In der guten Stube des Jugendheims referierte Josef Langgärtner. (Bild: Hans Wittmann)

Bürgerbegehren erklärt für die Jugend

Das Bürgerbegehren in Parkstein wirft auch unter den Jugendlichen des Marktes Fragen auf. Aus diesem Grund veranstaltete das Aktionsbündnis zukunftsorientierter Menschen einen Infoabend für Jugendliche und Junggebliebene im Jugendheim. Das Bündnis besteht aus Bürgerinnen und Bürgern, die die Fragen des Begehrens mit „NEIN“ beantworten werden. Des Weiteren schlossen sich dem Bündnis die SPD-Parkstein, die Grünen, die Freien Wähler und die Freie Wählergemeinschaft an. Vor ca. 40 Zuhörerinnen und Zuhörern begrüßte der Vorstandsvorsitzende der Bürgerenergiegenossenschaft Josef Langgärtner, auch 1. Bürgermeister Reinhard Sollfrank und 3. Bürgermeisterin Sonja Reichold. Langgärtner ging in seinem Vortrag auf die Entstehung und die Struktur der Bürgerenergiegenossenschaft ein. Er stellte den Zuhörern die Ziele und den Nutzen für die Bürger vor. Ebenfalls ging er auf das Ziel des Bürgerbegehrens ein. Als Konsequenz, sollte das Begehren dem Wortlaut entsprechend durch die Bürger entschieden werden, würde das investierte Kapital, das der Markt Parkstein bis heute investiert hat, und somit der Genossenschaft entzogen würde, zur Zerschlagung der Genossenschaft führen. Dieses Szenario würde auch zu finanziellen Verlusten für den Markt und seine Bürger führen. Er bat deshalb eindringlich im Bürgerbegehren mit „Nein“ abzustimmen. Durch das Ratsbegehren im Jahr 2021 hat die Bürgerenergiegenossenschaft den Auftrag zum Bau der Windräder bekommen. Ziel ist es ökologische und ökonomische Vorteile für die Bürger zu erreichen. Wie Langgärtner ausführte arbeiten alle Mitarbeiter der Genossenschaft ehrenamtlich und ohne Bezahlung. Man will den heutigen und zukünftigen Strombedarf für die Bürger und die Industriebetriebe nachhaltig erzeugen. Gewinne aus der Genossenschaft werden reinvestiert und an die Einleger ausbezahlt. Die Gemeinde profitiert auch durch die anfallende Gewerbesteuer und günstige Strompreise. In der intensiven Diskussion wurden vor allem technische Fragen der Jugendlichen beantwortet. Breiten Raum nahm auch das Thema Strom-Sharing ein. Ein neues Projekt für zukünftiges Energiemanagement. Laut Langgärtner ist Parkstein auch hier Vorreiter in Bayern mit einem Modell aus Österreich. Im Anschluss saß man noch gemütlich zusammen und es wurde reichlich gefachsimpelt. Die nächste Veranstaltung des Aktionsbündnisses findet am Mittwoch, 26.08. um 19.30 Uhr im Rathaussaal statt. Hierzu lud Langgärtner die gesamte Bevölkerung ein.


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Teilnehmer der Radwallfahrt (Bild: Angela Bösl)

3. Radwallfahrt der Pfarrei Parkstein nach Speinshart

Zum dritten Mal starteten auf Einladung des Pfarrgemeinderates Parkstein 27 Radfahrer, mit Pfarrer Pater James Mudakodil, bei sommerlichem Wetter, zur Radwallfahrt. Der Weg führte auf verkehrsarmen Nebenstrecken über Pressath und Zettlitz nach Speinshart. Nach der Ankunft erwartete die Radfahrer eine Kirchenführung mit Stadtpfarrer, Pater Johannes Bosco Florian Ernstberger durch die barocke Klosterkirche, sowie den Kreuzgang des Klosters. Pater Johannes, der dem Orden der Prämonstratenser in Speinshart angehört, schilderte den Teilnehmern unterhaltsam, die Geschichte des Klosters, von der Gründung im 12. Jahrhundert bis in die Neuzeit. Die Speinsharter Pfarr- und Klosterkirche zählt aufgrund ihrer reichen Stuckaturen im Innenraum zu den bedeutendsten Kirchenbauten des Barock Süddeutschland. Pater Johannes machte die Gruppe auf viele Details, wie fünfhundert Engeldarstellungen, in den Stuckarbeiten der prächtigen Innenausstattung aufmerksam, und erläuterte die Malereien. Im Anschluss an die Führung traf sich die Gruppe zu einer gemeinsamen Andacht. Alle Teilnehmer erhielten von Richard Beer, einen Anhänger als Erinnerung an die dritte Parksteiner Radwallfahrt. Bei einem gemütlichen Beisammensein im Klosterbiergarten war für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Frisch gestärkt ging es auf die Heimfahrt. Alle Teilnehmer freuten sich über einen schönen Tag, der den Zusammenhalt fördert und das Leben der Pfarrei lebendig gestaltet.
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