Der Klimawandel ist längst Realität – nicht nur in der Politik oder auf den Straßen. An der Mittelschule Kümmersbruck engagieren sich im wahrsten Sinne des Wortes junge Klima-Aktivisten. Seit Jahren setzen sich die Schülerinnen und Schüler aktiv für Wald und Klima ein. Was als kleiner Beitrag erscheinen mag, entfaltet weit mehr Wirkung: Neben dem ökologischen Nutzen werden die Jugendlichen nachhaltig für die Bedeutung dieses globalen Themas sensibilisiert.
Die Herausforderungen sind groß: Ohne radikales Umdenken und eine neue Haltung gegenüber der Natur wird diese universelle Menschheitsaufgabe nicht zu bewältigen sein. Die Klimakrise macht auch vor dem Amberg-Sulzbacher Land nicht Halt. Lange Trockenperioden der vergangenen Jahre ließen vielerorts Bäume und ganze Waldflächen braun werden.
Besonders betroffen ist der seit Jahrzehnten wirtschaftlich bevorzugte Nadelwald. Fichten und Kiefern, einst wegen ihres schnellen Wachstums und Nutzens bevorzugt, kommen zunehmend an ihre Grenzen. Sie sind anfälliger für Stürme, Schädlinge und Hitze. Der Wald der Zukunft muss abwechslungsreicher und widerstandsfähiger sein – weg von Monokulturen, hin zu stabilen Mischwäldern, in denen Laubbäume wieder ihren natürlichen Platz einnehmen. Auch das Bayerische Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten betont in einem aktuellen Statement die ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile dieses Waldumbaus.
Die Mittelschule Kümmersbruck stellt sich dieser wichtigen Zukunftsaufgabe mit großem Engagement. Seit einigen Schuljahren bietet Lehrerin und Umweltbeauftragte Felicitas Berger eine „Draußenklasse“ an, in der regelmäßiger Unterricht unter freiem Himmel stattfindet. Gemeinsam mit dieser Klasse sowie weiteren Lernenden setzte sie nun ein wichtiges Umweltprojekt um – und brachte es bei einem großen Aktionstag erfolgreich zu Ende: Der Umbau eines kleinen Waldstücks im Stadtgebiet Amberg wurde tatkräftig in die Wege geleitet.
Kümmersbrucks dritter Bürgermeister Hubert Blödt besuchte die Pflanzaktion persönlich, lobte den Einsatz der „jungen Naturfreunde“ und zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Schülerinnen und Schüler. Auch Martin Seits, Leiter des Amberger Stadtforstamtes, unterstrich die Bedeutung des Waldumbaus für die Region. Gepflanzt wurden bei dieser Aktion standortgerechte Bäume wie Eichen und Mehlbeeren.
Schulleiter Florian Fuchs zeigte sich stolz auf seine Schülerschaft und dankte zugleich Umweltbeauftragter Felicitas Berger für ihren großen Einsatz: Mit solchen Projekten werde nicht nur die Natur gestärkt, sondern auch das Profil der Mittelschule Kümmersbruck als engagierte und zukunftsorientierte Bildungseinrichtung weiter geschärft.