Die Zimmerer-Innungen Amberg, Cham und Schwandorf haben am vergangenen Mittwoch im Restaurant Miesberg in Schwarzenfeld 29 junge Zimmerer feierlich von ihren Ausbildungspflichten freigesprochen. Gemeinsam mit rund 130 Gästen – darunter Eltern, Ausbilder, Freunde sowie zahlreiche Ehrengäste – feierten die Absolventinnen und Absolventen den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung.
Obermeister Richard Kurz von der Zimmerer-Innung Schwandorf überreichte den frischgebackenen Gesellen ihre Gesellenbriefe und machte ihnen Mut für ihren weiteren Berufsweg. „Die Zukunftsaussichten für das Zimmererhandwerk sind ausgezeichnet“, betonte er. Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften sei groß: „Arbeit gibt es bei uns genug. Wir müssen sie nicht suchen – sie findet uns.“
Besonders erfreut zeigte sich der Obermeister darüber, dass alle neuen Gesellen in ihrer traditionellen Handwerkerkluft zur Freisprechungsfeier erschienen waren und damit ihre Verbundenheit zum Zimmererhandwerk eindrucksvoll zum Ausdruck brachten.
Der stellvertretende Landrat Hans Prechtl zollte den Absolventinnen und Absolventen großen Respekt für ihre Leistungen. Mit ihrer soliden Ausbildung stünden den jungen Handwerkern alle Türen offen. Gute Fachkräfte seien heute gefragter denn je und würden gebraucht. Sein besonderer Dank galt den Ausbildungsbetrieben und Ausbildern, welche die Nachwuchshandwerker unterstützt und begleitet haben.
Die Glückwünsche der Stadt Schwandorf überbrachte der stellvertretende Bürgermeister Peter von der Sitt. Er gratulierte den Junggesellinnen und Junggesellen zum erreichten Erfolg. Mit Ausdauer, Lernbereitschaft und handwerklichem Geschick hätten sie einen wichtigen Schritt ihres Lebensweges gemeistert. Der Bürgermeister-Stellvertreter ermutigte die jungen Gesellen, mit ihrem Können dazu beizutragen, dass Städte und Gemeinden auch künftig lebenswert bleiben. „Sie werden gebraucht und haben beste Perspektiven. Nutzen Sie die Chancen, die Ihnen Ihr Beruf bietet“, gab er ihnen mit auf den Weg.
Auch der Außenstellenleiter der Berufsschule Furth im Wald Johann Altmann lobte die hervorragenden schulischen Leistungen der ehemaligen Auszubildenden. „Ihr könnt stolz auf das Erreichte sein und habt den Grundstein für eure berufliche Zukunft gelegt. Ihr habt Euer Ziel erreicht“, sagte er. Sein Dank galt den Ausbildern in den Betrieben, den Lehrkräften der Berufsschule sowie den Verantwortlichen der überbetrieblichen Lehrgänge, die die Auszubildenden erfolgreich bis zur Gesellenprüfung begleitet hätten.
Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Andreas Drexler, erläuterte den Gästen die vier Stationen der praktischen Gesellenprüfung und gab einen Einblick in die anspruchsvollen Prüfungsaufgaben.
Mit der Zeugnisverleihung und der Ehrung der Prüfungsbesten folgte schließlich der Höhepunkt des Abends. Stolz nahmen die neuen Gesellinnen und Gesellen ihre Zeugnisse und Auszeichnungen entgegen.
Für ihre hervorragenden Leistungen wurden insgesamt sieben Prüflinge besonders geehrt. Drei von ihnen erhielten durch den Leiter des Chamer Berufsbildungszentrums Roland Schießl einen Bildungsgutschein der Handwerkskammer im Wert von jeweils 300 Euro.
Darunter auch Fabian Kohl aus Vilseck – Ausbildungsbetrieb: Zimmerei Schönl GmbH, Vilseck.
Mit der feierlichen Freisprechung beginnt für die 29 jungen Gesellinnen und Gesellen ein neuer Lebensabschnitt. Angesichts der hervorragenden Beschäftigungsmöglichkeiten und der wachsenden Bedeutung des modernen Holzbaus stehen ihnen im Zimmererhandwerk beste berufliche Perspektiven offen.
Prüfungsteilnehmer / Ausbildungsbetrieb:
Ebensberger Raphael
Zimmerei Weber, Ursensollen
Kohl Fabian
Zimmerei Schönl GmbH, Vilseck
Noack Magdalena
Dieter Kohl GmbH & Co. KG, Edelsfeld
Weber-Kraus Noah
Holzbau Karl Kohl Kalchsreuth GmbH & Co. KG, Edelsfeld