Der neue Vorstand der Amberger Grünen (Bild: Claudia Ried)

Jahreshauptversammlung der Amberger Grünen

Mehr Sichtbarkeit der politischen Arbeit, mehr Zusammenarbeit mit Amberger Vereinen und Gruppierungen, mehr Grün für Ambergs Innenstadt – darum und viele andere Themen ging es bei der Jahreshauptversammlung des Amberger Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen. Und natürlich gab es am 16. Juli im Winklerbräu auch Neuwahlen: Neu- und wiedergewählt wurde sowohl der grüne Vorstand als auch Beauftragte und Delegierte. Geleitet wurde die Wahl von Lucas Pöllinger, dem Bezirkssprecher der Oberpfälzer Grünen. Neu an der Spitze des Kreisverbands ist nun Simone Maaß – wenn auch alles andere als neu im Grünen Geschäft. Als Mitarbeiterin des Regensburger Landtagsabgeordneten Jürgen Mistol hat sie tiefe Einblicke in politische Zusammenhänge und ist bestens vernetzt. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Co-Kreissprecher Piet Gürtler, der einstimmig wiedergewählt wurde. Als Schriftführer wurde Ambergs Grünes Urgestein Hans-Jürgen Bumes gewählt, Ruth Kroll bleibt Schatzmeisterin. Unterstützt wird der Vorstand durch Beauftragte für Familien (Dr. Raphaela Etzold), Jugend (Florian Heil), Gesundheit (Dr. Günther Edenharter), Umwelt (Hans-Jürgen Bumes) und Mobilität (Johannes Schmidt). Das Amt des Rechnungsprüfers übernahmen Dr. Hans Friedl und Dr. Klaus Ebenburger. Die beiden Stadträtinnen Ina Schleicher und Claudia Ried hatten wegen der Trennung von Amt und Mandat bewusst nicht mehr für ein Amt im Kreisverband kandidiert.
Mustafa „Musti” Sugle (mitte) mit dem neuen ERSC-Vorstand Matthias Scherr (links) und dem 2.Vorstand Sebastian Gassner (rechts).  (Bild: Tanja Leber )

ERSC-Ehrenmitgliedschaft für scheidenden Mustafa Sugle
Langjähriger Vorsitzender kandidiert nicht mehr

Mehr als 20 Jahre war Mustafa Sugle in der Vorstandschaft des ERSC Amberg, davon dreizehn als erster Vorsitzender. An der Jahreshauptversammlung des Vereins gab Sugle nun bekannt, dass er nicht mehr für den Posten kandidieren werde. Sein Nachfolger wurde sein bisheriger Stellvertreter, Matthias Scherr. Als zweiter Vorsitzender wurde Sebastian Gassner gewählt. „Es ist an der Zeit für Veränderungen in der Vorstandschaft“, erklärte Sugle. Trotz aller Probleme oder Schwierigkeiten, sei es aber eine Zeit gewesen, die er nicht missen wolle: „Wir sind teilweise über die Jahre wie eine Familie geworden mit vielen Mitstreitern. Wir sind mit unserer 1. Mannschaft und dem Nachwuchs ein gesunder Verein. Aktuell stehen wir wirtschaftlich sehr solide da, haben keine Schulden“. Das bestätigt auch die langjährige Kassiererin, Doris Rosenblatt, die ebenfalls nicht mehr kandidierte: „Wir sind schuldenfrei, unser Haushalt ist absolut solide. Alles was auf der Bank ist, gehört uns und wir haben null Euro offene Verbindlichkeiten“. Besonders freute sich Sugle über die Entwicklung im Nachwuchs: „Mit der Meisterschaft der U17 ist ein Anfang gemacht. Wir haben qualifizierte Trainer und engagierte Eltern“, nennt Sugle einige Gründe. Zufrieden zeigte sich auch der Nachwuchsleiter, Nico Mußemann: „Grundsätzlich verlief das letzte Jahr positiv mit dem U17-Titel als Höhepunkt. Wir können kommende Saison alle Altersgruppen besetzen, teilweise in Spielgemeinschaften, teilweise sogar doppelt. Außerdem können wir die Trainerausbildung forcieren. Finanziell hatten wir leichte Gewinne, die reinvestiert werden“, erklärte Mußemann. Besonders freute sich der Nachwuchsleiter über mehr Eiszeiten: „Die Übernahme der Stadionbetreibung ist eine echt große Erleichterung“. Diese liegt in der Hand von Stadionmanager Frank Jakobi: „Bisher läuft das alles reibungslos. Wir konnten bereits viele Sachen anpacken und in Ordnung bringen. Das sieht man schon optisch, wenn man durchs Stadion geht. Wir haben dabei viele Investitionen bereits getätigt, die den Mannschaften aber auch den Besuchern zugutekommen. Finanziell ist aktuell ein leichtes Minus, das aber durch schon vorgezogene Arbeiten und Reparaturen geschuldet ist“, so Jakobi. Am Ende der Versammlung wurde Mustafa Sugle von den anwesenden Mitgliedern einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt.


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1. Hängebrücke, 2. Bodensee, 3.Wutachschlucht, 4-5.. Schluchtenweg, 6 Moormandl. (Bild: Maria Honig)

Am Bodensee und im tiefen Schwarzwald

Der Bayerische Wald-Verein und der DAV unternahmen eine Wanderwoche in den tiefen Schwarzwald und an den Bodensee. Ausgerechnet die heißesten Temperaturen des Sommers gab es in der Wander- und Kulturwoche. Hoch oben am Feldberg ging es dann Richtung Todtnau auf dem Wasserfallsteig, entlang und bergab den schmalen Steig an den kühlenden Wasserfällen entlang, immer wieder wurde die Nähe des erfrischenden Wassers gesucht. Durch viel Wald und immer wieder mit schönem Ausblick auf die tiefen, dunklen Täler. Danach ging es zum Fahler Wasserfall, er fällt 97 Meter in die Tiefe, und von der Wildline Hängebrücke, 380 Meter lang und 60 Meter über dem Boden, das wackelt und der Herzschlag wird höher. Nicht für jeden ein Vergnügen. Das Schwäbische Meer lag glänzend in der Sonne mit seinem türkisfarbenen Wasser und der Weite ist eine Augenweide. Bei der Wanderung durch die Weinberge gab es immer den herrlichen Blick zum und über den See, das ist Urlaub pur und lässt die Hitzeanstrengung ein wenig erträglicher machen. Die Gruppe, die nicht mit im Weinberg war, machte einen Stadtbummel und besichtigte Meersburg. Die Nase in dem Wind bei der Überfahrt mit der Fähre nach Konstanz war sehr erfrischend. Im kühlen Reisebus ging es zum Ursprung der Donau, nach Donaueschingen. So klein fängt auch die große Donau an. Wer im Schwarzwald wandern geht, muss in der Wutachschlucht gewesen sein, mit ihrer Vielfalt an Pflanzen-, Blüten- und Farnenwelt ist sie seit 1939 schon Naturschutzgebiet. Und es stimmt, am schmalen Grat an der großen Felsenwand entlang, unter den Wanderern der Fluss, die Wutach, angenehm kühl und schattig war es dort. Über viele Brücken mussten wir dann gehen in dem 3-Schluchten-Weg, aber steil, rutschig und eng ging es bis zum Ende. In der Mitte eine alte ausgediente Mühle, als Gasthaus umgebaut, war ein herrlicher Zwischenstopp. Vom Hochmoor und den Skisprungschanzen von Hinterzarten wanderte dann eine kleine Gruppe über den Berg zum Titisee, einige gingen baden, die anderen machten die Uferpromenade unsicher. Auf der Heimfahrt stand Freiburg mit Besichtigung auf dem Programm. Mit ihrem schönen Dom und der langen Geschichte, den schönen Bürgerhäusern, mit Gold verzierten Gittern vor den Fenstern ließ auf reiche Handelsleute ahnen. Süß waren auch die kleinen Kanäle zwischen den Straßen der Altstadt, wenn sie auch früher einem anderen Zweck dienten, nicht tief, aber immer für eine Erfrischung der Füße gut. So ging auch der heißeste Urlaub zu Ende und der Südschwarzwald hat viel zu bieten.
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