Das Internationale Glaspalastturnier in Sindelfingen gilt traditionell als eines der größten, am härtesten umkämpften Judoturniere in ganz Deutschland. Mit Startern aus 25 Nationen war das Niveau auch an diesem Wochenende extrem hoch. Die Nachwuchstalente der DJK Ensdorf trotzten der riesigen internationalen Konkurrenz eindrucksvoll und kehrten mit drei Goldmedaillen sowie weiteren Top-Platzierungen in die Oberpfalz zurück.
Samstag: Lukas Wittmann stürmt in der U13 zu Gold
Der Samstag startete direkt mit einem Paukenschlag in der Altersklasse U13. In der Gewichtsklasse bis 31 kg präsentierte sich Lukas Wittmann in absoluter Ausnahmeform. Kampf um Kampf setzte er sich gegen die internationale Elite durch, bewahrte im Finale die Nerven und sicherte sich hochverdient den 1. Platz und damit die Goldmedaille. Seine Schwester Lena Wittmann zeigte in der Klasse bis 36 kg ebenfalls eine bärenstarke Leistung. In einem Mammut-Teilnehmerfeld biss sie sich bis in die Finalblöcke vor und belohnte ihren großen Kampfgeist mit einem hervorragenden 5. Platz.
Sonntag: Geburtstagskind macht Doppel-Gold perfekt
Der Sonntag brachte nicht nur heiße Kämpfe auf der Matte, sondern auch einen besonderen Grund zum Feiern: Lukas Wittmann feierte seinen Geburtstag – und beschenkte sich gleich selbst. Er trat erneut an, diesmal in seiner Stamm-Altersklasse U11 (-31 kg). Unbeeindruckt von den harten Kämpfen des Vortages marschierte er erneut ungeschlagen durch das Feld und holte sein zweites Gold an diesem Wochenende.
Lukas war jedoch nicht der einzige Ensdorfer Goldjunge am Sonntag: In der Klasse bis 43 kg der U11 drehte Luka Maisuradze mächtig auf. Mit tollen Wurftechniken dominierte er seine Kontrahenten nach Belieben, ließ im Finale keinen Zweifel aufkommen und sicherte der DJK das dritte Gold des Turniers.
Die exzellente Mannschaftsleistung am Sonntag rundete Benedikt Reiser in der Klasse bis 40 kg (U11) ab. Nach packenden Duellen in der Hauptrunde mobilisierte er im kleinen Finale noch einmal alle Kraftreserven, bezwang seinen Gegner vorzeitig und durfte sich stolz die Bronzemedaille umhängen lassen.
Ein solches Großturnier verlangt nicht nur den Kämpfern, sondern auch den Unparteiischen alles ab. Für die DJK Ensdorf war Emma Löffler als Kampfrichterin im unermüdlichen Einsatz. Wie extrem gefüllt die Listen im Glaspalast waren, zeigte sich am Samstag, als sie nach einem wahren Marathon-Wettkampftag erst um 23:40 Uhr die Matte verlassen konnte – ein starkes Zeichen für das ehrenamtliche Engagement im Verein.„Drei Goldmedaillen und ein fünfter Platz bei einem Turnier dieser Größenordnung mit 25 Nationen – das ist für ein reines Vereinsteam wie die DJK Ensdorf ein historisches Ergebnis. Wir sind unfassbar stolz auf die Entwicklung der Kids“, zog das sichtlich stolze Trainerteam am Sonntagabend Bilanz.