Die Sänger von Sängerbund Kulmain und Chorgemeinschaft Pullenreuth-Lochau mit Chorleiterin Andrea Krauß und Chorleiter Alexander Hecht. (Bild: Alexander Hecht)

Erste gemeinsame Zoiglfahrt stärkt Chorgemeinschaft

Die Chorgemeinschaft Pullenreuth-Lochau und der Sängerbund Kulmain haben kürzlich erstmals gemeinsam eine Zoiglfahrt unternommen – und dabei eindrucksvoll gezeigt, wie sehr Musik verbindet. Ziel des geselligen Ausflugs war es nicht nur, den Zusammenhalt zwischen den beiden Chören zu stärken, sondern auch den Austausch unter den Sängern zu fördern und gleichzeitig Interesse bei interessierten neuen Mitgliedern zu wecken. Bei bester Stimmung führte die Fahrt zum Rechersimer Zoigl nach Röthenbach, bei dem neben kulinarischen Genüssen vor allem die Musik im Mittelpunkt stand. Immer wieder stimmten die Sänger bekannte und beliebte Chorsätze an – teils sogar auswendig. Die Darbietungen kamen bei den anwesenden Gästen sehr gut an und es gab reichlich Applaus. Die Freude am gemeinsamen Musizieren war während der gesamten Fahrt deutlich spürbar und trug maßgeblich zur lockeren und herzlichen Atmosphäre bei. Nach den fröhlichen Stunden zeigten sich beide Chöre entschlossen, die Zusammenarbeit weiter auszubauen. Bereits während der Zoiglfahrt wurden erste Pläne für weitere gemeinsame Aktivitäten geschmiedet. Im Fokus stehen dabei insbesondere die bevorstehenden gemeinsamen Proben für das Kreiskonzert im Oktober in Erbendorf. Mit der gelungenen Premiere der Zoiglfahrt haben die Chorgemeinschaft Pullenreuth-Lochau und der Sängerbund Kulmain nicht nur einen unterhaltsamen Nachmittag erlebt, sondern auch ein starkes Zeichen für Gemeinschaft, Engagement und die verbindende Kraft der Musik gesetzt. Singen tut einfach gut!
auf dem Bild sind die Ehejubilare des Jahres 2026, zusammen mit Pfarrer Julius Johnrose v.li., stellvertretender Pfarrgemeinderatssprecher Stefan Roth 3. v.li. und Arbeitskreis-Koordinator Ehe & Familie Richard König 2. v.li. (Bild: Alexander Hörl)

Ehejubilare feiern Dankgottesdienst in der Pfarreiengemeinschaft

Den ersten Teil der Feierlichkeiten haben die Eheleute schon am vergangenen Mittwoch erlebt, als sie zu einem Vortrag zum Thema „Weil die Liebe niemals endet“ mit Referent Andreas Holzfurtner eingeladen waren. Im zweiten Teil zogen die 24 Ehejubilare aus der Pfarreiengemeinschaft Neusorg-Pullenreuth gemeinsam mit Pfarrer Julius und den Ministranten vom Rathaus hinauf zur Pfarrkirche St. Martin in Pullenreuth. Dort angekommen, wurden die Jubilare von den zwei wartenden Ministranten mit einer Rose begrüßt. Als alle Platz genommen hatten, begrüßte der Geistliche mit folgenden Worten die Ehejubilare recht herzlich: „Der Herr, der uns alle täglich segnet, sei mit euch“. Weiter ging es dann mit der Lesung, die eine Jubilarin vorgetragen hatte. Nach dem Evangelium aus Johannes erzählte Pfarrer Julius den Ehejubilaren in seiner Predigt, dass sie es sind, die gemeinsam durch eine lange Zeit zusammen gelebt haben, egal ob über schöne oder über traurige Momente hielten sie zusammen, so er weiter. Nach dieser Predigt segnete der Geistliche die Ehejubilare, würdigte Ihre Lebenszeit und sprach ihnen Gottes Segen aus. Weiter ging es mit den Fürbitten, die von den Jubilaren vorgetragen worden sind. Bei der Kommunion konnten die Ehejubilare alle beide Gestalten der Kommunion in Empfang nehmen, was sie auch taten. Nach der Kommunion verlasen zwei Jubilarinnen im Wechsel eine besinnliche Meditation. Während des gesamten Gottesdienstes sang die Chorgemeinschaft Pullenreuth/Ebnath unter der Leitung von Alexander Hecht einige Lieder für die Ehejubilare. Mit Lieder wie „Blick vom Himmelsthron“ und dem gemeinsamen „Großer Gott, wir loben dich“ gaben sie ihr Bestes. Stefan Roth als Vertreter von Robert Bauer sprach ein paar nette Worte von der Pfarrgemeinderat und verglich die Ehe mit einer Kerze, die auch bei finsterer Zeit hell aufleuchtet. Seine Kollegen im Arbeitskreis Ehe und Familie überreichten noch eine Erinnerungskerze als Geschenk. Nach dem Schlusssegen ging es dann weiter zum gemeinsamen Mittagessen ins Schützenhaus Pullenreuth.


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Die Teilnehmer der BN Moorführung im Steinwald mit dem Förster Wolfgang Schödel. (Bild: Doris Burger)

Der Bund Naturschutz erkundet die unbekannten Moore im Steinwald

Großes Interesse fand am 17. Mai die Moorführung des BUND Naturschutz im Steinwald. Gemeinsam mit dem Naturpark Steinwald und der Steinwaldia führte Revierförster Wolfgang Schödel von den Bayerischen Staatsforsten die Teilnehmer zu drei unterschiedlichen Moorflächen im Revier Pullenreuth. Teilweise im Gänsemarsch ging es durch nasse und unwegsame Bereiche, bei denen Umsicht und Gleichgewicht gefragt waren. An mehreren Stationen gab er umfassenden Einblick in die Bedeutung der Moore für Natur, Klima und Wasserhaushalt. Dabei wurde deutlich: Obwohl Moore weltweit nur rund drei Prozent der Landfläche bedecken, speichern sie doppelt so viel CO₂ wie alle Wälder der Erde zusammen. Knapp vier Prozent der Fläche der Bayerischen Staatsforsten bestehen aus Mooren, im Revier Pullenreuth sind es etwa 100 Hektar. Gleichzeitig gelten 99 Prozent der Moore in Deutschland durch Entwässerung als degradiert. Rund 5,1 Prozent der deutschen CO₂-Emissionen stammen laut Schödel aus entwässerten Mooren – nach dem Energiesektor die zweitgrößte Treibhausgasquelle des Landes. Anschaulich erklärte der Förster, wie Moore entstehen und weshalb sie früher mit immensem körperlichem Aufwand entwässert wurden. Bereits in den 1990er Jahren begann im Steinwald unter einem früheren Revierleiter, Norbert Reger, die Renaturierung. Ausschlaggebend waren vor allem Naturschutzaspekte: Moore bieten als kalte, nasse und saure Lebensräume seltenen Arten wie Rauschbeere, Wollgras, Aufrechte-Moorspirke, zahlreichen Insekten, Spinnen, Kreuzottern oder dem Auerwild wichtige Rückzugsorte. Zudem übernehmen die Moore eine bedeutende Schwammfunktion und speichern Wasser. Gerade im Steinwald sei dies wichtig für die Wasserversorgung von der Gemeinde Pullenreuth. Vorgestellt wurden auch Maßnahmen der Wiedervernässung, etwa das Verfüllen kleinerer Gräben oder das Setzen sogenannter Plomben in größeren Entwässerungsgräben. Durch die stärkere Verdunstung entstehe im Sommer zudem ein spürbarer Kühleffekt für die umliegenden Waldflächen. Die große Teilnehmergruppe zeigte sich beeindruckt vom Fachwissen des Referenten und von Landschaften, die viele im Steinwald so nicht erwartet hätten.
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