Mitglieder der OG Kirchenthumbach an der Quelle des Thumbach. (Bild: Rainer Knoll)

Emmausgang der Ortsgruppe Bund Naturschutz Kirchenthumbach entlang des Thumbachs

Traditionell findet am Ostermontag ein Gang nach Emmaus statt. Für die OG Kirchenthumbach war dies Anlass, einmal den Thumbach in Augenschein zu nehmen. Anlass war auch ein Dokument des Wasserwirtschaftsamts Weiden (WWA), das der OG vorliegt: „Umsetzungskonzept Creußen 1_F268“. In diesem offenbar wenig bekannten Papier sind allein 15 Maßnahmen zur Sanierung des Thumbachs definiert. Diese wollten sich die Umweltschützer unter Leitung von Reinhold Wilterius (1. Vorsitzender) einmal genauer anschauen. Startpunkt war die Quelle östlich von Neuzirkendorf (Bild 1). Hier fand die Gruppe den schönsten Abschnitt vor. Der Thumbach ist hier zwar noch ein Rinnsal und mäandert schön durch bewaldetes Gelände (Bild 2). Erste Lebewesen wurden gefunden, wie Bachkrebse, welche ein Indikator für gute Wasserqualität sind. Auch Frösche samt ihrem Laich. Das war es dann aber leider schon mit den Lebewesen. Auf der gesamten Strecke war nicht ein einziger Fisch zu sehen, auch nicht an Stellen, wo Mitglieder der OG schon als Kinder zahlreiche Fische beobachten konnten. Dafür aber an vielen Stellen Bauschutt (Bild 3), Plastikfolien, Altreifen (Bild 4). Kein schöner Anblick war für die Gruppe die Passage des Einlaufs der Kläranlage (Bild 5) in den Bach in Kirchenthumbach. Neben dem typischen Geruch des Abwassers sieht man im trüben Einlauf auch größere Partikel in der Einleitung und immer wieder bis weit flussabwärts Reste von Kosmetiktüchern oder Ähnlichem im Bachbett, ein wahrlich unappetitlicher Anblick. Hoffnung auf Besserung besteht allerdings zumindest für diesen Abschnitt durch die bereits beschlossene Sanierung der Kläranlage. Die Orte auf der Liste des WWA mit vorgesehenen Maßnahmen fand die OG unterstützenswert. So sollen beispielsweise alte Wehre beseitigt werden, Bachstürze abgeflacht, Durchführungen gereinigt und Teiche umgangen werden. Nach Meinung der OG alles sinnvolle Maßnahmen, um die Durchgängigkeit des Gewässers herzustellen und damit den Fischen die Chance zu geben, bachaufwärts zu schwimmen. Unbekannt ist der OG aber leider der chemische Zustand des Wassers. Hier sind die Umweltschützer der Meinung, dass an mehreren Stellen Proben zu ziehen seien, um die Wasserqualität zu überwachen. Die könnte nämlich auch ein Grund sein, warum auf der gesamten Strecke kein einziger Fisch zu sehen war. Die OG will an dem Thema dranbleiben, um diese Missstände beseitigen zu lassen.
SCK Trainer, Betreuer und Vorstandschaft haben an der Fortbildung zum Thema sexualisierte Gewalt teilgenommen.  (Bild: Daniel Kohl)

SC Kirchenthumbach setzt erneut auf Prävention und Verantwortung

Der SCK hat bereits zum zweiten Mal eine Trainerfortbildung zum Thema sexualisierte Gewalt im Sport durchgeführt und damit ein klares Zeichen für Prävention, Sensibilisierung und Verantwortung im Vereinsleben gesetzt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Trainerinnen und Trainer, Betreuerinnen und Betreuer sowie alle Verantwortlichen im Verein Anzeichen sexualisierter Gewalt erkennen, richtig einordnen und im Verdachtsfall angemessen handeln können. Gerade im Kinder- und Jugendbereich komme dem Schutz junger Menschen eine besonders hohe Bedeutung zu. Durchgeführt wurde der Vortrag von Angela Frank, Mitarbeiterin von Dornrose e.V. aus Weiden. In ihrem praxisnahen und zugleich sensiblen Vortrag vermittelte sie wichtige Grundlagen rund um Grenzverletzungen, Prävention, Handlungssicherheit und den verantwortungsvollen Umgang mit möglichen Verdachtsfällen. Dabei wurde deutlich, dass Präventionsarbeit nicht erst im Ernstfall beginne, sondern bereits im täglichen Miteinander, in klaren Regeln und in einer offenen Vereinskultur. Die erneute Durchführung der Fortbildung ist ein wichtiger Baustein im Schutzkonzept des SC Kirchenthumbach. Der Verein macht damit deutlich, dass der Schutz von Kindern und Jugendlichen nicht nur ein formaler Auftrag ist, sondern aktiv und nachhaltig gelebt werden soll. Zum Schutzkonzept des Vereins gehören neben solchen Schulungsmaßnahmen auch weitere konkrete Präventionsbausteine. Dazu zählt unter anderem die regelmäßige Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses durch Personen, die im Verein Verantwortung im Kinder- und Jugendbereich übernehmen. Darüber hinaus wird eine vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorbereitete Selbstverpflichtungserklärung eingesetzt, mit der Trainerinnen und Trainer sowie weitere Verantwortliche ihr Bewusstsein für einen respektvollen, achtsamen und grenzwahrenden Umgang mit Kindern und Jugendlichen unterstreichen. Mit der erneuten Fortbildung zeigt der SC Kirchenthumbach, dass Prävention ein fortlaufender Prozess ist, der Aufmerksamkeit, Wissen und klare Strukturen braucht. Der Verein übernimmt damit Verantwortung und stärkt das Vertrauen von Kindern, Jugendlichen, Eltern und allen Mitgliedern. Der SC Kirchenthumbach setzt so ein wichtiges Zeichen: Sport soll ein sicherer Ort sein – für alle.
Der VdK Ortsverband Kirchenthumbach bot eine Besichtigung des St. Michaels-Werks in Grafenwöhr an. Die Gruppe wurde durch Geschäftsführer Tassilo Heimberg (2. von links) durch die staatliche Berufsschule geführt. (Bild: Petra Lettner)

VdK Kirchenthumbach zu Gast im St. Michaels-Werk Grafenwöhr

Der VdK Ortsverband Kirchenthumbach unternahm kürzlich eine Führung im St. Michaels-Werk, Grafenwöhr und erhielt einen Einblick in die moderne, staatlich anerkannte Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung. Geschäftsführender Vorstand Tasillo Heimberg gab zunächst einen Einblick über die Einrichtung. Sie stehe auf fünf Säulen: Berufsschule, Internat, Jugendhilfe, Schulvorbereitende Einrichtung und Schulbegleitung. Die private, staatlich anerkannte Berufsschule vermittelt Basisqualifikationen und Grundkenntnisse in verschiedenen Berufsfeldern. Der Schwerpunkt liegt auf sonderpädagogischer Förderung im Bereich Lernen. Schüler können hier ihr Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) oder aber auch die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BVB) absolvieren. Im Anschluss begann der Rundgang durch die verschiedenen Fachbereiche. Die Besucher erhielten Einblicke in die Fahrzeug- und Metalltechnik, Anlagen-Sanitär-Heizung, Back- und Süßwaren sowie dem Lebensmittelhandwerk. Alles wurde anschaulich erklärt. Die technischen Einrichtungen zeigten den hohen Ausbildungsstandard. Heimberg beantwortete alle Fragen ausführlich. Dabei ging er auch auf die individuellen Förderkonzepte ein. Ein wichtiger Bestandteil ist die persönliche Betreuung der Schüler. Diese wird durch qualifiziertes Fachpersonal gewährleistet. Bevor es in die Mensa zu einer kleinen Brotzeit ging, wurde noch ein Flügel des Internats besichtigt und die Unterbringung der Schüler vorgestellt. Zum Abschluss ergriff der 2. Vorsitzende des VdK, Josef Regner das Wort. Er bedankte sich herzlich bei Heimberg für die Führung und übergab ein kleines Präsent.


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