Rhythmus für die Seele-gemeinsam für eine starke Pflege in unserer Region. (Bild: Regina Pilhofer )

Angehörigentreffen der Ökumenischen Sozialstation nimmt an der Aktion „Trommeln für die Pflege” teil

Pflegende Angehörige leisten täglich Enormes, oft bis an die Grenzen der eigenen Belastbarkeit. Wie wichtig es ist, dabei die eigene Psychohygiene, die Selbstfürsorge und die Achtsamkeit nicht aus den Augen zu verlieren, wurde beim Angehörigentreffen im Monat Mai auf ganz besondere Weise erlebbar. Nach einer kurzen Begrüßung durch Regina Pilhofer, Organisatorin des Treffens im Rahmen der Fachstelle für pflegende Angehörige, ging es direkt in die Praxis über. Die Geschichte vom „Stein der Weisheit” wurde eindrucksvoll visuell untermalt. Ein großes, leeres Glas symbolisierte das Leben. Nach und nach wurden schwere Steine hineingelegt-jeder Stein stand symbolisch für die Belastung im Pflegealltag. Kleinere Steine, Kiesel und Sand kamen als Alltagsaufgaben, Berufliches und Sorgen noch hinzu. Obwohl das Glas randvoll auf die Angehörigen wirkte, wurde noch Wasser in das Glas gegossen, dies umspülte die verschiedenen Inhalte und symbolisierte die Kraftquelle. Die von jedem Menschen unterschiedlich ist und nicht ganz vergessen oder missachtet werden darf. Das Wasser kann die „Steine” zwar nicht verschwinden lassen, aber es nimmt die Last und macht es erträglicher. Als Erinnerung an die Geschichte bekam jeder der Teilnehmer ein kleines, glatt geschliffenes Herz als „Handschmeichler”, um nicht zu Vergessen auch gut für sich selbst zu sorgen. Am Ende des Angehörigentreffens wurde mit Trommel-Sticks ein Zeichen für die Pflege, aber vor allem für sich selbst als pflegender Angehöriger gesetzt. Das Trommeln war Teil der bundesweiten Aktion „Trommeln für die Pflege-Pflege wird hörbar”.
Die Teilnehmer und Organisatoren des Hauskrankenpflegekurses beim Besuch der Firma Standecker (Bild: Katharina Morgenstern)

Kurs für pflegende Angehörige

Die Ökumenische Sozialstation mit ihrer Tagespflege und der Fachstelle für pflegende Angehörige organisierten in Kooperation mit der Pflegekasse einen Hauskrankenpflegekurs. An 10 Abenden konnten sich die Angehörigen wertvolle Tipps und Hilfestellungen vom Pflegefachpersonal zeigen lassen. Der Kurs soll das Engagement im familiären Bereich der Pflege stärken und fördern. Die Treffen waren mit unterschiedlichsten Themen hinterlegt. Es wurden wichtige Pflegegrundlagen, rückenschonende Techniken nach Kinästhetischen Grundsätzen und Umgang mit Hilfsmitteln geschult. Auch die Psychosoziale Entlastung und Selbstpflege kam nicht zu kurz, zum Beispiel „Wie gehe ich mit der Belastung durch die Pflege eines Angehörigen um”. Welche Entlastungen und Hilfsangebote gibt es, insbesondere in unserer Region. Hierzu waren unterschiedliche Referenten eingeladen um zu informieren. Auch die Schulung über Krankheitsbilder und vorbeugende Maßnahmen waren ein wichtiger Bestandteil des Kurses. Der Höhepunkt des Kurses, war der Besuch zur Firma Standecker in Hahnbach, um die Musterwohnung aus dem Projekt „WUNIAN-Alt werden zu Hause” der AOVE zu besichtigen. Karl Standecker beantwortete alle Fragen rund um das Barrierefreie Wohnen. Die Schulung der pflegenden Angehörigen zu Hause vermittelt Wissen sowie Sicherheit und fördert die Kompetenzen in der häuslichen Pflege. Wiederholung des Kurses ist für Herbst 2026 geplant.

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