Mit einer eindrucksvollen Moderation von Silke Biegerl und lebensnahen Szenen der Schaukampfgruppe Schwertbrecher, lebte die Geschichte von Tännesberg rund um den Schloßberg auf. Wie Sagen und Legenden entstanden sind wurde von „Waschweibern und Bauern“ vorgetragen. Auch kriegerische Szenen und die Wehr der Bauern wurde dargestellt.
Die erste Ansiedlung war um 160 bis 400 nach Christus durch die Kelten, die durch germanische Stämme verdrängt wurden aber in der Völkerwanderung im 4. und 5. Jahrhundert mit anderen Stämmen verschmolzen.
Im 12. Jahrhundert wurde Tännesberg erstmals urkundlich erwähnt. Die Urkunde befindet sich im Traditionskodex des Klosters Reichenbach.
Nachdem die Diepoldinger Markgrafen ohne Erben starben traten die Grafen von Ortenburg das Erbe an und damit kamen die Paulsdorfer auf die Burg. Die Pfarrei Tännesberg wurde erstmals 1300 genannt, hervorgehend aus Unterlagen mit einem Streit des Etzgersrieder Pfarrers. Nach dem Verkauf der Burg an die Wittelsbacher 1394 wurde durch Pfalzgraf Johann 1412 das Marktrecht verliehen.
Von der Nähe zur „Goldenen Straße“ zwischen Prag und Nürnberg profitierte auch Tännesberg und kam so zu wirtschaftlichem Wohlstand. Die politische Bedeutung wurde durch den Bau der Ringmauer im Jahre 1570 unterstrichen.
St. Jodok, die diesem Heiligen gewidmet ist, wird urkundlich erst im Jahre 1550 erwähnt, als eine Lagebeschreibung der Kirche erfaßt wurde. Im 30-jährigen Krieg wurde sie komplett zerstört und erst 1689 in der heutige Form aufgebaut.
Im 30jährigen Krieg, wurde der Ort durch plünderische Truppen und den Schweden fast ausgelöscht. Dazu kam auch noch 1634 die Pest und Brände in den Jahren 1639 und 1642. Für den Wiederaufbau wurden die Überreste der großen Burg der Paulsdorfer als Baumaterial für neues Leben verwendet.
Sagen und Mythen ranken sich auch um die Burgen Wildstein und Kunzenstein. So sollen die Burgen mit unterirdischen Gängen verbunden sein.