In der Führungsmannschaft der Jagdgenossenschaft hielt das weibliche Element Einzug. Der seit 2014 amtierende zweite Vorsitzende Hans Grünwald musste mit der Übergabe seines landwirtschaftlichen Betriebs an Tochter Daniela seine Tätigkeit als Jagdgenosse aufgeben. Er hatte jedoch für eine Nachfolge gesorgt, die das Wohlwollen der Versammlung fand. Daniela Grünwald-Götz stellte sich kurz vor und fand bei der geheim durchgeführten Wahl mit einer ungültigen Stimme das Vertrauen der Genossen.
Die zur Jahresversammlung anstehende Abstimmung über die Abschussplanbefreiung setzte Vorsitzender Georg bis auf Weiteres mit der Begründung aus: „Es ist noch nicht bekannt, wie die neuen Regierungsvorgaben dazu ausfallen.“ Eine rege Aussprache entwickelte sich zur Tagesordnung „Abstimmung über die Neuanschaffung eins Holzspalters“. Der bisher verwendete ist bereits seit 20 Jahren im Einsatz. Auf die Frage nach dessen Zustand erhielt Karl die Zusicherung: „Er geht noch, hat jedoch seine Litzen.“ Der Vorsitzende informierte über Angebote von 4.200 bis 5.500 Euro und ließ über eine Neuanschaffung abstimmen. Obwohl die „Holzspalterrücklage“ Mittel für einen Neukauf zulässt, stimmten nur drei Genossen dafür. Auf Vorschlag von Bürgermeister Marcus Gradl sprach sich die Versammlung jedoch dafür: „Wenn der alte die Grätsche macht, kann die Vorstandschaft einen neuen Spalter anschaffen.“ Einstimmigkeit bestand auch darüber, den Jagdpacht weiterhin für den Wegebau zu verwenden. Gradl dankte der Genossenschaft für das stets offene Miteinander und dankte im Vergleich zur Situation andernorts für den stets unproblematischen Wegebau. Auf die Klage, dass die Straßensperrung im Bereich Tremmersdorf „unzumutbar für die Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen ist“, versicherte er, sich für eine Lösung dieses Problems zu verwenden.