KIrche St. Ägidius in Aschach mit dem Bild ihres Namenspatron auf dem Hochaltar und den beiden Seitenaltären. (Bild: Alfred Schorner)

St. Ägidius Kirche feiert Schutzpatron-Tag

St. Ägidius, dessen Gedenktag alljährlich am 1. September begangen wird, ist der Schutzpatron der ehemaligen Pfarrkirche in Aschach. Dem Heiligen war bereits die Vorgängerkirche, der jetzigen in den Jahren 1749 bis 1755 erbauten Nebenkirche geweiht. Er ist der Patron der Hirten, des Viehs und auch der stillenden Mütter. Nach Überlieferungen soll er um 640 in Athen geboren sein. Er verließ seine griechische Heimat und lebte jahrelange in der Diözese von Nîmes in Frankreich als Einsiedler in einer Höhle an der Mündung der Rhone in das Mittelmeer. Der Legende nach nährte ihn durch Gottes Fügung eine Hirschkuh mit Milch. Während einer Jagd des Westgotenkönigs Wamba flüchtete diese Hirschkuh zu Ägidius, der sich schützend vor das Tier stellte und so versehentlich von einem Pfeil getroffen wurde. Um seine Schuld zu tilgen, gestattete der Monarch dem Verletzten, nach seiner Genesung ein Kloster zu gründen. Der um 680 erbauten Benektinerabei von St. Giles stand Ägidius bis zu seinem Tode am 1. September 720 als Abt vor. Die Aschacher Kirche ist im Kern eine romanische Chorkirche mit barocken Altären. Das Altarbild, auf dem aus der Zeit um 1776 im Rokokostil gestalteten Hochaltar, zeigt die gemalte Darstellung des Kirchenpatrons St. Ägidius mit der Hirschkuh von Sebastian Holzner aus Amberg von 1884. Über den seitlichen Durchlässen zur Sakristei befinden sich die Figuren des Hl. Sebastian und des Hl. Rochus. Zwei weitere Nebenaltäre ebenfalls im Stil des Rokokos zeigen die Nazarengemälde mit der Hl. Maria und dem Hl. Antonius. Auch sie sind mit weiteren Seitenfiguren geschmückt. Gottesdienste finden wöchentlich am Donnerstag sowie an Samstagen statt. Das Patrozinium wird am Dienstag um 18,00 Uhr mit einem festlichen Gottesdienst und anschließender stiller Anbetung begangen.
Zu Ehren des Hl. Donatus feierte Kaplan Marvin Schwedler mit vielen Gläubigen in Aschach den Gottesdienst an der gleichnamigen Kapelle.  (Bild: Alfred Schorner)

Zu Ehren des Hl. Donatus wurde in Aschach gefeiert

Wohl schon seit Jahrhunderten wird im Gebiet um Aschach Donatus, der Katakombenheilige von Münstereifel, verehrt. Aus dem Leben des Heiligen ist nicht viel bekannt. In einem römischen Martyrologium wird Donatus als einer der vielen Märtyrer Roms um 300 nach Christus erwähnt, der in den Katakomben Roms seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Er gilt als Schutzpatron gegen Unwetter und Blitzschlag. Ihm zu Ehren finden sich alljährlich jeden dritten Sonntag im Juli eines Jahres die Gläubigen zu einem Festgottesdienst an der Kapelle, gelegen am Jubiläumswanderweg Amberg-Schnaittenbach, ein. Die Eucharistie feierte in diesem Jahr erstmals Kaplan Marvin Schwedler, musikalisch begleitet von Kornelia Scharl mit ihren Musikkindern. In seiner Predigt nannte er als wichtigste Botschaft dieses Festes, dass nicht alles in unserer Hand liege. Gerade deshalb sind Kapellen wie die Aschacher Donatuskapelle so wichtig. Mitten in der Landschaft stehend, erinnern sie daran, zwischen Arbeit und Alltag, zwischen Feldern und Straßen, zwischen Erfolgen und Sorgen. Die mitfeiernden Gottesdienstbesucher seien mit ihrer Freude und ihrem Dank gekommen. Aber auch mit ihren Sorgen, mit der Bitte um gutes Wetter, mit der Hoffnung auf eine gute Ernte, mit der Angst vor Gewitter, Hagel oder Dürre. Haben doch die Menschen die Natur nicht in der Hand, bei einem Hagelschauer, einem Starkregen oder wochenlanger Trockenheit merken sie dies. Der Hl. Donatus erinnert sie daran. Nicht daran, Angst vor dem Wetter zu haben. Sondern darauf zu vertrauen, dass Gott ihr Leben trägt, auch dann, wenn sie nicht alles kontrollieren können. Und wenn sie ehrlich zu sich sind, nicht nur das Wetter ist unberechenbar, auch das Leben. Der Hl. Donatus will sie daran erinnern, ihr Vertrauen immer wieder neu auf Gott zu setzen. Nachdem Kaplan Schwedler am Ende des Gottesdienstes noch die auf dem Bolzplatz abgestellten Fahrzeuge gesegnet hatte, erfolgte der Übergang zur weltlichen Feier.
Die Pfarrei Aschach-Raigering verabschiedet ihre Pfarrgemeinderäte (vorne von links) Christian Schwab, Daniela Weiß (hinten von links) Pfarrer Josef Irlbacher, Pfarrgemeinderatssprecherin Kerstin Püschl, Kirchenpfleger KLaus Donhauser (nicht auf dem Bild: Julia Feiler). (Bild: Alfred Schorner)

Pfarrei Aschach-Raigering verabschiedet ihre Pfarrgemeinderäte

Beim Sonntagsgottesdienst in der Aschacher Kirche wurden drei Mitglieder des Pfarrgemeinderates (PGR) Aschach-Raigering verabschiedet. Pfarrer Josef Irlbacher würdigte das Wirken der ehemaligen Mitarbeiter und fand dabei wertschätzende Worte, dass diese durch ihr Einbringen ihrer Ideen und ihr Engagement das öffentliche Leben in der Pfarrei mitgestaltet hätten. Pfarrgemeinderatssprecherin Kerstin Püschl bedankte sich für die ehrenamtliche Tätigkeit im Gremium und lobte den festen Zusammenhalt. Mit immer guten Beiträgen nahmen die zu Verabschiedenden an den Pfarrgemeinderatssitzungen teil, die im acht- bis zehnwöchigen Turnus stattfanden. Verabschiedet wurde Daniela Weiß aus Immenstetten, die in ihrer achtjähriger Zugehörigkeit bei allen Festen im Einsatz war. Wieder ins Leben gerufen hatte sie den Seniorenkreis, der sich zweiwöchentlich unter ihrer Leitung im Pfarrsaal Raigering trifft. Dabei werden die Frauen und Männer ab 65 Jahren nach einer kurzen Stuhlgymnastik mit Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde verwöhnt. Das Schöne daran ist, dass sie dieses Zusammentreffen auch nach ihrem Ausscheiden aus dem PGR beibehält. Julia Feiler aus Aschach scheidet nach einer Wahlperiode aus. Ihre Aufgabe war es sich bei den Familiengottesdiensten und bei den Ministranten-Aktionen zu engagieren. Sie bleibt auch weiterhin den Familienkreis erhalten. Ebenfalls vier Jahre war Christian Schwab aus Immenstetten dabei. Ihn konnte man bei den Festivitäten für Getränkeausschank und zum Bratwurst braten gewinnen, was er auch künftig machen würde. . Die Verabschiedenden erhielten eine Dankurkunde des Bischofs, mit unterzeichnet durch Pfarrer Josef Irlbacher und der Sprecherin des PGR Kerstin Püschl. Mit Applaus verabschiedeten die Kirchenbesucher die scheidenden Mitglieder und dankten ihnen damit für ihre engagierte Mitarbeit in der Pfarrei.
Die neue Ministrantenfahne der Pfarrei Aschach-Raigering, ein sichtbares Zeichen des Glaubens und der Verbundenheit, erhält ihre Weihe durch Kaplan Marvin Schwedler. (Bild: Alfred Schorner)

Eine Fahne für die Ministranten Aschach-Raigering

Künftig wird die Ministranten*innen der Pfarrei Aschach-Raigering bei Festen, Prozessionen und besonderen Gottesdiensten, als Ausdruck ihres Glaubens und ihrer Verbundenheit mit der Pfarrgemeinde und der Pfarreiengemeinschaft eine Fahne begleiten. Anlässlich des Pfarrfestes St. Josef erhielt die im Digitaldruck gefertigte Fahne bei einem Festgottesdienst ihre kirchliche Weihe. In Zelebration von Pfarrer Josef Irlbacher und Kaplan Marvin Schwedler und musikalischer Begleitung durch Kathrin Farnbauer an der Orgel und dem Posaunenchor der Paulanerkirche unter der Leitung von Jasmin Hiltl hatten dazu die örtlichen Vereine mit ihren farbenprächtigen Fahnen um den Altar Aufstellung genommen. Die ursprüngliche Idee von Jürgen und Sabine Baldauf, eine Fahne zu beschaffen, stieß bei den beiden Seelsorgern, der Kirchenverwaltung und dem Pfarrgemeinderat auf breite Unterstützung. Derzeit zählen 46 junge Mädchen und Buben, geleitet durch die Oberministranten Liora Steinl, Andreas Baldauf, Emma Walz und Paul Drexler, zu einer lebendigen Gemeinschaft , deren Dienst oft leise geschieht und doch unverzichtbar ist. Die Fahne zeigt auf der Vorderseite die Silhouetten des Pfarrzentrums St. Josef und auf der Rückseite die Abbildungen der beiden Kirchenpatrone des Hl. Josef (Raigering)und St. Ägidius (Aschach) Passend zur Fahnenweihe stimmten die zahlreichen Kirchenbesucher nach der kirchlichen Segnung durch Kaplan Schwedler in die Bayernhyme ein, um nach dem Gottesdienst bei herrlichen Sonnenschein auf dem Kirchenvorplatz weiter zu feiern.
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