Stolz präsentieren die Künstlerinnen und Künstler ihre Werke in der Kümmersbrucker Gemeindebücherei. (Bild: Florian Fuchs)

Katzenkunst für den guten Zweck: Mittelschüler stellen in der Gemeindebücherei aus

Farbenfrohe Katzen, ausdrucksstarke Gesichter und eine beeindruckende Vielfalt kreativer Ideen prägen derzeit die Ausstellung in der Gemeindebücherei Kümmersbruck. Die dort gezeigten Werke sind das Ergebnis des diesjährigen Kunstcamps der Mittelschule Kümmersbruck und können von den Besuchern sogar erworben werden. Der gesamte Reinerlös kommt der Katzenhilfe Vilstal e. V. zugute. Die Ausstellung bildet den gelungenen Abschluss eines besonderen Projekts, das an der Mittelschule längst Tradition hat. Seit mehr als einem Jahrzehnt organisiert Lehrerin Felicitas Berger das Kunstcamp – neben anderen Camps –, das mittlerweile zu einem echten Alleinstellungsmerkmal der Schule geworden ist. Drei Tage lang wird dabei der reguläre Stundenplan für die Schülerinnen und Schüler der 7. bis 9. Klassen außer Kraft gesetzt. Statt Mathematik, Deutsch oder Englisch stehen individuelle Interessen, kreative Fähigkeiten und praktische Erfahrungen im Mittelpunkt. „Bildung besteht aus weit mehr als den klassischen Unterrichtsfächern“, betont die engagierte Lehrerin. Gerade musische Angebote wie Kunst hätten einen hohen Stellenwert für die persönliche Entwicklung junger Menschen. Das Kunstcamp ermögliche den Jugendlichen, eigene Talente zu entdecken, kreative Ausdrucksformen kennenzulernen und gemeinsam an Projekten zu arbeiten. In diesem Jahr ließen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der bekannten österreichischen Künstlerin Rosina Wachtmeister inspirieren. Die 1939 in Wien geborene Malerin ist international vor allem für ihre unverwechselbaren Katzenbilder bekannt. Ihre Werke zeichnen sich durch kräftige Farben, fantasievolle Muster und eine besondere Mischung aus Eleganz, Lebensfreude und Verspieltheit aus. Katzen erscheinen bei Wachtmeister oft als stolze, geheimnisvolle und zugleich liebenswerte Wesen. Mit ihren charakteristischen Darstellungen hat sie weltweit eine große Fangemeinde gewonnen. Die Schülerinnen und Schüler setzten die Vorlagen jedoch nicht einfach nach, sondern entwickelten eigene Interpretationen. Nach dem Vorbild Wachtmeisters und ihrem ganz persönlichen kreativen Empfinden entstanden zahlreiche individuelle Katzenbilder, die sich durch Einfallsreichtum und Ausdrucksstärke auszeichnen. Das Ergebnis ist eine höchst interessante und überaus gelungene Ausstellung, die den Besucherinnen und Besuchern eindrucksvoll zeigt, mit welcher Begeisterung und welchem Talent die jungen Künstlerinnen und Künstler gearbeitet haben.


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14 Kommunionkinder der Pfarrgemeinde Kümmersbruck mit Gemeindereferentin Elisabeth Harlander, Katechistin Daniela Settele und Pfarrer Wolfgang Bauer. (v.l.n.r.) (Bild: Gerhard Donhauser)

Denkt an mich, wenn ihr esst und trinkt!

Am Fest Christi Himmelfahrt feierte die Pfarrgemeinde St. Antonius - St. Wolfgang mit 14 Kindern ihr letztes von drei Kommunionfesten. Gemeinsam mit den Eltern und Geschwistern nahmen die Kommunionkinder in den ersten Bänken Platz. Während des Gottesdienstes entzündeten die Eltern die Kommunionkerze und danach überreichten sie auch das Kommunionkreuz an ihr Kommunionkind. „Nehmt und esst, das bin ich! Nehmt und trinkt, das bin ich! Tut dies zu meinem Gedächtnis!” „Also immer, will Jesus sagen”, so Gemeindereferentin Harlander weiter, „wenn die Menschen miteinander Mahl feiern, sollen sie an Jesus denken! Und versuchen, so zu leben, wie Jesus gelebt hat!” Pfarrer Wolfgang Bauer wandte sich am Ende des Gottesdienstes auch an die Eltern: „Wenn nichts fehlt, wenn Gott fehlt, dann bleibt unser Leben an der Oberfläche”. So lud er die Eltern ein, „ihre Kinder zu begleiten und zu unterstützen, wenn es um die tieferen Perspektiven des Lebens und des Glaubens geht!” Die Kommunionkinder wurden bei den Weg-/ Schülergottesdiensten von einigen Müttern als Kommunionbegleiterinnen begleitet. 4 Teamerinnen der Pfarrgemeinde übernahmen die inhaltliche Gestaltung der Einheiten bei den beiden Samstagstreffs zum Sakrament der Versöhnung und der Eucharistie (Angelika Hammer, Alexandra Meier, Christine Schmeiler, Daniela Settele). Die Musiker Stefan Roggenhofer, Martin Meier, Daniel Haller und Andreas Schmeiler umrahmten – gesanglich unterstützt vom Jungen Chor um Sandra Haller und Christine Schmeiler – den Gottesdienst musikalisch.
v.l.: Franz Meier, Michael Meier, Pater Maria, Pfarrer Wolfgang Bauer.  (Bild: Georg Straller)

Würde und Wert der Arbeit - Konvent zum Tag der Arbeit

Zu guter Tradition geworden, ist der Festgottesdienst der KAB Haselmühl/Kümmersbruck und der MMC Pfarrgruppe Kümmersbruck, zelebriert von Pfarrvikar Pater Maria und konzelebriert von Pfarrer Wolfgang Bauer. Seine Predigt stellte Pfarrer Bauer unter das Thema: „Feiertag der Arbeit und Feiertag Mariens”. Josef hat mit Holz und seinen Händen gearbeitet, Maria hat im Haushalt von Nazareth gearbeitet und wir arbeiten beruflich und privat ebenso. Unsere Arbeit hat Würde und Wert und darf nicht von der Gunst und dem Gutdünken von Arbeit-Gebern und Auftrag-Gebern abhängig sein. Denn, unsere Arbeit ist gerechten Lohn wert. Schon im Lukasevangelium heißt es „ein Arbeiter ist seines Lohnes wert” (Lk 10,7), welches im Jahr ca. 60-65 geschrieben wurde. Man kann vielleicht schon sagen, es gab damals schon eine Gewerkschaft. Der Kampf für den Wert der Arbeit und die Würde des Menschen verbindet Kirche und Gewerkschaft. So bekommt der „Tag der Arbeit” eine Seele und die „Seele ihren Feiertag”. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein im Pfarrsaal konnten Paul Wied (KAB) und Georg Straller (MMC) viele Besucher der beiden Gemeinschaften begrüßen. Beide stellten den Maifeiertag einmal unter den „Tag der Arbeit” und auch unter den Festtag „Patrona Bavariae”, der Schutzfrau Bayerns. Gewerkschaften und Kirchen treten gemeinsam für den Schutz des religiös begründeten Feiertags aus unterschiedlichen Motiven ein. Der Einsatz für eine Gesellschaft, die menschengemäße Pausen zulässt, die Ruhetage einhält und die gegen die um sich greifende rastlose Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft eintritt, muss Kirchen wie Gewerkschaften wichtig sein.
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