehe gesonderter Artikel in der SRZ). Für die Kinder der Klasse 4d hieß es zum Abschluss des Projekts selbst anzupacken. Jonas Wolfsteiner, Geschäftsführer der Firma Freiraum (ZINIPI) hatte sie eingeladen, ihre Kenntnisse in der Praxis anzuwenden und eine eigene Brücke zu bauen. Nach einem Rundgang durch die Firma ging es ans Werk. Die Kinder mussten zunächst die Größe der Brücke planen sowie Balken und Bretter abmessen. Beim Sägen und Hämmern waren Geschick und Durchhaltevermögen gefragt. Immer wieder mussten die Kinder sich absprechen und die nächsten Arbeitsschritte planen. Dabei genossen sie es sichtlich, ohne enge Vorgaben arbeiten und ihre eigenen Vorstellungen einbringen zu dürfen. Jonas Wolfsteiner stand ihnen dabei als erfahrener Holzbauer zur Seite, dessen Tipps sich die Kinder gerne abschauten. Es war schön zu beobachten, wie engagiert und motiviert die Kinder bei der Sache waren. Nach etwa zwei Stunden war die Brücke fertig und bestand den Test: Sie hielt das Gewicht der Klasse und wurde für tragfähig befunden!