Das Sammeln von Altpapier und Kartonagen hat bei der Kolpingfamilie eine jahrzehntelange Tradition. Dreimal im Jahr fahren Vereinsmitglieder mit Fahrzeugen, die örtliche Firmen zur Verfügung stellen, dazu alle
Straßen ab. Seit mehreren Jahren nimmt die Gemeinschaft auch Gebrauchtkleider und Schuhe in ihre Sammelaktion auf und lagert sie, gemeinsam mit den Inhalten der Sammelcontainer Stirnberg und Bauhof, im Vereinsheim ein. Von dort holt sie, bei rentabler Menge, mehrmals im Jahr ein Fahrzeug des Kolpingwerks zur weiteren Verwertung über Zweite-Hand-Läden ab.
Beim kürzlichen Abholtermin war die Verlademannschaft mit unangenehmen Sortieraufgaben gefordert. Neben Plastikfiguren, Spielsachen, Kleiderbügeln, Trinkgefäßen, Styropor und einer CD-Sammlung war sogar eine Kaffeemaschine in den Kleidersäcken versteckt. Die Kolpingmitglieder stellten sich die Frage, ob Teile der heutigen Wegwerfgesellschaft aus Bequemlichkeit nicht mehr fähig sind nicht mehr benötigte Gebrauchsartikel getrennt zu entsorgen und dafür auch die häusliche Abfalltonne zu nutzen. Ihr Appell: Nur unverschmutzte Gebrauchtkleider in reißfeste Beutel und Säcke zur Weiterverwendung bereitlegen.