„Mit der Klimastation haben wir eine eigene, regionale Entscheidungshilfe bekommen, um rechtzeitig auf Veränderungen reagieren und unsere Wasserversorgung für die Zukunft sicher stellen zu können“, unterstrich Bürgermeister Ludwig Gürtler die Bedeutung der Anlage. Als wichtigstes Gut bezeichnete stellvertretender Landrat Albert Nickl das nicht vermehrbare Wasser und lobte die Vorsorge für eine zukunftsorientierte Wasserversorgung. Wie schwierig es ist Grundwasser im kristallinen Gestein zu finden, erklärte Sachverständiger Dr. Klaus Dieter Raum, der die Tännesberger Wassergewinnung schon langjährig begleitet. So war der von Altbürgermeister Werner Braun initiierte Tiefbrunnen ein Glücksfall, der die Spitzen der Wasserversorgung ausreichend abdeckt. Auf die Entwicklung des Grundwassers ging Dr. Benjamin Kopp vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ein und befürchtet, dass aufgrund der Extremwetterereignisse die Quellschüttungen bis Mitte des Jahrhunderts um bis zu vierzig Prozent zurückgehen könnten. Die Funktionsweise des Lysimeters, das nur mit den notwendigen Instrumenten ausgestattet ist, erklärte Dr. Sascha Reth von der Herstellerfirma UGT aus Halbergmoos. Es erfasst unter anderem die Sickerwassermenge, die nach der Passage der belebten Bodenschicht zum Grundwasser abfließt. Die erfassten Werte werden dem Rechner im Wasserhäusl übermittelt und mit den Werten der Wetterstation und den elektronisch überwachten Quellen ausgewertet. Mit der Segnung der Klimastation durch Dekan Alexander Hösl, der die Einrichtung als für die Zukunft wichtig bezeichnete, wurde die Anlage offiziell in Betrieb genommen. Die Daten der Klimastation können über die Homepage des Marktes Tännesberg jederzeit eingesehen werden.