Bei der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Gärmersdorf standen wichtige Entscheidungen auf der Tagesordnung.
Einstimmig angenommen wurde der Vorschlag der Vorstandschaft um Alfons Purschke, den bisherigen Bogen 1 in zwei Reviere aufzuteilen. Für den neu geschaffenen Bogen 1 „Nord“ im Bereich der Orte Gärmersdorf, Moos und Haidweiher, der von der B85 im Süden und der St 2040 im Norden begrenzt wird, muss ab 2027 ein neuer Pächter gefunden werden. Gute Gespräche mit Interessenten laufen bereits. Den künftigen Bogen 1 „Süd“, der den Bereich Kümmersbruck, Penkhof und Teile des Freihölser Forstes umfasst, werden der bisherige Pächter Oliver Hasselbacher und Marcus Schart aus Lengenfeld künftig gemeinsam bejagen. Den Antrag auf Vertragsverlängerung bejahte die Versammlung mit großer Mehrheit.
Die Aufteilung der Jagdreviere in kleinere Einheiten soll den Jägern entgegenkommen und die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen. Mit der fachgerechten Bejagung von Rehwild, Absuche der Flächen nach Rehkitzen, Bejagung und Schadensvorsorge beim Schwarzwild stehen die Jäger vor zeitintensiven und herausfordernden Aufgaben.
In den Berichten der Jäger Helmut Kohn und Oliver Hasselbacher wurde dies auch deutlich. Beide konnten aber den Abschussplan erfüllen, wobei leider auch viel Rehwild dem Straßenverkehr zum Opfer fällt. Schäden durch Wildschweine sind nicht aufgetreten. Lobend erwähnten beide Jäger die Zusammenarbeit mit den Jagdgenossen, insbesondere die Abstimmung bei der Rehkitzsuche mittels Wärmebilddrohne.
Auch der Leiter des städtischen Forstamtes Martin Seits und Bürgermeisterin Elisabeth Gruber begrüßten die Revierteilung. In ihrem Grußwort berichtete die Bürgermeisterin von ihren eigenen Erfahrungen als Jägerin. In der stadtnahen Gemeinde ist das hohe Aufkommen an Erholungssuchenden in der Natur eine zusätzliche Herausforderung. Für das Engagement der Jagdgenossen beim Wegebau ist man dankbar und wird auch künftig Zuschüsse für deren Unterhalt leisten.