Kaplan Schwedler an der zweiten Segensstation der Fronleichnamsprozession (Bild: Conny Heldmann)

Fronleichnam im Kuratbenefizium Paulsdorf

Schon am Vorabend haben viele, helfende Hände dafür gesorgt, dass die Kirche und die Straßen Paulsdorfs festlich geschmückt sind. Wie jedes Jahr haben die Ministranten, die Erstkommunionkinder und der Benefizumsrat mit viel Liebe und Hingabe drei farbenfrohe Blumenteppiche aus Blüten, Sand und anderen Naturmaterialien gestaltet. Das Fest Fronleichnam begann mit einem feierlichen Gottesdienst in der Kirche St. Peter und Paul. Kaplan Marvin Schwedler überraschte die Gläubigen in seiner Predigt zu Beginn mit einer Rechenaufgabe, um anschließend mit einer kritischen Frage zum Nachdenken anzuregen: „Warum erkennen wir den eigentlichen Wert von etwas oft erst, wenn es fehlt, wenn es nicht mehr da ist?” Sei es unsere Gesundheit, unsere Heimat, liebe Menschen, oder eben die Kirche und unser Glaube. Vieles ist für uns selbstverständlich geworden. Zahlreiche Gläubige, Vereine und Gruppen machten sich im Anschluss an den Gottesdienst auf den Weg und begleiteten das Allerheiligste betend und singend bei der Prozession und haben so gezeigt: Gott ist nicht nur in der Kirche, unser Glaube ist lebendig und sichtbar. An den vier vorbereiteten Altären wurde haltgemacht und für die Anliegen der Menschen vor Ort, unsere Gesellschaft, für die Schöpfung, die Natur und die Kirche gebetet. Den feierlichen Abschluss dieses kirchlichen Hochfestes bildete das „Te Deum” in der Kirche und das Singen der Bayernhymne. Es hat sich wieder gezeigt, wie eng Glaube, Gemeinschaft und Tradition miteinander verbunden sind.
Die Pilgergruppe nach ihrem Abschlussgottesdienst  (Bild: Conny Heldmann)

Pfarrwallfahrt nach Malta - das Kuratbenefizium Paulsdorf auf den Spuren des Apostels Paulus

Vom 7. bis 11. Februar machte sich eine Pilgergruppe aus Paulsdorf gemeinsam mit ihrem Kaplan Marvin Schwedler auf den Weg nach Malta, um sich auf die Spuren des eigenen Pfarrpatrons zu begeben. Ziel der Reise war jene Insel, auf der der Apostel im Jahr 60 n. Chr. auf seinem Weg nach Rom Schiffbruch erlitt und anschließend drei Monate lang lebte und wirkte. In dieser Zeit soll der Völkerapostel dort den christlichen Glauben verbreitet haben und ist nicht umsonst der Schutzpatron der Insel Malta. Zu Beginn der Reise feierte die Gruppe eine kleine Andacht in der Kapelle des Münchener Flughafens. Auf Malta angekommen wurden die Pilger von Sonne und viel Wind begrüßt. Sie besuchten in den vier Tagen alle historischen Stätten, die mit dem Wirken des Apostels dort verbunden sind, wie die Paulus-Grotte, in der er der Überlieferung nach gefangen gehalten wurde. Zahlreiche Kirchen und Denkmäler zeugen von der Verehrung des heiligen Paulus. Auch die Mitfeier eines maltesischen Sonntagsgottesdienstes in der St. Paul’s Kathedrale durfte nicht fehlen. Die Hauptstadt Valletta beeindruckte durch ihre reiche Geschichte und Kultur, den malerischen, steilen Gassen und der besonderen Lage an zwei Häfen. Höhepunkt der Reise war schließlich das „Fest des Schiffbruch des heiligen Paulus“ am 10. Februar, einem der wichtigsten religiösen Feiertage auf Malta. In Valletta, rund um die „Paulus-Schiffbruchkirche“ erlebte die Pilgergruppe ein eindrucksvolles Fest, das die tiefe Verbundenheit der Malteser zu ihrem Patron spürbar werden ließ: Mit viel Jubel, Blasmusik, Konfetti und Feuerwerk wurde die Statue des heiligen Paulus in einer feierlichen Prozession durch die Gassen der Hauptstadt getragen. Ein Ereignis, das den lebendigen Glauben der maltesischen Kirche auf beeindruckende Weise zeigte. Am Tag der Abreise durfte Kaplan Schwedler mit seiner Gruppe noch einen Gottesdienst in der Pauluskirche in Valletta feiern. Gestärkt in ihrem Glauben, dankbar für die Gastfreundschaft und dankbar für die erlebte Gemeinschaft, besonders auch bei den gemeinsamen Abendessen, kehrten die Pilger wohlbehalten nach Hause zurück. Die vielen, schönen Eindrücke werden noch lange in Erinnerung bleiben.
Stimmung am Friedhof während der Gräbersegnung  (Bild: Conny Heldmann)

Das Leben etwas heller machen - Allerheiligen in Paulsdorf

Die Gläubigen des Kuratbenefiziums Paulsdorf haben Allerheiligen dieses Jahr in einer besonderen Atmosphäre gefeiert. In der stimmungsvoll beleuchteten Kirche zelebrierte Kaplan Marvin Schwedler zuerst den Gottesdienst. In seiner Predigt ging er auf das Thema „Heiligkeit” ein. Er verglich die Heiligen mit Superhelden, die man aus Kinofilmen kennt und das Böse mit ihren starken Kräften besiegen. Auch die Gläubigen können solche Helden in unserer Zeit sein, in dem sie nicht nur Zuschauer in dieser Welt sind, sondern selbst Teil der Geschichte werden, zum Beispiel durch Zeit, die sie anderen schenken. Denn die Heiligen waren auch Menschen mit Ecken und Kanten. „Heilig sein, heißt nicht perfekt sein, sondern menschlich, echt, ehrlich und mutig sein”, so Kaplan Marvin Schwedler. So können auch wir die Welt ein Stück besser und heller machen. Anschließend wurde den Verstorbenen des vergangenen Jahres in den Fürbitten gedacht. Für jeden Einzelnen wurde, neben den Sterbebildchen auf einer Gedenktafel, eine Kerze entzündet. Nach dem Gottesdienst folgte die Gräbersegnung auf dem Friedhof des Kuratbenefiziums Paulsdorf. Dabei erstrahlte die Kirche und auch der Friedhof in stimmungsvollem Licht. Schon am Nachmittag hatten die Mitglieder des Benefizumsrats bunte Strahler, Laternen und unzählige Kerzen rund um die Kirche verteilt, um für eine besondere Atmosphäre nach Einbruch der Dunkelheit zu sorgen.
north