„Ich bin Wolfram von Eschenbach, unt kann ein teil mit sange.“ So stellt sich der Dichter des mittelalterlichen Romans ‚Parzival‘ seinem Publikum vor. Wer dieser Wolfram war und woher er stammt, ist dennoch keineswegs sicher. Historische Belege über sein Leben gibt es nicht, und seinen eigenen Worten ist keineswegs immer zu glauben. Hinzu kommt eine Rezeptionsgeschichte, in der ihm alles Mögliche angedichtet wird. So wird er im Lauf der Jahrhunderte nicht bloß zum Antagonisten des Zauberers Klingsor, der als Figur des ‚Parzival‘ eigentlich seine eigene Schöpfung ist, sondern auch zum Protagonisten des ‚Wartburgkriegs‘ und schließlich, bei Richard Wagner, zum Verehrer der (heiligen) Elisabeth. Und welche Rolle spielt bei alledem sein Herkunftsort: Eschenbach?

Der Vortrag von Prof. Cordula Kropik vom Lehrstuhl für Germanistische Mittelalterforschung der Universität Bayreuth soll den legendenumwobenen Dichter vorstellen und dabei versuchen, ein wenig Licht ins Dunkel seines literarischen (Nach-)Lebens zu werfen. Er findet am Mittwoch, 18. März, ab 18:30 Uhr, im Kulturhof Taubnschuster in Eschenbach statt.