Herbert Zieglers Herz hängt an seiner Feuerwehr in Heinersreuth. Die besten Glückwünsche und den Dank der Freiwilligen Feuerwehr überbrachten Vorsitzender Matthias Friedl (re.) und Beisitzer Stefan Schleicher (li.).  (Bild: Michael Wiesnet)

Herbert Ziegler feiert 70. Geburtstag – Feuerwehrmann, Organisator und Heimatberichterstatter mit Herz

Im Schützenhaus in Oberbibrach wurde ein Mann gefeiert, der sich über Jahrzehnte hinweg mit großem Engagement für seine Heimat und insbesondere für die Freiwillige Feuerwehr Heinersreuth eingesetzt hat: Herbert Ziegler beging seinen 70. Geburtstag im Kreise zahlreicher Verwandter, Freunde und Feuerwehrkameraden. Die besten Glückwünsche und den Dank der Freiwilligen Feuerwehr Heinersreuth überbrachten Vorsitzender Matthias Friedl und Beisitzer Stefan Schleicher. In ihren Worten wurde deutlich, welch große Verdienste sich Herbert Ziegler um die Wehr und das Vereinsleben erworben hat. Von 1979 bis 1993 stand Ziegler als Vorstand an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Heinersreuth und prägte diese Zeit entscheidend mit. Als er das Amt übernahm, war die Vereinskasse nahezu leer. Doch mit viel Tatkraft, Ideenreichtum und Organisationstalent brachte er neuen Schwung in den Verein. Durch mehrere von ihm initiierte Gartenfeste gelang es, wieder Geld in die Kasse zu bringen. Dadurch konnte zunächst eine neue Vereinsfahne angeschafft werden. Ein weiterer Höhepunkt folgte 1983 mit dem 100-jährigen Vereinsjubiläum samt Fahnenweihe. Dank der hervorragenden Organisation Zieglers wurde das Fest mit einem großen Festzelt und rund 1500 Besuchern zu einem vollen Erfolg und bleibt vielen bis heute in bester Erinnerung. Auch in Sachen Ausrüstung und Infrastruktur setzte sich Herbert Ziegler mit großem Einsatz ein. Während seiner Amtszeit wurde das bestehende Feuerwehrhaus erweitert. Zudem gelang es ihm, aus Mitteln der Vereinskasse sowohl ein gebrauchtes Mannschaftsfahrzeug der Feuerwehr Eschenbach als auch ein ausgedientes Feuerwehrfahrzeug aus Althaidhof anzuschaffen. Mit viel Eigeninitiative wurde daraus schließlich ein Tragkraftspritzenfahrzeug aufgebaut. Nach langen Gesprächen und zahlreichen Anträgen bei der Gemeinde wurde das Fahrzeug offiziell in den Feuerwehrdienst übernommen und leistete bis 2009 treue Dienste. Die Feuerwehr Heinersreuth würdigte bei der Feier insbesondere Zieglers unermüdlichen Einsatz und seine tiefe Verbundenheit zur Wehr. Sein Wirken habe den Verein nachhaltig geprägt und viele wichtige Entwicklungen erst möglich gemacht. Doch auch über die Feuerwehr hinaus ist Herbert Ziegler in der Region bekannt. Als Mitarbeiter der Oberpfalzmedien „Der Neue Tag“ berichtet er seit vielen Jahren zuverlässig über das Geschehen in der Feuerwehr, aus dem Vereinsleben sowie aus seiner Heimatregion. Mit seinen Berichten hält er zahlreiche Ereignisse und Geschichten aus der Heimat fest und trägt dazu bei, das gesellschaftliche Leben sichtbar zu machen. Die Feier im Schützenhaus war geprägt von Dankbarkeit, Anerkennung und vielen persönlichen Erinnerungen – ein würdiger Rahmen für einen Mann, der sich über Jahrzehnte hinweg mit Herzblut für seine Heimat engagiert hat.
Matthias Friedl präsentiert den neuen Schwimmsaugkorb, daneben Jugendbeauftrage Sonja Ziegler, die neugewählte Kassenführerin Irmgard Schaller, von den Neuen bei den Aktiven Linda Stopfer und Pia Helldörfer, mit den neuen Überjacken. (Bild: Herbert Ziegler)

Feuerwehr Heinersreuth blickt auf ein bewegtes Jahr zurück und wählt eine neue Kassenführerin

Vorsitzender Matthias Friedl konnte neben Aktiven und Passiven der Wehr auch 3. Bürgermeisterin Silvia Schecklmann und KBM Reiner Kopp sowie Manfred Schaller vom Kapellenverein im Feuerwehrhaus willkommen heißen. In seinem Vereinsrückblick wurde die junge Abteilung mit dem Faschingswagen Pressath und Engelmannsreuth thematisch mit dem „Fluch der Karibik“ konfrontiert. Neben den jahresüblichen Ereignissen bei den Nachbarn wurde im Frühjahr eine Vorrichtung für das gefahrlose Aufrichten des Maibaumes geschaffen, welches dann gleich bei der Maibaumfeier an der Feuerwehrhalle seine Premiere erleben durfte. Der Gottesdienst des letztjährigen Florianstage wurde in der Waldkapelle begangen und beim Frühschoppen der Vereine in der Feuerwehrhalle wurden aus der Sammelbestellung der Gemeinde für die Heinersreuther Wehr ein Schwimmsaugkorb und wärmende Überjacken für die „kalten“ Einsätze übergeben. Ein Novum war auch das Abbrennen des Johannisfeuers etwas „rationeller“ in Feuerschalen begleitet von einem abendlichen Plausch vor den Toren der Feuerwehrhalle. Beim Kirchenthumbacher Bürgerfest hatte man sich in bewährter Form als Pizzabäcker beteiligt. Das Patronatsfest bei der Waldkapelle und das traditionelle Oktoberfest wurden als Höhepunkte des Vereinsjahres routinemäßig und unter großem Besucheranklang „abgewickelt“. Nach dem Ausblick im Vereinsleben auf das Jahr 2026 berichtete Kommandant Markus Helldörfer in seinem Bericht von den abgehaltenen Übungen, einem Erste-Hilfe Kurs und verschiedenen Schulungen. Zudem wurden sämtliche Wasserentnahmestellen im Bereich der Wehr in Augenschein genommen, auch der Feuerschutz bei der Waldkapelle war thematisiert worden. Von den neun stattgefundenen Einsätzen waren drei ohne Personenschaden, sowie Bäume über der Straße, Zudem war ein Brand in Sassenreuth zu verzeichnen, ein Kaminbrand im Ort. Bei einem Brand im Wald hatte jemand etwas angezündet, das Feuer war dann etwas größer geworden, ein weiteres Feuer war angemeldet, jemand hatte angerufen, dann gab es die Alarmierung, aber es war natürlich dann ein Fehlalarm. Zudem steht wieder einige Aktive die „Modulare Truppausbildung“ an, das ist die Grundausbildung in der Feuerwehr, Voraussetzung für weitere Kurse wie Gruppenfüher, Kommandantenausbildung etc. Die MTA ist zwingend erforderlich, denn sonst gibt es die Feuerwehr in Heinersreuth in einigen Jahren nicht mehr, so Markus Helldörfer. Bei der Nutzung von Unterflurhydranten in Lenkenreuth kann es für die Wasserverbraucher kurzfristig Probleme geben, darum werden diese nur im Notfall in Gebrauch genommen. Man gehe bevorzugt bei der Wasserentnahme auf die Löschteiche zu. Abschließendes Wort an die Aktiven: „Passt auf, dass wir alle wieder gesund heim kommen!“ Sonja Ziegler als Verantwortliche für die Jugendarbeit konnte von drei bestandenen Jugendleistungsspangen nach intensiven Übungseinheiten berichten. Von den 6 Jugendlichen traten zwei zu aktiven Wehr über. Auch dieses Jahr werden wieder Übungen nach Übungsplan durchgeführt.
Blick von oben auf die Stände und Besucher (Bild: Herbert Ziegler)

Heinersreuther Dorfweihnacht bei eisigen Temperaturen

Auch in diesem Jahr hieß es wieder Einstimmen auf die Adventszeit in und um die Heinersreuther Feuerwehrhalle. Draußen loderte die Flammen im Feuerkorb und nebenan konnte man sich an einem Ofen aufwärmen und gut unterhalten. Pünktlich zum Zeitpunkt der Dorfweihnacht war Schnee gefallen und die Temperaturen befanden sich buchstäblich im Keller. Doch das tat der Stimmung in der Halle bei Besuchern und Anbietern keinen Abbruch. Tannenbäume und Lampen spendeten festliches Licht und die Stände waren voll mit Geschenkideen für die trotz der Kälte Gekommenen. Adventsfloristik, kreatives aus Holz und Beton, Näharbeiten und Gehäkeltes in vielerlei Variationen waren auf den Tischen ausgebreitet. „Mit Liebe genäht” hieß es oder „Sprechen Sie uns an” war an dem einen oder anderen Stand zu lesen. Auf Platten und Grillrosten wurden frische Crepes, Bratwürste und Burger feilgeboten und lange Warteschlangen zeigten das große Interesse bei den Besuchern an den frisch zubereiteten Speisen. Daneben gab es noch Glühwein und verschiedene andere Getränke, Plätzchen, Marmeladen, Honig, geräucherte Forellen und Käse und vieles mehr. Auch moderne Technik hatte mittlerweile Einzug auf der „Hascharader Dorfweihnacht gehalten. Vielerlei Gegenstände waren mit Lasertechnik beschriftet worden. Es war auch ein Anbieter anwesend, dessen Ware mit dem 3D-Drucker gefertigt worden war. Geboten wurde das Ganze von der Feuerwehr und deren Nachwuchs, dem Kapellenverein und einigen privaten Anbietern vor Ort sowie aus der näheren Umgebung.
Kirchzug zur Waldkapelle angeführt von der Pegnitzer Trachtenkapelle, gefolgt von ersten und zweiten Bürgermeister Ewald Plössner und Alexander Schatz, sich anschließend die fünf Gemeindefeuerwehren. (Bild: Herbert Ziegler)

Die Feuerwehren der Gemeinde Kirchenthumbach begehen den Florianstag 2025 in Heinersreuth

Beim traditionellen Florianstag der Feuerwehren in der Gemeinde Kirchenthumbach war als Ausrichter die Wehr aus Heinersreuth an der Reihe. Ort des Geschehens war die Heinersreuther Waldkapelle. Unter den Klängen der Pegnitzer Trachtenkapelle bewegten sich die Abordnungen der fünf Feuerwehren mit ihren Fahnen vom Parkplatz zur Wallfahrtskirche Mariä-Heimsuchung, wo ein gemeinsamer Gottesdienst gefeiert wurde. Zelebrant Prof. Hans Gradl stellte gemeinsame Punkte zwischen Christentum bzw Kirche und Feuerwehr her. Es seien keine Einzelkämpfer gewollt sondern Teamplayer. In der Truppe ist man nicht allein, denn nur gemeinsam ist man stark. Feuerwehrler gibt es nur in der Mehrzahl oder gar nicht, das sei in der Kirche nicht anders. Wer sich nicht für die Not anderer interessiert, versteht das Christentum nicht. Auch die Jünger haben bei Jesus ihren Lehrgang absolviert. Auch bei der Feuerwehr braucht es Ausbildung, Lehrgänge und Praxisübungen um kompetent zu werden für den Fall, wenn’s brennt, damit es fachmännisch und kompetent zugeht. Der verstorbene Papst Franziskus hat es klar betont, dass die Kirche ein „Feldlazarett“ für die Seelsorge und Rettung von Menschen und kein Schloss mit Prunk und Pracht. Auch die gute Feuerwehr erkennt man nicht beim Besichtigen des Feuerwehrhauses sondern im Einsatz. Die Gemeinsamkeit ist die Lebens-, Seelen- und Menschenrettung. Bei der sich anschließenden Zusammenkunft in der Heinersreuther Feuerwehrhalle sprach Bürgermeister Ewald Plössner in seinem Dank an die fünf Feuerwehren auch das an, das heute mehr denn je Zusammenhalt, Verlässlichkeit und Engagement trotz wachsendem Gegenwind wichtig sind. Trotz dieser Widrigkeiten und Behinderungen werde der Feuerwehrdienst geleistet mit immer mehr technischen und komplexen Anforderungen. Dafür sprach er seinen herzlichen Dank aus, verbunden mit den Worten: „Kommt gesund von jedem Einsatz zurück!“ Der Dank der Gemeimde bestand nicht nur aus Worten sondern der Weißwurstfrühschoppen samt Getränken war von der Gemeinde gesponsert worden.
von links Bürgermeister Ewald Plössner, KBM Reiner Kopp, zweiter und erster Kommandant Rudi Stopfer und Markus Helldörfer, Vorstand Matthias Friedl. (Bild: Manfred Schaller)

Feuerwehr Heinersreuth trifft sich zur Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Mauth

Neben den alljährlich wiederkehrenden Begebenheiten waren auch einige besondere Ereignisse dem Bericht von Vorstand Matthias Friedl zu entnehmen. Beim sogenannten „Ostergrillen“ der Kinder- und Feuerwehrjungend gab es erstmals eine extra inszenierte Deko am Brückengeländer in der Ortsmitte zu bestaunen, welches auch gleichzeitig für ein gutes Miteinander im dörflichen Leben genutzt worden war. Ebenfalls im Frühjahr war der Posten des zweiten Kommandanten erst in einer Nachwahl durch Rudi Stopfer besetzt worden. Seine bisherige Stelle als Kassier übernahm daraufhin Charlotte Benz. Viele Arbeitsstunden waren in den vergangenen Wochen in einen Wagen für Faschingsumzüge ebenfalls von der Feuerwehrjugend investiert worden. Das Gefährt erfährt in diesen Faschingstagen bei den Umzügen in Pressath, Kirchenthumbach und Engelmannsreuth seine „Feuertaufe“. Turnusmäßig findet dieses Jahr der Florianstag der Gemeinde in Heinersreuth statt, doch das Ereignis selbst spielt sich buchstäblich im Wald ab, da dem Hl. Florian in der Waldkapelle die Ehre erwiesen wird, und die Bewirtung der teilnehmenden Vereine gleich nebenan erfolgen wird. Vorsorglich mahnte Vorstand Matthias Friedl gleich die nötige Anzahl von Helfern an. Ebenfalls als außergewöhnlich war die Reparatur des Wasserschadens in der Feuerwehrhalle zu bezeichnen. Der Holzboden musste neu verlegt werden und bei der Entwässerung war ein Umbau damit verbunden. Die damit einhergehenden Kosten sorgten im Finanzbericht der Wehr für etwas Übergewicht bei den Ausgaben, die in der Tagesordnung vorgesehene Entlastung der Vorstandschaft war aber nur reine Formsache. Kommandant Markus Helldörfer konnte erfreulicherweise wieder eine gestiegene Anzahl von nunmehr mehr als zwanzig Aktiven vermelden. In der abgelaufenen Periode musste man zu neun Einsätzen ausrücken, wobei hier besonders positiv die immer gute Anzahl bei der Beteiligung bei diesen Einsätzen festzustellen war. Geplant seien demnächst Funkübungen intern und auf KBM-Ebene, bei denen vor allem die Jungen mit großem Interesse bei der Sache seien. Durch die Sammelbestellung in der Gemeinde konnte wieder eine Anzahl warmer Jacken beschafft werden, sodass bei den Einsätzen keinem mehr „kalt“ werden wird. Bürgermeister Ewald Plössner und Kreisbrandmeister Reiner Kopp gaben den Versammelten als extra Geladene die Ehre. Thematisiert wurde u.a. das Ehrenamt als solches, bzw. wie lange der aktive Dienst in den Feuerwehren zu leisten sei. Hier sei in nächster Zeit mit einer offiziellen Verlautbarung zu rechnen.
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