Die Ehejubilare aus Wutschdorf und Etsdorf vor dem Altar der Wutschdorfer Pfarrkirche. (Bild: Ina Piehler)

Ehejubilare feiern besonderen Gottesdienst in der Pfarrkirche Wutschdorf

Am Allerweltskirwasonntag waren die Ehejubilare aus der Pfarrei Wutschdorf und der Expositur Etsdorf zu einem besonderen Gottesdienst in die Pfarrkirche St. Martin eingeladen. Zusammen mit den anderen Kirchenbesuchern dankten sie Gott für die vielen Jahr, die sie gemeinsam durch dick und dünn gegangen sind. „Ihre gemeinsame Lebensgeschichte ist ein wertvolles Zeugnis dafür, dass Liebe wachsen und Bestand haben kann”, sagt Pfarrer Moses Gudapati in seiner Predigt. Er verband das Thema Ehe mit dem Thema Kirchweihe. Die Kirche sei aus lebendigen Steinen gebaut, erklärte der Geistliche. Gott wolle die Menschen zu lebendigen Steinen seiner Kirche machen. „Das geschieht überall dort, wo wir füreinander da sind, wo wir Liebe schenken, Verantwortung übernehmen und einander mit Achtung begegnen” - also auch und besonders in der Ehe. Ihr 25-jähriges Ehejubiläum feierten Bernadette und Alfons Ries, Ingrid und Johann Riß, Tanja und Martin Bauer sowie Sabine und Robert Bauer. 40 Jahre verheiratet sind Renate und Hans Schorner, Christine und Hans Grosser, Gertraud und Gerhard Greß, Barbara und Josef Ries, Marita und Rüdiger Niethammer sowie Jutta und Helmut Stobitzer. Ein halbes Jahrhundert Ehe feiern Martha und Hans Kohl. 55 Jahre sind Rita und Martin Bauer, Johann und Mathilde Hirn, Josef und Irmgard Leißl, Teresia und Johann Heldmann verheiratet. Das 60-Jährige begehen Irene und Martin Wiedenbauer. Pfarrgemeinderatssprecherin Johanna Köbler gratulierte im Namen der ganzen Pfarrei.
„Das Leben, das Holz und ich” - so lautete der Titel des Singspiels in der Molzmühle. (Bild: Ina Piehler)

Die Fantasien eines Waldbauern im Innenhof der historischen Molzmühle

Die Molzmühle in Wutschdorf ist die Bühne von Alfred Mösenburger. Zum nun schon vierten Mal führte der zwischen Johannisberg und Buchberg bekannte Holzhauer sein Singspiel „Das Leben, das Holz und ich” auf. Die Resonanz war schon im Vorfeld enorm, die Eintrittskarten waren schnell ausverkauft. Viele Kurzentschlossene kamen noch spontan dazu, für sie war ebenfalls noch Platz im Hof des historischen Mühlenanwesens. Wie angekündigt, sägte sich Alfred Mösenburger wieder den Zugang zur Bühne frei. Mit seiner Motorsäge kam er aus dem Stall heraus durch eine Bretterwand. Selbstverständlich hatte er wieder seine Stammtischbrüder dabei, mit denen er einst zu später Stunde eine Gesangsgruppe gegründet hat, die „Hacht'n”. Sie wurden unterstützt von professionellen Musikern aus Regensburg: Bernd Meyer (Piano), Andreas Blüml (Gitarre), Christian Diener (Bass) und Gerwin Eisenhauer (Schlagzeug). Als Alfred Mösenburger und die Hacht'n standen auf der Bühne: Martin Nagler, Rudi Leitl und Wolfgang Habrich. Das Waldfräulein interperetierte auf bezaubernde Weise die Sängerin Lilli Mißlinger aus Cham. Das Besondere an dem Singspiel ist zum einen der Stoff der Geschichte - das Leben und die Fantasien eines Waldbauern aus der Oberpfalz, aber auch die Authentizität der Darbietung. Da dürfen Sprache und Ausdruck auch mal kraftvoll, schief und aus dem Takt gekommen sein - genauso wie es eben ist im Leben, im Holz und bei jedem.
Die Firmlinge aus der Pfarreiengemeinschaft Johannisberg mit Pfarrer Moses Gudapati (links) und Prälat Dr. Josef Ammer. (Bild: Ina Piehler)

Das Leben als Baustelle: Firmung für 32 Jugendliche in Wutschdorf

32 Jugendliche aus der Pfarreiengemeinschaft Johannisberg haben in der Pfarrkirche St. Martin in Wutschdorf das Sakrament der Firmung empfangen. Firmspender war Prälat Dr. Josef Ammer aus Regensburg. Über mehrere Wochen hinweg hatten sich die Mädchen und Buben auf die Firmung vorbereitet. Gemeinsam mit ihren Betreuern Martina Dotzler und Norbert Wiesneth hatten sie das Motto „Baustelle Leben” ausgewählt. Das Leben ist eine Baustelle und Jesus Christus stellt den Bauplan dafür zur Verfügung, daran erinnerte Dr. Josef Ammer in seiner Predigt. Wer seinen Lebensweg mit der Gewissheit geht, dass Jesus den Plan gezeichnet hat, der komme sicher ans Ziel. Auf einer Baustelle muss oft improvisiert oder umgeplant werden. Das sei auch im Leben normal. Gut ist es, wenn man sich dann jederzeit an den Architekten wenden kann: Jesus Christus. Der Wutschdorfer Kirchenchor unter der Leitung von Lukas Schöpf gestaltete den feierlichen Gottesdienst musikalisch mit. Ihm zur Seite stand eine tolle Schlagzeugerin: Isabella Rauscher. Mit ihr wurde das rhythmische „Laudamus te” besonders schmissig. Besonders schön war, dass die Firmlinge auch selbst zum Gelingen der Feier beitrugen, sie sprachen die Kyrierufe und lasen die Fürbitten. Die Kirche war so voll, dass für die älteren Teilnehmer sogar Stühle herangetragen werden mussten. Im Kreise ihrer Familien erlebten die Jugendlichen anschließend einen schönen Festtag.


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Dr. Martin Nagler (mit Strohhut) führte die Besucher durch die historische Mühle. Der Balken, der sich quer durch den Raum zieht, ist mehr als 300 Jahre alt. (Bild: Ina Piehler)

Molzmühle in Wutschdorf beteiligt sich am Deutschen Mühlentag

In eine mehr als 500-jährige Geschichte eintauchen durften die Besucher der Molzmühle in Wutschdorf am Deutschen Mühlentag (Pfingstmontag). Den ganzen Tag über herrschte in dem historischen Anwesen an der Johannisbergstraße Festbetrieb. Schon am frühen Morgen wurde der Holzbackofen angeschürt, so dass die Besucher auch dabei sein konnten, wie Brot gebacken wurde. Die Hitze in dem steinernen Gewölbe reichte dann auch noch aus, um Schweinebraten zu brutzeln und Zwiebelkuchen zu backen. Sogar Rohrnudeln und Blechkuchen holte das Mühlenteam noch aus dem Backofen. Der Eigentümer des Anwesens, Dr. Martin Nagler, bot im Laufe des Tages drei Führungen an. Er erzählte von der langen Geschichte des Hofes, auf dem die letzte Familie gut 300 Jahre lang ansässig war. Die letzte Bewohnerin verstarb im hohen Alter im Jahr 2001. Danach hat Martin Nagler den Hof erworben, um ihn denkmalschutzgerecht zu sanieren. Die Mühle gehörte einst zu den vier großen Mühlen der Herrschaft Freudenberg, die im Jahr 1594 endete. Von dieser Zeit zeugen noch die Wappen, die über dem Hauseingang prangen. Die Mühle selbst ist ein Musterbeispiel historischer deutscher Mühlentechnik, die Anlage aus massivem Eichenholz stammt aus dem Jahr 1717. Heute wird die Molzmühle als Seminarhaus und Begegnungsort genutzt. Am Pfingstmontag gehörte sie zu den rund 700 historischen Mühlen bundesweit, die sich am Deutschen Mühlentag beteiligten.
Der Duft von frisch gebackenem Brot zog durch Wutschdorf, das freute viele Gäste aus Nah und Fern. (Bild: Ina Piehler)

Backofenfest in der Molzmühle wieder eine rundum gelungene Sache

Am Feiertag Christi Himmelfahrt hat der Heimat- und Kulturverein (HKV) Freudenberg wieder sein Backofenfest gefeiert. Schon am frühen Morgen schürte das Helferteam des HKV den Backofen im historischen Molzmühl-Anwesen in Wutschdorf an. Um 9 Uhr schossen Martin Wiederer und Sebastian Schwarz die ersten 50 Teiglinge ein. Dieser Vorgang wiederholte sich gegen 11 und gegen 14 Uhr, so dass der Backofen den ganzen Tag über in Betrieb war. Immer, wenn die frischen Brote aus dem Ofen geholt worden sind, nutzten die Helfer die Restwärme, um noch Zwiebelkuchen zu backen. Heuer spielte das Wetter nicht ganz so mit, es war relativ kühl und regnete mehrmals zwischendurch. Daher suchten sich viele Gäste in den Innenräumen der Mühle Platz. Dort wurde es Stunde für Stunde gemütlicher, auch weil Gerhard „Bifi” Köbler zusammen mit etlichen anderen Musikanten aus dem Dorf und der Umgebung Musik machte. Jung und Alt kam da zusammen, um gemeinsam zu singen. Im Hintergrund trugen viele Mitglieder des Vereins zum Gelingen bei, insbesondere die Mädchen aus der Garde. Die Frauen Union Freudenberg wartete mit einem reich bestückten Kuchenbuffet auf. Schön war auch, dass viele andere Vereine ihre Verbundenheit zum Ausdruck brachten, von der KLJB über die Kirwaburschen, die Bauernbühne bis hin zum Lintacher Dorf- und Kulturverein. Besonderer Dank gilt der Bäckerei Ries, den Nachbarn der Molzmühle für das entgegengebrachte Wohlwollen und dem Eigentümer des Anwesens, Martin Nagler, für die Unterstützung.
Die Musiker bei der Ostermesse in Wutschdorf. Hinten von links: Sophie Rüth, Michael Haberberger und Marie Schöpf. Vorne: Magdalena Urban und Franz Schottenheim. (Bild: Ina Piehler )

Osterfest mit Pauken und Trompeten gefeiert

Mit Pauken und Trompeten hat die Pfarreiengemeinschaft Johannisberg die Kartage und das Osterfest gefeiert. Nach einer berührenden Feier vom letzten Abendmahl in der Pfarrkirche St. Ursula in Pursruck, kamen die Gläubigen am Karfreitag in St. Martin in Wutschdorf zur Feier vom Leiden und Sterben Jesu Christi zusammen. Pfarrer Moses Gudapati stellte bei allen Gottesdiensten die zentrale Botschaft in den Vordergrund, dass Jesus und mit ihm alle, die an ihn Glauben, den Tod besiegt haben. Besonders augenscheinlich wurde diese Botschaft bei der Feier der Osternacht am Samstagabend in Wutschdorf. Der Pfarrer und die Ministranten trugen die Osterkerze als „Lumen Christi” in die dunkle Kirche und gaben das Feuer an die Kerzen der Kirchenbesucher weiter. Mit jeder einzelnen Kerze, die brannte, wurde die Kirche heller. Am Sonntag umrahmte der Kirchenchor in Wutschdorf zusammen mit einem Orchester unter der Leitung von Lukas Schöpf den Festgottesdienst zu Ostern mit der Spatzenmesse von Wolfgang Amadeus Mozart. Es wirkten mit: Magdalena Urban (1. Violine), Franz Schottenheim (2. Violine), Jakob Nutz (Kontrabass), Sophie Rüth und Michael Haberberger (Trompeten), Marie Schöpf (Pauke) und Martin Oberndorfer (Orgel). Die „Spatzenmesse“ heißt so, weil markante, kurze Violin-Figuren im Sanctus und Benedictus an das Zwitschern von Spatzen erinnern. Diese lebhaften, vogelartigen Klänge sind charakteristisch für das Werk und führten im 19. Jahrhundert zu diesem Beinamen.
Stefan Voit (links) und Thomas Bäumler bei der Autorenlesung in der Molzmühle. (Bild: Ina Piehler )

„Gerti und die toten Meister”: Krimilesung in der Molzmühle

Sie haben es wieder getan: Stefan Voit und Dr. Thomas Bäumler sind zu einer Krimilesung in die Molzmühle nach Wutschdorf gekommen. Dr. Thomas Bäumler ist im Hauptberuf Frauenarzt in Neustadt an der Waldnaab, nebenbei schreibt er leidenschaftlich gerne Krimis mit regionalem Bezug. Diesmal stellte er sein neues Werk „Gerti und die toten Meister“ vor. Im Zentrum des Krimi steht die Psychologin oder Therapeutin Gerti Zimmermann, deren Leben gemeinsam mit dem des ermittelnden Hauptkommissars Franz Lederer „aus den Fugen gerät“. Auslöser ist eine neue Mordserie, bei der zwei prominente Künstler aus München und Wien eine zentrale Rolle spielen und schließlich tot sind – die „toten Meister“. Die Spur der Verbrechen führt von der Toskana bis in die nördliche Oberpfalz, genauer zum geplanten KI‑Zentrum im ehemaligen Kloster Speinshart. Die Lesung war spannend und bot auch einen Blick hinter die Kulissen: Wie ist das, wenn ein Frauenarzt Krimis schreibt? Dr. Thomas Bäumler schreibt manche Ideen auch in seiner Praxis nieder. Zuhause am Schreibtisch entsteht die ganze Geschichte. Bäumler ist seit etwa 2013 literarisch aktiv, zudem engagiert er sich in seiner Freizeit als Heimatforscher und ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger. Bisher hat er sieben Regionalkrimis geschrieben, der acht ist bereits in Arbeit. Der Kulturjournalist Stefan Voit aus Weiden moderierte den Abend.
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