Einen besonderen Gast durften die zehnten Klassen der Gregor-von-Scherr-Realschule im Rahmen des PuG-Unterrichts (Politik und Gesellschaft) begrüßen: Landrat Thomas Ebeling nahm sich zwei Schulstunden Zeit, um den Schülerinnen und Schülern die Aufgaben des Landkreises sowie seine Tätigkeit als Landrat näherzubringen.
Zu Beginn stellte Thomas Ebeling in einem rund 45-minütigen Vortrag den Landkreis Schwandorf, dessen Aufgabenbereiche sowie seine Arbeit als Landrat vor. Dabei ging er neben allgemeinen Zahlen zur Region auch auf historische und wirtschaftliche Entwicklungen ein und erläuterte die vielfältigen Zuständigkeiten des Landkreises – unter anderem als Sachaufwandsträger für die weiterführenden Schulen, zu denen auch die Gregor-von-Scherr-Realschule zählt. Die Schülerinnen und Schüler erhielten so einen anschaulichen Einblick in die Verantwortung und die vielfältigen Themenfelder kommunalpolitischer Arbeit.
Im anschließenden Gespräch nutzten die Jugendlichen die Gelegenheit, dem Landrat zahlreiche Fragen zu stellen. Dabei ging es unter anderem um das begleitete Fahren ab 17, den Verdienst eines Landrats, den Thomas Ebeling offen beantwortete, sowie um seine persönliche Motivation für das Amt. Er betonte, dass es ihn besonders freue, Projekte von Anfang an begleiten zu dürfen und diese erfolgreich umzusetzen.
Auch aktuelle politische Themen wurden aufgegriffen. So interessierten sich die Schülerinnen und Schüler unter anderem für die hohen Spritpreise. Der Landrat erklärte hierzu, dass sich diese wesentlich über Angebot und Nachfrage am Markt regulierten, verwies aber auch auf bereits beschlossene Maßnahmepakete des Bundestags. Bei der Frage nach einem möglichen Pflichtwehrdienst äußerte er die Einschätzung, dass sich durchaus die Frage stelle, ob dessen Aussetzung auf Dauer richtig gewesen sei und ob langfristig auf einen Pflichtwehrdienst verzichtet werden könne.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Sicherheit auf dem Heimweg nach 20 Uhr sowie der öffentliche Nahverkehr. Der Landrat erläuterte, dass es bereits Versuche gegeben habe, das Angebot auszuweiten. Busse zu späteren Zeiten seien jedoch häufig nur gering ausgelastet, zudem werde es zunehmend schwieriger, ausreichend Busfahrer zu finden.
Zum Abschluss präsentierten die Schülerinnen und Schüler eine im Unterricht erarbeitete Ideenwand mit zahlreichen Anliegen und Wünschen für den Landkreis. Der Landrat griff ausgewählte Vorschläge auf, kommentierte diese spontan und ging offen auf die Anliegen der Jugendlichen ein. Abschließend überreichten sie ihm ihre zehn am häufigsten genannten Wünsche an die Politik.
Der Besuch machte deutlich, wie wichtig der direkte Dialog zwischen Politik und Jugend ist und wie wertvoll es ist, junge Menschen frühzeitig in politische Prozesse einzubeziehen.