Wahre Größe zeigt sich im Kleinen. Kinder der Staatlichen Realschule Kemnath gestalteten einen berührenden Familiengottesdienst zum 3. Advent – mit Schulspiel, Musik und viel Herz. (Bild: Maria Busch)

„Wahre Größe” – Realschüler gestalten Familiengottesdienst

Am dritten Adventssonntag wurde die katholische Kirche zum Ort stiller Wärme und großer Botschaften: Schülerinnen und Schüler der Klassen 5g und 6a der Staatlichen Realschule Kemnath gestalteten gemeinsam mit Pfarrvikar Dr. Eugen Yurchenko einen kindgerechten Familiengottesdienst, der viele Besucherinnen und Besucher sichtbar berührte. Unter dem Leitwort „Wahre Größe” zeigten die Kinder, worauf es im Advent wirklich ankommt – nicht auf äußeren Glanz, sondern auf Mitgefühl, Geduld und Menschlichkeit. Im Mittelpunkt stand ein liebevoll inszeniertes Schulspiel auf einem Adventsmarkt, das auf einer Weihnachtsgeschichte von Schülerin Anja Busch basierte. Zwischen dem Duft von gebrannten Mandeln und Bratwürsten erzählte die Szene von Menschen, für die selbst kleine Wünsche unerreichbar scheinen. Ein älterer Mann und ein Kind begegnen sich in ihrer Bedürftigkeit und erfahren, dass Teilen, Aufmerksamkeit und Güte mehr bedeuten als materieller Reichtum. Die eindringliche Darstellung machte deutlich: Jeder Mensch ist wertvoll – unabhängig davon, wie klein oder hilflos er sich fühlt. Passend dazu griffen Lesungen, Gebete und Fürbitten das Thema der „wahren Größe” auf. Werte wie Kameradschaft, Empathie und Nachhaltigkeit wurden nicht nur benannt, sondern sichtbar gelebt – ohne dass das „Ich” darunter litt. Im Gegenteil: Gerade im Miteinander zeigt sich wahre Größe. Musikalisch begleitet von Birgit Stiegler an der Orgel sowie der Blechbläsergruppe rund um Ivonne Walter entstand eine feierliche, adventliche Atmosphäre. Die Realschüler Tiana Vasileva sowie Mia und David Walter überzeugten dabei mit ihrem musikalischen Können. Der Gottesdienst verband Glauben mit konkretem Handeln: Vor und nach der Messe wurden Spenden für den Tierschutz sowie für die Kinder- und Jugendarbeit gesammelt. So wurde aus der Botschaft des Advents ein Zeichen gelebter Nächstenliebe – getragen von jungen Menschen mit großen Herzen.
Mit Gesang, Instrumenten und viel Herz brachten die Schülerinnen und Schüler der Ganztagesklasse 5g der Staatlichen Realschule Kemnath adventliche Stimmung ins Seniorenheim Haus Falkenstein – ein generationenübergreifendes Miteinander, das noch lange nachwirkte. (Bild: Maria Busch)

Adventliche Klänge im Haus Falkenstein

Mit warmen Stimmen, leuchtenden Augen und extra viel Herz erfüllten einige Kinder der Staatlichen Realschule Kemnath das Seniorenheim Haus Falkenstein in Kemnath mit wunderbar adventlicher Stimmung. Die Ganztagesklasse 5g war unter Leitung von Studienrätin Eva Heinrich zu Gast und präsentierte ein liebevoll einstudiertes Adventsmusical – eine besondere Premiere für die noch junge Klassengemeinschaft. Das Stück handelte von Kerzen, welche scheinbar wertlos und vergessen im Schrank lagen. Aber dank der kindlichen Neugier und Freude wurden sie doch noch gefunden und verliehen der Adventszeit ihren besonderen Glanz. Die Kinder begeisterten ihr Publikum mit Gesang, Instrumenten und spürbarer Freude. Schnell sprang der Funke über, und im Anschluss wurden gemeinsam altbekannte Weihnachtslieder angestimmt. Jung und Alt sangen Seite an Seite und ließen Erinnerungen und Vorfreude auf das Fest lebendig werden. Ein weiterer Höhepunkt war der anschließende Austausch über Weihnachten früher und heute. Dabei entstanden berührende Gespräche über unterschiedliche Lebenswelten, Traditionen und persönliche Erinnerungen. Elke Engl, Pflegedienstleitung, sowie Studienrätin und Klassenleitung Maria Busch hatten alle Hände voll zu tun, das Mikrofon weiterzureichen – so groß war das Mitteilungsbedürfnis auf beiden Seiten. Zum Abschluss wurden die Kinder von Einrichtungsleiterin Claudia Heier mit Schoko-Nikoläusen belohnt und mit großem Lob bedacht. Doch die schönsten Geschenke in dieser Stunde waren kostenlos und unbezahlbar zugleich: gemeinsame Zeit, generationenübergreifende Begegnungen und ein Lächeln, das man sich gegenseitig schenkte. Eine Bereicherung für alle Beteiligten – ganz im Sinne der Adventszeit.
Die Gewinner des Lesewettbewerbs zusammen mit Realschuldirektor Holger König und Studienrat Christian Frischholz (Fachbetreuer Deutsch). (Bild: Walter Thurn)

Starke Vorleser an der Realschule Kemnath

Am 4. Dezember fand an der Realschule am Tor zur Oberpfalz wieder der Vorlesewettbewerb der 6. Klassen statt. Heuer kam die fünfköpfige Jury, bestehend aus den beiden Fachschaftsleitern Ines Schedl und Christian Frischholz, Deutschlehrkraft Juliane Kraus sowie Vorjahressiegerin Fabienne Knaup und Schülersprecher Hans Bauer, mit den jeweiligen Klassensiegern sowie einem Stellvertreter in einem etwas kleineren Rahmen zusammen, um die besten Leser unter den Sechstklässlern zu ermitteln. In zwei Durchgängen mussten die Schüler sowohl einen eigenen Wahl- als auch einen unbekannten Fremdtext vortragen können. Ihre selbst gewählten Bücher reichten von „Die gefährlichen Weihnachtsmänner“ über „Willow“ bis zu Erin Hunters „Warrior Cats“. Von den sieben Vorlesern wurde der Jury ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Leseerlebnis dargeboten. Deutliche Aussprache, sinngemäße Betonung, angemessenes Lesetempo sowie ein lebendiger, stimmungsvoller Vortrag stellten für alle Teilnehmer quasi eine Selbstverständlichkeit dar, sodass die Entscheidung um den schulinternen Sieg am Ende denkbar knapp ausfiel. Letztlich erreichte Annika Kraus (Klasse 6d) verdient die höchste Punktzahl und konnte sich neben der Schulsiegerurkunde, die sie stolz entgegennahm, über einen Buchpreis freuen. Die strahlende Gewinnerin darf die ganze Schulfamilie der RTO beim kommenden Regionalentscheid vertreten und auch auf der nächsten Ebene ihr großes Lesetalent beweisen. Alle weiteren Vorleser erhielten neben einem Nikolaus und einer Urkunde des Klassensiegers ebenfalls ein Buch, das der Förderverein der Realschule finanzierte. Hierbei konnte sich jeder sich vom breit gefächerten Leseangebot, das vom Kemnather Bücherladen liebevoll zusammengestellt wurde, etwas Passendes aussuchen.
Rollentausch: Die Schülersanitäter unterrichteten die Lehrkräfte der Realschule Kemnath in fachgerechter Reanimation. (Bild: Maria Busch)

Erste Hilfe an der Realschule Kemnath

Unter dem Leitgedanken „Erste Hilfe – aktiv werden und sicher handeln” führte die Realschule Kemnath eine schulinterne Fortbildung durch. Schulleitung, Kollegium und Sekretariat vertieften einen Nachmittag lang ihr Wissen zu lebensrettenden Maßnahmen –praxisnah und auf den Schulalltag zugeschnitten. Viele Referenten kamen aus dem eigenen Haus. Ergänzt wurde das Team von Viktoria Seiler, ehemaliger Schülerin und heute Notfallsanitäterin. Nach einem Überblick zur Rechtslage folgte eine Vorstellung des Schulsanitätsdienstes, dessen Mitglieder einen erweiterten Erste-Hilfe-Kurs mit Theorie- und Praxisprüfung absolvieren. Anschließend durchliefen die Lehrkräfte fünf Stationen. Michael Knott und Hermann Daubenmerkl erklärten Gefahren beim Umgang mit Strom und den Einsatz von Feuerlöschern. Sebastian Vogel zeigte den Umgang mit starken Blutungen und Fremdkörpern sowie das Anlegen eines Druckverbands. Nico Arnold und Gertraud Burkhardt widmeten sich der psychischen Ersten Hilfe und boten mit ihrem kleinen „Wohlfühlareal” einen Ort zum Durchatmen. Frank Rothballer und Maria Busch demonstrierten Lagerungsarten für verletzte und bewusstlose Personen. An der fünften Station informierten Sabrina Drummer und Viktoria Seiler über Asthma, Hyperventilation, Unterzuckerung und die „Popcorn-Lunge”. Zum Abschluss zeigten die Schulsanitäter Fadi, Jette, Abi, Octavian und Kilian eine fachgerechte Reanimation. Ausbilderin Maria Busch betonte die Bedeutung der kontinuierlichen Herzdruckmassage. Ein AED könne unterstützen, ersetze jedoch nicht die Maßnahmen des Ersthelfers. Dank der Aktion „Schüler retten Leben” verfügt die Schule nun über acht neue Rettungspuppen, sodass künftig auch alle Schülerinnen und Schüler praxisnah geschult werden können – ganz im Sinne des Mottos: „Wir für uns und alle.”
In der „Bayerischen Pause“ betrachten Schülerinnen der Realschule Kemnath die eingereichten Fotobeiträge zum Wettbewerb. (Bild: Miriam Hollering)

SMV der Kemnather Realschule löst Versprechen ein

Im Nachgang der Oktoberfestgaudi der SMV der Realschule am Tor zur Oberpfalz fand nun die Übergabe der versprochenen Preise des Fotowettbewerbs statt. Die beiden Verbindungslehrerinnen Miriam Hollering und Juliane Kraus hatten im Herbst zu einer Pause im Stil des Oktoberfestes eingeladen: Die Schüler durften an diesem Tag in Tracht zum Unterricht kommen, beim Pausenverkauf gab es bayrische Brotzeiten und das Technik-Team sorgte für entsprechende Musik in der Aula, sodass die von Realschuldirektor Holger König an diesem Tag extra verlängerte Pause ganz im Zeichen des bayerischen Brauchtums und Tradition stand. Zudem hatte man einen Fotowettbewerb zum Thema „Bayern“ ausgeschrieben. Sehr viele Klassen hatten sich beteiligt und ihr kreatives Klassenfoto zum Motto bei der Jury eingereicht. Letztlich konnte sich die Klasse 5c den ersten Preis sichern und gewann damit ein leckeres bayerisches Frühstück. Die 9b und die 5g konnten sich mit ihren Beiträgen über eine süße Belohnung bzw. Schlüsselanhänger, Blöcke und Stifte des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie freuen. Und auf den weiteren Plätzen fanden sich die Klassen 7d, 8a, 10a und 10d wieder, denen als Lohn für ihre Mühe ein Adventskalender versprochen worden war. Pünktlich zum Start in den Dezember fand nun die Übergabe der herzlich verpackten Kalender statt, der den Schülern die Zeit bis Weihnachten versüßen wird. Auch Realschuldirektor Holger König lobte das Engagement: „Die liebevoll gestalteten Beiträge zeigen, mit welchem Gemeinschaftsgeist und welcher Wertschätzung unsere Schülerinnen und Schüler bayerisches Brauchtum an unserer Schule mit Leben erfüllen.“ Alle eingereichten Fotos des Wettbewerbs können übrigens am Elternsprechtag noch in der Aula der Schule eingehend bewundert werden.
Jessica Fachtan und Amelie Plannerer ehrenamtliches Engagement für den Weihnachtsbasar der Realschule Kemnath wird auch von der Schulleitung hoch geschätzt. (Bild: Maria Busch)

Herzensprojekt zum Weihnachtsbasar: Schülerinnen sammeln Spenden für Tafel und Tierschutz

Am 27. November lädt die Staatliche Realschule Kemnath von 16.30 bis 19 Uhr zum traditionellen Weihnachtsbasar ein – und schon jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Besonders engagiert zeigen sich in diesem Jahr zwei Schülerinnen: Jessica Fachtan und Amelie Plannerer. Ihre große Tierliebe motiviert sie, ihre Freizeit in den Dienst des guten Zwecks zu stellen. So fertigen die beiden unzählige Geschenkartikel, die sie am Basar gegen eine Spende anbieten. Ob weihnachtlich dekorierte Gläser für Hunde- und Katzenfreunde, Backmischungen für gebrannte Mandeln und Brownies, pfiffige Verpackungen für Verliebte, 3D-Druck-Präsente oder kreative Upcycling-Arbeiten – die Vielfalt beeindruckte Rektor Holger König und Konrektorin Julia Emmerling, die das außergewöhnliche Engagement der Mädchen sehr lobten. Besonders staunte die Schulleitung über originelle Vogelhäuschen aus alten Kanistern. Unterstützung erhalten die beiden von der Klasse 5g, welche mit ihren Tutorinnen Anja, Lina, Mara, Sophie und Theresa ebenfalls fleißig basteln. Sandra Hering, Zweite Realschulkonrektorin und Verantwortliche für die Ganztagsschule, schätzt diesen ehrenamtlichen Einsatz sehr. Gemeinsam mit der Klasse 5a unter Leitung von Kunstlehrkraft Silke Hertel sowie 3D-Spezialist Lukas Siegler entstehen die Boxen „Winterwunder der Hoffnung“ und „Winterzeit für dich“. Auch Schulhunde-Führerin Studienrätin Maria Busch begrüßt den uneigennützigen Einsatz der Mädchen und steht beratend zur Seite. Der Erlös aus Jessicas und Amelies Weihnachtsbude wird geteilt: Eine Hälfte geht an die Kemnather Tafel, die andere an den Tierschutz – ein echtes Herzensprojekt der beiden.
Schülerinnen und Schüler der zehnten Jahrgangsstufe der Realschule Kemnath während ihres Rundgangs über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Flossenbürg – ein Ort des Innehaltens und Nachdenkens. (Bild: Alexander Licha)

Erinnern, um wachsam zu bleiben – Zehntklässler besuchen Gedenkstätte Flossenbürg

Auch dieses Jahr hat die Fachschaft Geschichte an der Realschule am Tor zur Oberpfalz wieder eine Exkursion mit der gesamten zehnten Jahrgangsstufe nach Flossenbürg in die Gedenkstätte des dortigen Konzentrationslagers organisiert. Nachdem bereits in der neunten Jahrgangsstufe die Themen Nationalsozialismus, Judenverfolgung und Holocaust im Geschichtsunterricht intensiv besprochen wurden, erfuhren die Schülerinnen und Schüler in mehreren Führungen weitere Details über diesen geschichtsträchtigen Ort. Besonders die Einzelschicksale, die in der Dauerausstellung der ehemaligen Wäscherei sehr gut aufbereitet sind, blieben im Gedächtnis. Vor allem bei dem kalten, grauen Novemberwetter hinterließen der Appellplatz und das Krematorium einen nachhaltigen Eindruck auf die Jugendlichen. Die bedrückende Atmosphäre und das Bewusstsein, dass an diesem Ort unzählige Menschen unsägliches Leid erfahren mussten, machten das historische Geschehen greifbarer als jedes Schulbuch es je könnte. Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” ist es an der Staatlichen Realschule Kemnath gute Tradition sich bewusst mit der Geschichte auseinanderzusetzen und Verantwortung für die Gegenwart zu übernehmen. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Spannungen zunehmen und demokratische Werte zunehmend infrage gestellt werden, ist es wichtiger denn je, Haltung zu zeigen und für Toleranz, Menschlichkeit und Erinnerungskultur einzustehen. So bleibt der Besuch in Flossenbürg nicht nur ein geschichtlicher Unterrichtsgang, sondern auch eine Mahnung, wie zerbrechlich Frieden und Freiheit sein können – und dass alle dazu beitragen können, diese Werte zu bewahren.

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