Anlässlich des Erntedankfestes 2026 der Kirche landesweit am vergangenen Sonntag mit Festgottesdienst und zugleich mit dem Blick auf den 800. Todestag des bekannten, großen Heiligen in der Kirchengeschichte, nämlich des Franz von Assisi, dachte die Pfarrei Pittersberg auch wieder an den realistischen und dankbaren Grundsatz dem Schöpfer der Welt gegenüber: Wer denkt, er dankt! Gleichzeitig wurden die Gläubigen an den Todestag des Heiligen Franz von Assisi und seine zahlreichen guten Taten schon eingangs vom Seelsorger erinnert, der im 12. und 13. Jahrhundert lebte und dabei mit seinem weltweit bekannten Sonnengesang Gott als seinen Schöpfer besonders respektvoll im Gebet begegnete.
Ruhestandspfarrer Josef Beer sowie Diakon Ewin Berner feierten gemeinsam mit zahlreichen Gläubigen samt dem Pittersberger Kirchenchor in einem vollen Pfarrheim Eucharistie. In seinem berühmten Sonnengesang, so Pfarrer Beer zu Beginn weiter, besinge der Heilige Franz darin als quasi Schöpfungslied die Sonne, den Mond und auch die Sterne sowie den Wind und das Wetter, die Blumen, ebenso wie auch die wertvollen Kräuter und auch alles, was Gott geschaffen und erschaffen habe.
Und deshalb, so der Geistliche weiter, stimmen wir hier zusammen und gleichzeitig den Gedanken an den Heiligen Franz von Assisi mit allen Gläubigen weltweit in den Lobpreis für die vielfältige Ernte des ganzen Jahres 2026 mit ein und sehen so Gottes Größe sowie Allmacht. Die ganze Schöpfung solle widerhallen auf unseren Schöpfer, von dem es schon in der Bibel heiße: Gott sah alles, was er gemacht hatte, es war sehr gut! Und der Kirchenchor mit Karin Hottner an der Orgel und die Gläubigen brachten das folgerichtige Lied ein: „Alle meine Quellen entspringen in dir, in dir mein guter Gott!“
Zur Predigt des Geistlichen Beer zählte auch das Motto: Das Land gab seinen Ertrag, es segne uns Gott. Er verwies dabei beispielsweise ebenso auf das gerade auch 2026 kostbare und unersetzliche Wasser für unsere Erde sowie für Mensch und Tier bis hin zu den Pflanzen sowie dann das auch mögliche, gute Zusammenleben aller Menschen auf dieser Erde, so wie es Franz von Assisi in seinen Gedanken immer wieder den Menschen seiner Zeit ans Herz gelegt habe. Und Dankbarkeit sei deshalb gerade auch am Erntedankfest jeden Jahres dem Schöpfer und auch Mitmenschen gegenüber besonders angebracht. Wir haben keine zweite Erde, meinte der Pfarrer schließlich, wir leben von dem, was hier und heute wächst und gedeiht!
Abschließend verteilten Pfarrer Beer und Diakon Berner gesegnetes Brot an alle Kinder und Gläubigen, samt sonstigen Früchten der Erde. Und der Kirchenchor ließ den Festgottesdienst zum einen mit dem Lied „Die Gott lieben werden sein wie die Sonne“ und zum anderen am Ende mit dem schwungvollen, afrikanischen Loblied „Siyahamba“ fröhlich ausklingen.