Mit großer Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement seiner Mitglieder hat der Verein der Lesementorinnen und Lesementoren seine Jahreshauptversammlung abgehalten. Vorsitzender Kurt Seggewiß begrüßte die Anwesenden und zeigte sich erfreut über das rege Interesse. Besonders willkommen hieß er den stellvertretenden Landrat Albert Nickl als Vertreter des Landkreises Neustadt an der Waldnaab, Stadtrat Dr. Benjamin Zeitler für die Stadt Weiden in der Oberpfalz sowie Schulamtsdirektorin Margit Walter. Schirmherrin Viola Vogelsang-Reichl ließ sich entschuldigen.

Viele engagierte Ehrenamtliche im Einsatz

In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr zog Seggewiß eine positive Bilanz. Nach inzwischen 17 Einführungsveranstaltungen wurden insgesamt mehr als 170 Lesementorinnen und Lesementoren ausgebildet, von denen derzeit 125 aktiv tätig sind. Sie betreuen rund 130 Kinder an 28 Grund-, Mittel- und Förderschulen in der Stadt Weiden sowie im Landkreis Neustadt an der Waldnaab und im HPZ Irchenrieth.

Neben der regelmäßigen Leseförderung gab es auch besondere gemeinsame Erlebnisse: So führte eine Theaterfahrt nach Wunsiedel zu einer Aufführung von Die unendliche Geschichte von Michael Ende rund 100 Mentorinnen, Mentoren und Lesekinder zusammen. Auch eine Lesung des Bestsellerautors Peter Prange in der Regionalbibliothek fand mit knapp 70 Teilnehmenden großen Zuspruch.

Ein weiteres Zeichen der Anerkennung erhielt der Verein im Februar 2026: Für sein ehrenamtliches Engagement wurde er mit dem Sozialpreis der SPD Weiden ausgezeichnet, überreicht von Dr. Matthias Loew.

Nachwuchsgewinnung bleibt wichtig

Aus dem operativen Bereich berichteten die Koordinatorinnen Gabriele Knobel-Berberich und Ulrike Küblbeck gemeinsam mit Knut Thielsen. Zwar sei der Bedarf an Lesementorinnen und Lesementoren weiterhin groß, doch gehe die Zahl der Aktiven aus nachvollziehbaren Gründen leicht zurück. Deshalb wolle der Verein künftig verstärkt neue Ehrenamtliche gewinnen – unter anderem über Kooperationen mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden, der Fachakademie für Sozialpädagogik in Weiden, Volkshochschulen und regionalen Medien. Interessierte können bereits ab 16 Jahren als Lesementorinnen oder Lesementoren aktiv werden. Auch informelle Treffen wie Stammtische könnten künftig den Erfahrungsaustausch stärken.

Qualifikation und solide Finanzen

Über eine besondere Weiterbildung berichtete Lesementorin Anna Severin. Sie nahm im Januar an einer Online-Referentenqualifikation des Bundesverbandes Mentor teil und wird künftig gemeinsam mit Knut Thielsen Einführungsveranstaltungen für neue Ehrenamtliche mitgestalten. Schatzmeisterin Sabine Weiß legte einen transparenten Kassenbericht vor, Vorstand und Schatzmeisterin wurden von der Versammlung entlastet.

Vorstand einstimmig bestätigt

Bei den turnusmäßigen Neuwahlen wurde die bestehende Vorstandschaft eindrucksvoll im Amt bestätigt:
• Vorsitzender: Kurt Seggewiß
• Vorsitzende: Ruth Neumann
• Schriftführer: Knut Thielsen
• Schatzmeisterin: Sabine Weiß
• Kassenprüfer: Cornelia Treml und Christian Frey
Die Wahlleitung übernahmen Albert Nickl und Dr. Benjamin Zeitler, die in ihren Grußworten den großen gesellschaftlichen Wert der Leseförderung hervorhoben. Lesekompetenz sei eine zentrale Grundlage für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe.

Auch Schulamtsdirektorin Margit Walter würdigte die Arbeit des Vereins ausdrücklich. Neben der Förderung der Lesefähigkeit gehe es vor allem um die persönliche Zuwendung zu den Kindern – ein wichtiger Beitrag für deren Entwicklung.

Blick nach vorn

Für die Zukunft plant der Verein unter anderem eine stärkere Präsenz in sozialen Medien. Zudem wird eine Autorenlesung mit der Kinderbuchautorin Julia Ginsbach zum Ende des Schuljahres angestrebt.

Vorsitzender Kurt Seggewiß dankte zum Abschluss allen Engagierten, den Bildungsmanagern sowie den Partnern aus Schule, Stadt und Landkreis. Die Arbeit der Lesementorinnen und Lesementoren zeige eindrucksvoll, wie viel ehrenamtliches Engagement für die Bildung junger Menschen bewirken könne.