Die Ebermannsdorfer Senioren sind alles lustige Leit und tragen ihr Herz samt Humor am richtigen Fleck. Diese Feststellung gilt auch wieder mal für den kürzlich lustigen Faschingsnachmittag anlässlich der fünften Jahreszeit im vollen Emersch`dorfer Pfarrheim. Die zahlreichen Omas und Opas hauten dabei mal wieder so richtig auf die Pauke ganz nach dem Grundsatz: Der Fasching währt heuer sowieso nur kurz, darum lasst uns alle lustig sein! Und, hervor zu heben bleibt ebenso, die kunterbunte sowie lange Polonaise, gekonnt angeführt von Pastoralpraktikantin Sarah Koch, war farbenfroh und temperamentvoll gestartet und mit vielen Maschkerern besetzt.
Gemeindereferentin Kathrin Blödt begrüßte diesmal mit schönem Gedicht anstelle von Pfarrer Sagai alle älteren Mitbürger, der ja zu dieser Zeit schon im Flieger nach Indien saß und sich derweil auf seinen verdienten Heimaturlaub 2026 sehr freute. Zugegen waren auch Ruhestandsgeistlicher Josef Beer sowie seine Haushälterin Elisabeth Vogl, die es genauso beide verstanden, ein paar lustige Stunden im Fasching bei ein bisschen ausgelassener Fröhlichkeit zu nutzen. Der Gemeindechef Bürgermeister Erich Meidinger fühlte sich jedenfalls mitten unter seinen heiteren Senioren in bester Gesellschaft sichtlich recht wohl.
Und der Lokalmatador des schönen Nachmittags, dies war auch klar, war zweifelsohne die hiesige Profimusikerin Heike Fruth, die den Fasching der älteren Bürger mit ihrer Steierischen und etlichen Schlagern aus den 70iger Jahren toll bereicherte und so mit Musik den Opas sowie Omas stets einheizte. Es wurde geschunkelt und gelacht, was das Zeug hielt sowie gesungen beispielsweise nach alter Manier „Bubi, Bubi noch einmal, es war so wunderschön” oder auch von der bekannten „Fischerin vom Bodensee.”
Aber auch Pfarrer Beer und Frau Vogl ließen nicht locker. Wer den Seelsorger kennt, der weiß, er trägt fast immer selbst mit zu guter Unterhaltung im Saal bei. Diesmal ging es ihm in seinem Beitrag um das bekannte sowie bequeme und gute, alte Cannabe in der Küche, das man ja generell als älterer Mensch meist am Nachmittag besonders zu schätzen weiß und auch liebt. Seine Worte dazu endeten treffend wie folgt: Ja so a Cannabe is wos wert und des Cannabe is deshalb a nie verkehrt!
Die schönen Stunden vergingen also wie im Flug. Die Heike spielte weiterhin schmissig auf und man hörte ihr gerne zu und klatschte auch mit, ob zum Beispiel beim „Paul und sein Gaul” oder dem „Grünen Kaktus” wie auch dem Lied „Zwei kleine Italiener.” Und das Küchenteam um Regine Bauer sorgte fürs leibliche Wohl. Da kann man man es doch aushalten, so hörte man die Senioren raunen, als es dann schließlich ums Heimgehen ging.