Wandergruppe des OWV Nabburg am Theophiliusbrunnen, unweit vom Gipfel des Eixlberg bei Pfreimd. (Bild: Hans Rachwalik)

OWV Nabburg umrundet den Eixlberg

Herrliches Spätsommerwetter begleitete die zwölf Personen starke Wandergruppe des OWV Nabburg bei der Umrundung des Eixlberg bei Pfreimd. Vom Ausgangspunkt am Bahnhof Untersteinbach ging es zunächst etwas steil nach oben bis zum Rundweg mit der Nummer eins am Fuße des Eixlberg. Der weitere Weg führte hinunter zum Bachgrund des Kulmbach Richtung der Ortschaft Ziegelhütte. Normaler Weise begleitet hier ein ständiges Rauschen des vorgenannten Baches die Wanderer. Leider ist derzeit der Kulmbach, bedingt durch den sehr heißen Sommer, zu einem unbedeutenden Rinnsal verkommen. Mit einem stetigen Auf und Ab zeichnete sich der weitere Wanderweg aus. Nach gut der Hälfte verließ die Wandergruppe den vorgegebenen Weg und stieg hoch zum Theophiliusbrunnen. Eine Quelle knapp unterhalb des Eixlberggipfel, die an einem uralten Pilger- und Wallfahrerweg gelegen ist und als Trink- und Labungsquelle diente. Der Namen des Brunnes leitet sich vom Franziskanermönch Theophilius Kargerbauer ab. Dieser lebte im Franziskanerkloster Pfreimd und zelebrierte in den 1860er Jahren in der Wallfahrtskirche auf dem Eixlberg unzählige heilige Messen. Auf seinem Weg nach oben und nach unten stärkte sich Pater Theophilius an seiner „Quelle des Lebens”. Aber auch hier am Quellort merkt man den Klimawandel und den dadurch verursachten Mangel an Wasser. Derzeit kommt nur sehr wenig Wasser aus der Quelle hervor. Zurück auf dem eigentlichen Weg um den Eixlberg genossen die Wanderer die absolute Stille des Waldes. Nach einer Gehzeit von gut zwei Stunden erreichte die Wandergruppe den Ausgangspunkt in der Ortschaft Untersteinbach.
Wandergruppe des OWV Nabburg vor der Felsformation „Gottes Hände” im wildromantischen Lerautal bei Leuchtenberg. (Bild: Hans Rachwalik)

Durch das wildromantische Lerautal hoch nach Leuchtenberg

Es ist wohl einer der schönsten Landstriche in Deutschland. Gemeint ist das wild-romantische Lerautal unweit von Leuchtenberg. Geprägt von unzähligen phantasieanregenden Felsformationen, „Ewigem Rauschen” der Lerau und doch stillen Waldsteigen machen dort eine Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Abgehend vom Wanderparkplatz an der Ostmarkstraße (B 22) unterhalb Leuchtenberg genossen 15 Personen des OWV Nabburg diese außergewöhnliche Wanderung. Der Weg führte vorbei an der Felsformation „Hände Gottes”, über den aus Granitplatten geschaffenen Schafsteg hin zur Wolfslohklamm, ein weiters imposantes Gebilde aus Granitgestein. Dabei wurde die Wandergruppe immerzu vom „Ewigen Rauschen” des wild dahinfließenden Baches begleitet. Nach der Überquerung der Ostmarkstraße zog sich der weitere Weg stetig ansteigen hinauf zum „Teufels Butterfass”, wiederum eine sagenumwobene Felsformation. Dann erreichte man an der Felsgruppe „Hohes Bäuml” mit 541 Meter den höchsten Punkt der Wanderung. An einem ehemaligen, seit den 1970er Jahre aufgelassenen Steinbruch konnten sich die Wanderer ein Bild vom mühseligen Granitabbau und Abtransport in früherer Zeit machen. Über den Markt Leuchtenberg führte anschließend der Weg wieder hinunter zum Ausganspunkt an der Ostmarkstraße. Dabei musste die Wandergruppe nochmals an einer Felsformation vorbei. „Die Zwillinge”, zwei eng nebeneinanderstehende Felsen, bei denen man der Meinung sein könnte, dass sie „geklont” worden sind. Nach einer Wegstrecke von sieben Kilometer, Überwindung von 170 Höhenmeter und einer Gehzeit von nahezu drei Stunden erreichten die Wanderer ihren Ausgangs- und Endpunkt.
Feierabendspaziergänger des OWV Nabburg vor der Brünnl-Kirche, gut 2,5 Kilometer südlich der Stadt Nabburg. (Bild: Rainer Funker)

Historisches am Bünnl und rund um den Galgenberg

Ein Spaziergang am späten Freitagnachmittag, sommerliche Temperaturen, schattige Waldwege und eine abschließende Einkehr in einen Biergarten: Für eine 15-köpfige Wandergruppe des OWV Nabburg war das ein echter Feierabendgenuss. Ausgangspunkt der 6,5 Kilometer langen Wanderung war der Bahnhof Nabburg. Von dort ging es über den Poststeig und den Brünnlweg im Schatten oberhalb der alten Naab bis hin zur Wallfahrtskirche Maria Brünnl. Schon unterwegs gab es einiges über den abzweigenden Brünnl-Kreuzweg, die Vogelbrutstätten, die zunehmende Fledermauspopulation unterhalb des Galgenbergs und die Notwendigkeit, Wanderwege genau zu markieren, zu erzählen. Historisch wurde es dann an der Brünnlquelle, die gut zweieinhalb Kilometer südlich von Nabburg liegt. In ihrem Wasser erkannte der Nabburger Saliter (Salzsieder) Stephan Streitwein einst den hohen radioaktiven Radongehalt und die damit verbundene große Heilkraft, besonders gegen Augenleiden. Im Jahr 1696 errichtete er neben dieser Heilquelle eine kleine Marienkapelle. Wegen der rasch zunehmenden Wallfahrt von Menschen mit Augenleiden wurde 1694 oberhalb der Quelle eine größere Kirche – die jetzige Brünnlkirche – errichtet. Sie ist seither ein beliebter Wallfahrtsort mit traditionellen Festen wie dem Osterritt am Ostermontag und dem Patrozinium Maria Himmelfahrt am 15. August. Nach einer kurzen Rast und Besinnung führte die weitere Wegstrecke um den Galgenberg herum bis zum Parkplatz am Waldfriedhof. Von dort wechselten die Spaziergänger hinüber zum Nabburger Stadtteil Bergelshof und weiter über den Bergelshofer Steig hinunter zum Ausgangspunkt am Nabburger Bahnhof. Bei angenehmer, sommerlicher Biergartenatmosphäre im Gasthaus Sauerer fand der Abendspaziergang einen harmonischen Ausklang.
Die Spaziergänger des OWV Nabburg beim Einstieg in den Zwingerweg am Seyerleingarten. Mit auf dem Bild Irene Ehemann (vorne 2.v.l.), 2. Bürgermeisterin von Nabburg und zgl. Stadtführerin (Bild: Hans Rachwalik)

OWV Nabburg, Stadtumrundung auf mittelalterlichem Weg

Einen Abendspaziergang besonderer Art unternahm der OWV Nabburg am Freitagabend. Auf dem sogenannten Zwingerweg - dieser verläuft nahezu lückenlos zwischen der oberen und unteren Stadtmauer – wurde die Nabburger Altstadt umrundet. Aber nicht nur der gemütliche Spaziergang stand im Mittelpunkt, sondern geschichtliches und kulturelles wurde den 21 Spaziergängern dabei vermittelt. Irene Ehemann, Nabburgs zweite Bürgermeisterin und Stadtführerin erzählte von prähistorischen Fakten, Anekdoten aus früherer und neuerer Zeit und auch aktuelle Stadthemen wurden von ihr angesprochen. Ausgangspunkt des zweistündigen Spazierganges war der Seyerleingarten an der Nordseite der Stadtmauer. Schon hier wurde von Zeiten, in denen Slawen in Nabburg das Leben bestimmten berichtet. Weiter ging es im Uhrzeigersinn am Pulverturm vorbei über den östlichen Zwingerweg bis zu den Dechantstufen. Ein ständiger Blick runter ins Naabtal zu den Nabburger Stadtteilen Venedig, Perschen, Neusath und Diendorf begleitete die Spaziergänger. Immer wieder gab es Erklärungen und Erzählungen, wie zum Beispiel zum „Fleischtörl”, ein uraltes Tor zur oberen Stadt. Über die Dechantstufen und dem Unteren Markt erreicht man das Mähntor, ein Wahrzeichen der Stadt Nabburg. Dort ist auch der Eingang zum westlichen Teil des Zwingerweg eingelassen. Auch auf diesem Abschnitt des Weges herrschte eine besondere anheimelnde Atmosphäre mit Blick auf den alten Friedhof und der Friedhofskirche mit dem Storchennest. Längere Zeit verweilte die Gruppe im Spitalhof. Dort gab es viel zum Zehentstadel, Jugendwerk, zur Nabburger Spitalstiftung und zum Obertor zu erzählen. Im Schloßhof, in dem einst eine Burg stand, die damals Nabburg erst die Stadtrechte ermöglichte, fand dieser interessante Spaziergang seinen geschichtlichen Endpunkt. Im Gasthaus Zum Stern, ein alteingesessenes und traditionelles Nabburger Wirtshaus, saßen die Spaziergänger abschließend noch länger bei einem gemütlichen Abendessen zusammen.
Kleine Radlergruppe des OWV Nabburg im urigen Biergarten Gasthaus Kellermann Zangenstein (Bild: Hans Rachwalik)

OWV Nabburg, Genussradeln von Schönsee nach Nabburg

Diesmal nicht auf „Schusters Rappen” sondern auf Fahrrädern bewegten sich Mitglieder des OWV Nabburg. 52 Kilometer wurden dabei auf dem Bayerisch-Böhmischen Freundschaftsweg vom Marktplatz in Schönsee bis nach Nabburg bewältigt. Zunächst nutzte die sechsköpfige Radlergruppe den vom Bahnhof Nabburg abgehenden Zubringerbus nach Schönsee. Nahezu ständig auf der Trasse der ehemaligen „Bockl-Bahn” rollten die Radler durch eine herrliche Frühjahrslandschaft. Mal durch Felsformationen, dann durch lange schattenspendende Eichen- und Buchenwälder, auch durch weites Wiesen- und Ackergelände zog sich dieser ausgezeichnet präparierte und ausgeschilderte Rad- und Wanderweg durch die östliche Oberpfalz. Nachdem es zunächst meist leicht abfallend dahin ging, war es ein echtes Genussradeln ohne viel Kraftaufwendung. Markante Punkte wie die alte Dampflok aus dem Baujahr 1899 bei Oberviechtach, der Anblick der Burgruine Haus Murach und die Überreste der Trojaburg bei Uckersdorf belebten weiter die Radtour. Stimmungsvoll war dann die Mittagspause im urigen Biergarten des Gasthauses Kellermann in Zangenstein. Trafen dort mehrere Radlergruppe aufeinander und tauschte Radfahrerfahrungen aus. Leider mahnten triste Wetterprognosen für den späteren Nachmittag zu einem baldigen Aufbruch. Schon auf dem weiteren Weg über Altendorf, Schwarzach bis nach Wölsendorf musste gegen einen starken Gegenwind angekämpft werden. Im Naabtal bei Wölsendorf angekommen, drohten dann dunkle Gewitterwolken einen heftigen Wetterumschwung an. Gutes Timing bewiesen die Nabburger Radler am Ende der Radtour, denn just in dem Moment als man zu Hause ankam, brach auch schon ein Unwetter mit Blitz und Donner sowie Starkregen über das Naabtal herein.
Wandergruppe des OWV Nabburg vor dem Türkenfels, gelegen am Orchideenweg im Birgland. (Bild: Hans Rachwalik)

OWV Nabburg auf dem Orchideenweg im Birgland

Eine außergewöhnliche Wanderung erlebte der OWV Nabburg auf dem Orchideenweg im Grenzbereich zwischen der Oberpfalz und Mittelfranken. Als Ausgangs- und Endpunkt wurde der Wanderparkplatz bei Ammerried im sogenannten Birgland gewählt. Vereinsmitglied und Wanderführer Robert Herles, 36 Jahre Biologielehrer auf dem Gymnasium Nabburg, brachte der elf Personen umfassenden Wandergruppe mit seinem fundamentalen Wissen die im vorgenannten Gebiet vorhandene Pflanzenwelt nah. Nur dort im Birgland wachsen bedingt durch den sehr kalkhaltigen Wandboden, verteilt über die warmen Monate im Jahr 30 verschiedene Arten an Orchideen. Immer wieder fanden die Wanderer Orchideen, mal im Buschwuchs, mal einzeln dastehen entlang des gut markierten Waldweges vor. Auf Grund der detaillierten Ausführungen durch Robert Herles benötigte der OWV Nabburg für den 4,5 Kilometer langen Orchideenweg dann auch mehr als drei Stunden. Aber nicht nur die Pflanzenwelt, sondern auch der anspruchsvolle Wanderweg beeindrucken die Wanderer. Führte der Weg doch ständig auf und ab, über ausgeprägtes Wurzelwerk und an bizarren Felsformationen vorbei. Auch die auf halber Strecke liegende Burgruine Lichtenegg forderte durch einen sehr steilen Aufstieg die Wanderer. Ober angekommen zeigte sich dann ein unbegrenzter Rundblick bis hin zum Hohen Bogen im Bayerischen Wald. Kurz vor Ende der Wanderung gab es noch ein Highlight zu bestaunen. Auf einer geschützt daliegenden Waldwiese präsentierte sich ein in seiner bunten Vielfalt phantastisches Blumenmeer. In einem schönen Biergarten in der Ortschaft Fürnried fand diese außergewöhnliche und lehrreiche Wanderung bei hochsommerlichen Temperaturen einen gemütlichen Ausklang.
Forstdirektor Gregor Schießl, Bayerische Forstverwaltung Bamberg bei Ausführungen über den derzeitigen und künftigen Bestand des deutschen Wald. (Bild: Hans Rachwalik)

OWV Hauptverein Weiden mit informativer Wanderung am Kulm bei Nabburg

Am 14. Mai findet traditionell seit zehn Jahren deutschlandweit der Tag des Wanderns statt. Dies nutzte der OWV Hauptverein zu einer informativen Wanderveranstaltung am 626 Meter hohen Kulm, sieben Kilometer westlich von der Stadt Nabburg. Unter dem Motto „Wald und Waldbewirtschaftung im Wandel“ führte Ursa Versch, Hauptwanderwartin des OWV Weiden 18 Vereinsmitglieder aus den verschiedensten Zweigvereinen durch das geschlossene Waldgebiet um den Kulm. Als Referent konnte dazu Gregor Schießl, Forstdirektor bei der Bayerischen Forstverwaltung in Bamberg gewonnen werden. Dieser stellte auf verschiedenen Stationen und Beispielen das sensible Ökosystem des deutschen Waldes dar. Auch zeigte er auf, wie unser Wald durch veränderte klimatische Verhältnisse und Verbreitung von Schädlingen, wie zum Beispiel des Borkenkäfers immer mehr in Bedrängnis kommt. Zudem sagte Gregor Schießl klar voraus, wie unser Wald in Zukunft aussehen wird. Sollte dem raschen Klimawandel kein Einhalt geboten werden, verschwinden heimische Baumarten und Waldbestände innerhalb der nächsten 50 Jahre aus unserer gewohnten Natur. Auch berichtete Gregor Schießl von Versuchen, Baumarten, die den veränderten Klimaverhältnissen trotzen und sich anpassen in unsere Region anzupflanzen. Insgesamt machten vor allem die Einschätzungen und Aussagen zum herrschenden Klimawandel und deren Folgen die OWV-Mitglieder vor Ort sehr betroffen. Ein Jeder muss ab sofort seinen Beitrag dazu leisten, dass auch künftige Generationen den Wald in seiner Vielfalt und Schönheit nutzen und erleben kann. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung des OWV Hauptverein Weiden bei einem Abendessen im Gasthaus Zum Kulm.
OWV Nabburg auf dem Tanzacker, ein Sagen umwobener Ort oberhalb des Ortes Pertolzhofen (Bild: Hans Rachwalik)

Tanzacker - OWV Nabburg auf mystischen Wegen

Eine mystische Wanderung hat sich der OWV Nabburg erkoren. Auf der gut sieben Kilometer langen Tanzackerrunde um Pertolzhofen gab es viel zu berichten und zu bestaunen. Zunächst führte der Weg an der Murach entlang auf dem bayerisch-böhmischen Freundschaftsweg an der sogenannten Eisenbahngrotte vorbei. Dort schlugen anfangs des 20. Jahrhundert italienische Gastarbeiter, die am Bau der Eisenbahnlinie Nabburg – Oberviechtach mitarbeiteten, eine Marienstatue in den Felsen. Nach zweimaliger Überquerung der Murach stieg der Wanderweg über Wiesen und durch Wälder stetig steil nach oben. Dabei konnte die elf Personen umfassende Wandergruppe eine herrliche Natur und die absolute Stille genießen. Auf halber Strecke erreichten die Wanderer den sogenannten Tanzacker. Ein mystischer Ort, an dem sich zwei tanzfreudige Mädchen auf ein Tänzchen mit dem Teufel einließen und dabei ihren Seelen elendig einbüßten. Mehrere in Eisen gegossene Statuen erzählen von einer mystischen und so dramatischen ausgehenden Sage. Vorbei am durch eine Scheibe gekennzeichneten „Dreiländereck” - hier treffen die Altlandkreise Nabburg, Oberviechtach und Neunburg v.W. aufeinander - ging es weiter hinunter Richtung Pertolzhofen. Ab hier wurde der steile Abstieg durch einen immerwährenden Blick auf die Burgruine Haus Murach belohnt. Nochmals passierte man dabei zwei mystische Orte. Zum einen ein Kalvarienberg mit uralten Steinbildnissen, zum anderen den Stein der Ewigkeit, auf dem die Geschichte eines Vogels, der einen Kristallstein abzuwetzen versucht dargestellt wird. Nach einer zweieinhalb stündigen Gehzeit und Überwindung von 180 Höhenmeter erreichte die Wandergruppe wieder ihren Ausgangpunkt an der Kunsthalle in Pertolzhofen. Anzumerken sei noch die hervorragende Ausschilderung und Markierung des Tanzacker Wanderweges.
Besucher des traditionellen Festes des OWV Nabburg vor der vereinseigenen Hütte auf dem 626 Meter hohen Kulm bei Windpaißing  (Bild: Hans Rachwalik)

Viele Gäste beim traditionellen Kulmfest des OWV Nabburg

Überraschend viele Gäste konnten die Organisatoren des traditionellen, immer am 1. Mai stattfindenden Festes auf dem Kulm bei Windpaißing zählen. Schon vor der Mittagszeit waren nahezu alle Sitzplätze vor der vereinseigenen Hütte und dem Aussichtsturm besetzt. Viele nutzen den kurzen, jedoch steilen Aufstieg vom Parkplatz beim Gasthaus Am Kulm um auf den 626 m hohen Gipfel zu gelangen. Andere nahmen dagegen den sieben Kilometer lange Anmarschweg auf dem vereinsbetreuten Wanderweg von Nabburg her in Kauf. Bedingt durch das optimale Wanderwetter an diesem Maifeiertag trafen dazu immer wieder Wanderer, teilweise sogar in größeren Gruppen, am Platz vor der Kulmhütte ein. Gerade um die Mittagszeit hatte „Grillmeister“ Richard Hirsch alle Hände voll zu tun, um die mitgebrachten Steaks und Bratwürste zuzubereiten. Neben gut gekühlten Getränken lud eine auswahlreiche Kuchentheke und Kaffee die Besucher zum längeren Verweilen auf dem Kulmgipfel ein. Als Rahmenprogramm diente das Besteigen des knapp 20 Meter hohen Aussichtsturm und führte der Wanderwart des OWV Nabburg, Hans Rachwalik Kleingruppen auf dem gut 1,5 km langen Rundweg um den Kulm herum. Highlight hierbei der 616 m hohe Kulmstein mit Gipfelkreuz, der zu schönen Erinnerungsfotos genutzt wurde. Die Vorstandschaft um Rainer und Gitta Funker und Ludwig Blank zeigten sich am Ende des Tages absolut zufrieden mit dem Ablauf des Festes auf dem Kulm. Es bewahrheitete sich wieder: Wandern verbindet eine Vielzahl an Menschen.
OWV Nabburg bei einer historischen Maschine zur Herstellung von Nägel in Arzberg. (Bild: Hans Rachwalik)

OWV Nabburg durchwandert „G’steinigt“ im Sechsämterland

„G'steinigt” wird der Durchbruch des Flusses Röslau durch Formationen von Felsen nahe der Stadt Arzberg im Sechsländerland genannt. Vereinsmitglied Richard Hirsch, jahrelang im Schuldienst als Schulleiter in Arzberg tätig, führte die 15 Personen umfassende Wandergruppe aus Nabburg durch den „G'steinigt” und hoch zum 632 Meter hohen Kohlberg. Ausgangspunkt war das rote Rathaus der Stadt Arzberg. Zuvor gab Richard Hirsch noch einen geschichtlichen Überblick über das Aufstreben und dem Niedergang von Eisenerzabbau, Nagelfabrikation und Porzellanherstellung in der dortigen Region. An der mal dunkel und träge, dann wieder reißend und laut über Felsen dahinfließenden Röslau führte die Wanderung immer direkt am Ufer entlang durch den vorgenannten Durchbruch. Hierbei wurden durch starke Windbruchschäden das eigentlich sonst idyllische Bild des Wanderweges arg gestört. Über die in der Nähe von Elisenfeld gelegene Röslaubrücke ging es weg vom Fluß über einen anfangs sehr steilen Waldsteig hoch zur Waldenfelswarte auf dem 632 Meter hohen Kohlberg. Oben angekommen muteten sich eine handvoll Wanderer die 162 Stufen hoch zur 33 Meter hohen Aussichtskanzel des Aussichtsturmes zu. Von dort aus bot sich ein phantastischer Rundblick über die Region unmittelbar an der Grenze zu Tschechien. Nach dem Abstieg hinunter nach Arzberg gönnte sich die Wandergruppe ein sehr gutes Mittagessen im Gasthof „Zur Burg” in Hohenberg an der Eger. Mit einer kleinen Stadtführung durch Arzberg wurde diese Ganztagswanderung des OWV Nabburg abgeschlossen. Hierbei wurden vor allem Schwerpunkte wie Eisenerzabbau und das Wirken von Alexander von Humboldt in der Region um Arzberg gesetzt.
Wanderer des OWV Nabburg vor dem Naturdenkmal „Windloch” oberhalb des Marktes Lauterhofen. (Bild: Hans Rachwalik)

Windloch und „Sauere Zipfel“, OWV Nabburg wandert um Lauterhofen

Bei herrlichem Wanderwetter wanderte der OWV Nabburg durch ein Gebiet um den Markt Lauterhofen, gelegen im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz. Vereinsmitglied Franz Nibler, geboren und aufgewachsen in Lauterhofen führte die 17 Personen umfassende Wandergruppe auf der gut sieben Kilometer langen Kalvarienberg-Runde durch seine Heimat. Zügig bergauf ging es zunächst an drei im Jahr 1650 erbauten und von mächtigen Bäumen eingerahmten Kapellen zum Naturdenkmal „Windloch” hoch. Aus der 1,65 m breiten und 1,43 m hohen Öffnung soll vor Jahrtausenden Wasser ins sogenannte Lindeltal abgeflossen sein. Einer Dorfgeschichte nach erreicht man durch den Höhleneingang weiter die Nachbarortschaft Brunn. Versucht hat es ja noch keiner und auch bei der Nabburger Wandergruppe fand sich kein Mutiger, der es wagen wollte. Unten im Lindeltal angekommen durchwanderte die Gruppe einen harmonisch in die Natur eingebetteten Golfplatz. Hier zeigte sich, Sport und Natur können in Einklang gebracht werden. Wiederum aufwärts führte der Wanderweg durch eine weitläufige Hochebene. Diese wird nahezu ausschließlich als landwirtschaftliche Anbaufläche genutzt. Sehenswert hier, die vielen uralten und langen Heckenanpflanzungen, die die Ackerflächen von einer Winderosion schützen sollen. Nach etwas mehr als zwei Stunden Gehzeit erreichte der OWV Nabburg wieder den Ausgangspunkt der Wanderung am Marktplatz Lauterhofen. Im „Stoametzger”, ein altes und uriges Dorfwirtshaus wurden zur Brotzeit echte fränkische Bratwürste, mal als „Sauere Zipfel”, mal gebraten mit Kraut serviert. Ein echter kulinarischer Abschluss für eine empfehlenswerten Halbtageswanderung.
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