Trotz Drohnen und Digitalisierung: Die Ortskenntnis von Feldgeschworenen ist für die staatlichen Vermessungsämter in Bayern unverzichtbar! In feierlichem Rahmen ehrten deshalb Landrat Richard Reisinger und der Leiter des Amts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Amberg, Maximilian Kronen, verdiente Feldgeschworene im Landkreis Amberg-Sulzbach für ihre langjährigen ehrenamtlichen Dienste.
„Sie nehmen einen öffentlichen Auftrag wahr, der für den Freistaat Bayern viel Wert ist – und nebenbei auch noch jung hält! Trotz Drohnen und Digitalisierung ist Ihre Ortskenntnis unverzichtbar“, betonte Landrat Richard Reisinger laut Pressemitteilung des Landratsamts. Zusammen mit Vermessungsoberrat Maximilian Kronen würdigte Landrat Richard Reisinger die treuen Dienste der Jubilare und überreichte Ehrenurkunden im Namen des Bayerischen Staatsministers für Finanzen und Heimat, Albert Füracker.
Maximilian Kronen hob die zentrale Rolle der Feldgeschworenen hervor: „Sie sind die Brücke zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der staatlichen Vermessung. Ohne ihre Expertise wäre eine geordnete Katasterführung kaum denkbar.“ Die Ehrung fand im Torstüberl des Landratsamts Amberg-Sulzbach statt. Die Geehrten, die nicht zur Feierstunde kommen konnten, erhalten ihre Urkunden auf dem Postweg.
Geehrt wurden folgende Feldgeschworene:
Für 50 Jahre:
Johann Reng, Schnaittenbach
Für 40 Jahre:
Gerhard Regler, Edelsfeld
Für 25 Jahre:
Ella Prügel, Birgland
Josef Weiß, Traßlberg
Gerhard Schießl, Hohenburg
Ella Prügel, Birgland
Hintergrund:
Feldgeschworene wachen über die Grundstücksgrenzen und Fluren, setzen bzw. ersetzen Grenzsteine und vermitteln auch schon mal als unparteiische Dritte bei Grenzstreitigkeiten vor Ort. Dabei arbeiten sie eng mit den Ämtern für Digitalisierung, Breitband und Vermessung und den lokalen Behörden zusammen. Das Amt der Feldgeschworenen ist das älteste kommunale Ehrenamt in Bayern.