Eine mystische Wanderung hat sich der OWV Nabburg erkoren. Auf der gut sieben Kilometer langen Tanzackerrunde um Pertolzhofen gab es viel zu berichten und zu bestaunen. Zunächst führte der Weg an der Murach entlang auf dem bayerisch-böhmischen Freundschaftsweg an der sogenannten Eisenbahngrotte vorbei. Dort schlugen anfangs des 20. Jahrhundert italienische Gastarbeiter, die am Bau der Eisenbahnlinie Nabburg – Oberviechtach mitarbeiteten, eine Marienstatue in den Felsen. Nach zweimaliger Überquerung der Murach stieg der Wanderweg über Wiesen und durch Wälder stetig steil nach oben. Dabei konnte die elf Personen umfassende Wandergruppe eine herrliche Natur und die absolute Stille genießen. Auf halber Strecke erreichten die Wanderer den sogenannten Tanzacker. Ein mystischer Ort, an dem sich zwei tanzfreudige Mädchen auf ein Tänzchen mit dem Teufel einließen und dabei ihren Seelen elendig einbüßten. Mehrere in Eisen gegossene Statuen erzählen von einer mystischen und so dramatischen ausgehenden Sage. Vorbei am durch eine Scheibe gekennzeichneten „Dreiländereck” - hier treffen die Altlandkreise Nabburg, Oberviechtach und Neunburg v.W. aufeinander - ging es weiter hinunter Richtung Pertolzhofen. Ab hier wurde der steile Abstieg durch einen immerwährenden Blick auf die Burgruine Haus Murach belohnt. Nochmals passierte man dabei zwei mystische Orte. Zum einen ein Kalvarienberg mit uralten Steinbildnissen, zum anderen den Stein der Ewigkeit, auf dem die Geschichte eines Vogels, der einen Kristallstein abzuwetzen versucht dargestellt wird. Nach einer zweieinhalb stündigen Gehzeit und Überwindung von 180 Höhenmeter erreichte die Wandergruppe wieder ihren Ausgangpunkt an der Kunsthalle in Pertolzhofen. Anzumerken sei noch die hervorragende Ausschilderung und Markierung des Tanzacker Wanderweges.