Neugierige Kinder, staunende Eltern und reger Andrang haben das Bild am Stand der Kreisgruppe Amberg im Landesjagdverband Bayern (KG Amberg) beim diesjährigen Amberger Kinderfest bestimmt. Gestartet ist damit auch der erste öffentliche Auftritt der „Wilden Schule“, dem Natur- und Umweltbildungsangebot der bayerischen Jäger für Kinder und Jugendliche. Schon von Weitem zog das abwechslungsreiche Mitmachangebot die Besucher an: Kinder ließen sich in vielerlei Tiere verwandeln, erklommen einen Hochsitz, entdeckten spielerisch die heimische Tierwelt und begegneten faszinierenden gefiederten Beutegreifern aus nächster Nähe. So wurde Natur für mehrere hundert Familien zu einem Erlebnis, das Wissen, Begeisterung und Mitmachen auf eindrucksvolle Weise miteinander verband. Zum Erfolg des Auftritts trugen auch die Absolventen der Ausbildung zum zertifizierten Natur- und Umweltpädagogen des Landesjagdverbands bei. Sie waren aus ganz Bayern nach Amberg gekommen, um gemeinsam mit den Mitgliedern der KG Amberg fundiertes Wissen über Natur, Wildtiere und Jagd spannend und kindgerecht zu vermitteln. Gleichzeitig feierte das neue Landesjagdverbands-Projekt „Wilde Schule“, das erst in diesem Jahr ins Leben gerufen worden ist, seine Premiere. Über sieben Stunden hinweg präsentierten die Waidleute ihr Bildungsangebot auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände und sie stießen bei großen wie kleinen Besuchern auf außerordentlich positive Resonanz. Der Informations- und Erlebnisstand bot zahlreiche Mitmachstationen für Kinder aller Altersgruppen. Mit allen Sinnen konnten sie die heimische Tier- und Pflanzenwelt entdecken. Beim Kinderschminken verwandelten sich die jungen Besucher in Füchse, Rehe, Dachse oder Eulen und die fantasievoll gestalteten Motive sorgten für ebenso bunte wie auch strahlende Gesichter. Wer sein Wissen testen wollte, war beim Wald- und Wildquiz genau richtig. Spannende Fragen rund um die heimische Tierwelt vermittelten auf unterhaltsame Weise Wissenswertes über Natur und Jagd. Großes Interesse weckte auch die Station mit Trophäen und Fellen. Hier konnten die Besucher etwa Fährten lesen und beurteilen, wobei die Kinder spielerisch lernten, die vielfältigen Tierspuren zu erkennen und den verschiedenen Wildarten richtig zuzuordnen. Ergänzt wurde das Wilde-Schule-Angebot mit dem Wildlandmobil aus Bamberg, das zahlreiche Präparate sowie interessante Informationen über Wildtiere bereithielt. Ein weiterer Publikumsmagnet war der eigens errichtete Kinder-Hochsitz, von dort aus konnten die jungen Naturforscher lebensnahe Wildtier-Darstellungen entdecken und so ihren Blick für die Natur schärfen. Für Begeisterung sorgten schließlich die Mitarbeiter der Wildtierauffangstation aus Kümmersbuch, die mit einem imposanten Steinadler und einem prächtigen Uhu vertreten waren. Organisiert wurde der gesamte Auftritt von Andreas Geilersdörfer, dritter Vorsitzender der KG Amberg, der gemeinsam mit zahlreichen Helfern für einen reibungslosen Ablauf der interaktiven Präsentation sorgte. „Es war sehr beeindruckend, diese kollektive Unterstützung mit Unterstützung von Waidleuten aus ganz Bayern erleben zu dürfen“, bekräftigt Geilersdörfer. Die Erwartungen hinsichtlich des Publikumszuspruchs seien mehr als erfüllt worden und dies mache Mut für weitere Aktionen in der Zukunft. „Die durchweg positive Resonanz der Besucher zeigte eindrucksvoll, wie groß das Interesse an Natur, Wildtieren und der Arbeit der Jägerschaft ist“, so der regionale Jagdfunktionär. Mit ihrem vielfältigen Angebot sei es der KG Amberg gemeinsam mit den Natur- und Umweltpädagogen der „Wilden Schule“ gelungen, Wissen anschaulich zu vermitteln, eventuell vorhandene Vorurteile abzubauen und Kinder wie Erwachsene für die heimische Natur zu begeistern. „Der erfolgreiche Auftritt beim Amberger Kinderfest machte einmal mehr deutlich, dass moderne Jagd und zeitgemäße Naturpädagogik Hand in Hand gehen und gemeinsam einen wertvollen Beitrag zur Umweltbildung leisten“, resümiert Geilersdörfer.