Die „Höidlbixn” aus dem Oberland haben der Molzmühle in Wutschdorf einen Besuch abgestattet. Ortsheimatpfleger Uli Piehler begrüßte die etwa 20-köpfige Gruppe und erzählte von der Geschichte der Mühle am Zusammenfluss von Hennenbach und Lohbach. Dabei ging es nicht nur um die Mühle, sondern auch um die Besiedelungsgeschichte von Freudenberg und Wutschdorf sowie das alte Adelsgeschlecht der Freudenberger. Deren Herrschaftsgebiet umfasste in etwa das Gebiet der heutigen Pfarrei Wutschdorf. Bis 1594 regierten die Schlossherren über ihre Untertanen, ehe sie die Herrschaft an die Amberger Kurfürsten verkaufen mussten. Das Schloss Freudenberg verfiel danach immer mehr, heute ist am Schlossberg kaum noch etwas von den Resten zu sehen. Besondere Aufmerksamkeit gab es für die „Wutschdorfer Sagensammlung” - eine Sammlung von Spukgeschichten, die eine junge Volkschullehrerin Anfang der 1950er Jahre von einer alten Bäuerin aus Wutschdorf erfragt und aufgeschrieben hat. Dabei ging es um etliche geisterhafte Gestalten, die Leute in der Umgebung zu sehen geglaubt haben. Am Mittwoch, 18. März, findet um 19 Uhr in der Molzmühle ein Vortrag über die Geschichte der Herrschaft Freudenberg statt. Daniel Butz aus Amberg stellt dabei seine neuesten Forschungen vor. Der Eintritt ist frei.