Was für eine beeindruckende Visitenkarte, die der Judo-Nachwuchs der DJK Ensdorf auf internationalem Top-Niveau abgegeben hat: Beim hochkarätig besetzten Solanin Cup im polnischen Nowa Sól trotzten drei Ensdorfer Geschwister der europäischen Elite. In einem gigantischen Teilnehmerfeld von 1.022 Kämpfern aus 13 Nationen und 99 Vereinen erkämpften sie sich auf acht Wettkampfmatten einen kompletten Medaillensatz sowie weiteres Edelmetall.
Ein wahres Mammutprogramm absolvierte Lukas Wittmann, der gleich in zwei Altersklassen auf die Matte ging. In seiner Stammklasse, der U11, war der junge Ensdorfer an diesem Tag eine Klasse für sich: Er dominierte das internationale Feld nach Belieben, entschied alle vier Kämpfe vorzeitig für sich und sicherte sich völlig verdient die Goldmedaille.
Doch damit nicht genug: Lukas wagte den Doppelstart in der älteren U13. Obwohl er dort zum jüngsten Jahrgang gehörte, marschierte er mit drei grandiosen Siegen in Folge erneut bis ins Finale durch. Nach einem packenden und extrem knappen Kampf musste er sich dort erst kurz vor Schluss geschlagen geben – der Gewinn der Silbermedaille in dieser höheren Altersklasse ist dennoch ein sensationeller Erfolg.
Schwester Lena stand ihrem Bruder in Sachen Ausdauer in nichts nach. Sie startete zunächst in der hart umkämpften U13 und biss sich durch ein starkes Teilnehmerfeld bis auf einen beachtlichen 7. Platz vor. Motiviert von diesem Ergebnis trat auch sie zu einem mutigen Doppelstart in der nächsthöheren Altersklasse U15 an. Hier wuchs Lena über sich hinaus, mobilisierte nach dem langen Wettkampftag alle Kräfte und belohnte sich nach einer tollen Siegesserie mit der hochverdienten Silbermedaille.
Den perfekten Tag für die sportliche Ensdorfer Familie rundete der Jüngste im Bunde ab. Jakob ging in der Altersklasse U9 an den Start. Mit viel Herz, großem Kampfgeist und sauberer Technik setzte er sich in den entscheidenden Begegnungen durch, bezwang die internationale Konkurrenz und durfte sich am Ende stolz die Bronzemedaille umhängen lassen.
Nach einem extrem langen, aber historisch erfolgreichen Wettkampftag traten die Ensdorfer Nachwuchs-Judoka müde, aber mit reichlich Edelmetall im Gepäck, die lange Heimreise in die Oberpfalz an.