Ein besonderes Förderprojekt startet an der Fichtelnaabtalschule Ebnath-Neusorg: Als erste Schule in der Öko-Modellregion Steinwald beantragte sie eine Förderung aus dem Öko-Verfügungsrahmen für ein Projekt rund um regionale Bio-Lebensmittel. Bei einem Termin in der Offenen Ganztagsschule (OGTS) wurden das Förderschild überreicht und der Fördervertrag offiziell unterzeichnet. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler waren dabei und erhielten einen ersten Einblick in das geplante Projekt.
Im Mittelpunkt des Projekts steht ein von Schülerinnen und Schülern selbst gestaltetes Buffet mit regionalen Bio-Produkten. Die Kinder sollen dabei nicht nur kochen und zubereiten, sondern den gesamten Weg der Bio-Lebensmittel kennenlernen – vom Anbau über die Verarbeitung bis hin zur Präsentation auf dem Teller. Geplant sind unter anderem der Besuch eines Bio-Bauernhofs, der Bau eines Hochbeets, das Backen von Brot und Semmeln mit einem Bio-Bäcker sowie die gemeinsame Gestaltung des Buffets. Ergänzend können die Kinder ihre Erfahrungen in Präsentationen, Interviews und kurzen Videos dokumentieren.
Die Übergabe des Förderschilds gab den offiziellen Startschuss des Projekts. Anwesend waren unter anderem Rektor Alexander Köstler, Neusorgs Bürgermeister Peter König, Kurt Hillinger, Amtsleiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberpfalz, sowie Elisabeth Waldeck und Eva Gibhardt von der Öko-Modellregion Steinwald. Bürgermeister Peter König betonte den besonderen Mehrwert des Projekts für die Region: „Bioprodukte aus der Region von der Entstehung bis zur Präsentation auf dem Teller erleben.“
Auch Rektor Alexander Köstler sieht in dem Projekt eine wichtige Erweiterung des Bildungsangebots der Schule: „Durch das Projekt wollen wir den Weg mit Bio-Produkten in der OGTS fortsetzen und das Bewusstsein diesbezüglich bei unseren Schülerinnen und Schülern nachhaltig erweitern.“
Förderung für regionale Bio-Wertschöpfung
Möglich wird das Projekt durch den Öko-Verfügungsrahmen, ein Förderinstrument der bayerischen Öko-Modellregionen als Teil der Initiative BioRegio Bayern, mit der der Freistaat Bayern den ökologischen Landbau und regionale Bio-Wirtschaftskreisläufe weiterentwickeln will. Mit diesem Verfügungsrahmen werden gezielt Kleinprojekte in den Öko-Modellregionen unterstützt, die regionale Bio-Wertschöpfungsketten stärken und das Bewusstsein für heimische Bio-Lebensmittel fördern.
Gefördert werden beispielsweise Projekte, die die regionale Versorgung mit Bio-Lebensmitteln verbessern, den Absatz regionaler Bio-Produkte stärken oder die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Gastronomie und Verbrauchern fördern.
Pro Öko-Modellregion stehen jährlich Mittel für sogenannte Kleinprojekte bereit, die mit bis zu 50 Prozent der Nettokosten bezuschusst werden können. Die Fördermittel für das laufende Jahr sind bereits vergeben – neue Projektideen können im nächsten Förderjahr wieder berücksichtigt werden.
Dass nun erstmals eine Schule einen Antrag erfolgreich gestellt hat, zeigt laut den Projektverantwortlichen, dass die Förderung auch neue Wege der Bildungsarbeit entlang regionaler Bio-Wertschöpfungsketten ermöglichen kann. Ziel ist es, Kindern frühzeitig ein Bewusstsein für regionale Lebensmittel, nachhaltige Landwirtschaft und verantwortungsvollen Konsum zu vermitteln.
Mit dem Projekt an der Fichtelnaabtalschule soll das Thema Bio und Regionalität im Schulalltag erlebbar werden – und gleichzeitig die Verbindung zwischen Schule, regionaler Bio-Landwirtschaft und handwerklicher Lebensmittelverarbeitung gestärkt werden.