Gottsche kündigte Jagdpachtvertrag
Die Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft enthält neben Berichten der Vorstandschaft stets auch Berichte der Jagdpächter über das zurückliegende Jagdjahr. Peter Gottsche begann seine Ausführungen mit einer Ankündigung, die erkennbar wie eine Bombe einschlug: „Ich werde im Herbst meinen Pachtvertrag, der noch bis 2031 läuft, durch eine außerordentliche Kündigung beenden, im nächsten Jahr keiner Jagd mehr nachgehen und zur Wiesenmahd auch keine Drohnenbeobachtung mehr vornehmen.“ Er sah darin „keinen einfachen Schritt“ und begründete ihn mit einem deutlichen Rückgang der Jagdfläche. Im Einzelnen nannte der Waidmann, der seit vier Jahrzehnten auf der Jagd nachgeht, die Umsetzung von Baugebieten und im Besonderen die angekündigte Freiflächen-Photovoltaikanlage. Es bliebe nur noch ein Fleckerlteppich übrig, auf dem keine vernünftige Jagd mehr möglich ist. Seine Schlussbemerkung: „Ich habe die Schnauze voll!“