Viele Freude hatten die Kümmersbrucker Senioren und Schüler beim gemeinsamen Binden von Adventskränzen (Bild: Florian Fuchs)

Gemeinsam statt einsam: Kümmersbrucker Achtklässler engagieren sich im Antonius-Seniorenheim

„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“ – dieser Satz bekommt an der Mittelschule Kümmersbruck eine besonders praktische Bedeutung. Denn Bildung bedeutet hier mehr als Unterricht in Klassenzimmern. Sie umfasst Empathie, soziale Verantwortung und die Fähigkeit, aufeinander zuzugehen – Werte, die bereits in der Bayerischen Verfassung als oberste Bildungsziele festgeschrieben sind. Die Mittelschule Kümmersbruck lebt diesen Anspruch seit vielen Jahren: Ob über musische Angebote wie Chor und Band, Umwelt- und Sportprojekte oder die Partnerschaft mit der tschechischen Gemeinde Holýšov – stets geht es darum, Herz und Charakter der Jugendlichen zu stärken. Einen besonderen Akzent setzt Studienrätin Gabi Grüner-Kreillinger seit dem vergangenen Schuljahr mit der 8. Klasse: In Kooperation mit dem benachbarten Antonius-Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt findet eine langfristige Zusammenarbeit statt. Ziel ist es, soziale Kompetenzen zu fördern und Jugendlichen direkte Einblicke in soziale Berufe zu ermöglichen. Die Lehrkraft erklärt ihre Motivation so: „Warum trennen wir Alt und Jung so stark, wo beide Seiten so viel voneinander profitieren könnten?“ Bereits nach wenigen Treffen haben sich kleine Tandems aus Schülern und Seniorinnen gefunden, die sich immer besser kennenlernen und vertrauensvolle Beziehungen aufbauen. Jetzt zur Adventszeit trafen sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Bewohnerinnen des Seniorenhauses zum Basteln von Adventskränzen. Die Aktion bot viel Raum für Austausch über Bräuche und persönliche Erinnerungen. Unterstützt wurden die Jugendlichen dabei von Helga Keck vom Kolping-Bildungswerk Amberg. Die Freude am kreativen Gestalten zeigte sich deutlich – und mehr noch: Das gemeinsame Arbeiten verbindet. Lachen, Geschichten und neugierige Fragen machten den Nachmittag für alle Beteiligten zu einem besonderen Erlebnis. Wie wertvoll diese Treffen sind, beschreibt eine Bewohnerin schlicht und eindrucksvoll: „Der Dienstag ist der schönste Tag in der Woche.“ Für die Schülerinnen und Schüler ist dies ein starkes Zeichen dafür, dass ihr Engagement gebraucht und geschätzt wird. Die Schulgemeinschaft sieht in dem Projekt einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen – ganz im Sinne des Gedankens, fürs Leben zu lernen. Denn durch den Kontakt zwischen Jung und Alt wächst gegenseitiges Verständnis, es entstehen neue Perspektiven und echte soziale Erfahrungen.
Julia Gerber, Michael Kirsch, Ladainian Seibold, Alexander Merkl, Nadine Lenz, Katharina Forster, eingerahmt von Schulleiter Florian Fuchs und Konrektor Markus Gleißner  (Bild: Florian Fuchs)

Landkreisbeste kommt von der Mittelschule Kümmersbruck

Für die Schülerinnen und Schüler der bayerischen Schulen ist der Juli der Monat, in dem die Ernte eines jahrelangen Lernens eingebracht wird. An der Mittelschule Kümmersbruck ist dies nicht anders. Zu einer überaus kurzweiligen, zuweilen auch emotionalen Feier, konnte Konrektor Markus Gleißner zahlreiche Gäste, allen voran die politischen Vertreter der Gemeinden des Unteren Vilstals begrüßen. Für die 38 Entlassschüler der 10. Klassen und die 17 Entlassschüler der 9G (Ganztagesklasse) gab es an diesem Tag die Zeugnisse. Die Gäste erwartete ein buntes Programm Rektor Florian Fuchs hob bei seiner Rede die Bedeutung einer fundierten schulischen Bildung heraus. Die Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss und zum Qualifizierenden Abschluss an der Mittelschule Kümmersbruck liefen reibungslos ab. Angesichts der hohen Bestehensquote und der sehr guten Abschlüsse zeigte er sich sehr erfreut. 47 Prozent der Prüflinge der Klasse 9G (Ganztagesklasse) erreichten den qualifizierenden Abschluss und 100 Prozent den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule. Beim qualifizierenden Abschluss erreichte Ladainian Seibold mit einem Notendurchschnitt von 2,3 den besten Abschluss der Klasse 9G. Bei den 10. Klassen konnte die Schule eine Bestehensquote von 97,3 Prozent verzeichnen. Die Schulbeste, Nadine Lenz (M 10a) mit einem Notendurchschnitt von 1,0 war beste Absolventin einer M-Klasse im Landkreis Amberg-Sulzbach. In der Klasse M 10G schloss Julia Gerber mit einem Notenschnitt von 1,2 als Beste ab. In diesem Schuljahr verlassen 100 Prozent der Schüler die Schule mit einem Schulabschluss - im Bundesdurchschnitt sind es 92,8 Prozent, in Bayern 94,7 Prozent. Schulleiter Florian Fuchs gratulierte nicht nur den Schülerinnen und Schüler für das gute Abschneiden, sondern dankte auch den Lehrkräften, insbesondere den Klassenleitern Alexander Merkl, 9G, Katharina Forster, M10a und Michael Kirsch, M10G für ihren Einsatz. Rektor Florian Fuchs blickte aber auch auf die zurückliegenden Schuljahre zurück. Nicht nur beim Schuleintritt, sondern auch beim Wechsel an die Mittelschule Kümmersbruck passte sicher das Sprichwort „Aller Anfang ist schwer“. Immer wieder galt es, neue Herausforderungen, neue schwierige Aufgaben zu meistern. Den Entlassschülern wünschte er alles Gute für die Zukunft. Stellvertretend für die Gemeinden gratulierte die zweite Bürgermeisterin der Gemeinde Kümmersbruck, Elisabeth Gruber zu diesen tollen Ergebnissen und zeigte sich über die außerordentlich guten Schulabschlussquote erfreut. Den Absolventinnen und Absolventen wünschte sie ebenso wie die Elternbeiratsvorsitzende Stephanie Wagner alles Gute für die Zukunft.

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