„Bei Übernahme des Jagdreviers 2016 war der Wolf kein Thema. Jetzt ist er täglich präsent. Vermehrt gibt es Risse bei Rehwild” sagte Jagdpächter Horst Kneuer im Namen des Mitpächters Udo Hein in der harmonisch verlaufenen Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft am Donnerstag, 19.März, im Gasthof Kurz. Beim Rotwildbestand sei ein starker Rückgang zu verzeichnen. Immer schwieriger zu bejagen seien Reh-, Schwarz- und Rotwild durch die Anwesenheit des Wolfes im Revier. Deshalb sei auch der Abschuss kaum noch zu erfüllen, betonte Kneuer. Er hob die vorbildliche Zusammenarbeit mit Vorstandschaft und Landwirten hervor.
Jagdvorsteher Hans Bernklau berichtete nach dem Genuss des Hirschbratens über die Fortsetzung des Wegebaus und die weitere Bepflanzung der Streuobstwiese. Einen soliden Kontostand wies Roland Krauß aus. Einstimmig befürworteten die 37 Jagdgenossen die Auszahlung von drei Euro je Hektar. Diese kann bis 30.Mai beim Kassier mit Überweisungsträger beantragt werden. Der Rest verbleibt in der Wegebaukasse.
Auf Antrag wurden ebenso einstimmig Sandro Hein und Bernd Hölzner aus dem Pachtvertrag entlassen und Alfred Hösl mit Tochter Anna aus Pressath als Nachfolger aufgenommen. Hösl hat 50-jährige Jagderfahrung und war bereits einige Jahre Mitbegeher im Kaltenbrunner Revier. Zweiter Bürgermeister Julian Kraus dankte für die gute Zusammenarbeit und den Wegebau und versprach hier die weitere finanzielle Beteiligung von Seiten der Gemeinde. Mit dem Dank an die Pächter für gute Hege und Pflege wünschte er „ein gutes Jagdjahr.”