Die Musiker bei der Ostermesse in Wutschdorf. Hinten von links: Sophie Rüth, Michael Haberberger und Marie Schöpf. Vorne: Magdalena Urban und Franz Schottenheim. (Bild: Ina Piehler )

Osterfest mit Pauken und Trompeten gefeiert

Mit Pauken und Trompeten hat die Pfarreiengemeinschaft Johannisberg die Kartage und das Osterfest gefeiert. Nach einer berührenden Feier vom letzten Abendmahl in der Pfarrkirche St. Ursula in Pursruck, kamen die Gläubigen am Karfreitag in St. Martin in Wutschdorf zur Feier vom Leiden und Sterben Jesu Christi zusammen. Pfarrer Moses Gudapati stellte bei allen Gottesdiensten die zentrale Botschaft in den Vordergrund, dass Jesus und mit ihm alle, die an ihn Glauben, den Tod besiegt haben. Besonders augenscheinlich wurde diese Botschaft bei der Feier der Osternacht am Samstagabend in Wutschdorf. Der Pfarrer und die Ministranten trugen die Osterkerze als „Lumen Christi” in die dunkle Kirche und gaben das Feuer an die Kerzen der Kirchenbesucher weiter. Mit jeder einzelnen Kerze, die brannte, wurde die Kirche heller. Am Sonntag umrahmte der Kirchenchor in Wutschdorf zusammen mit einem Orchester unter der Leitung von Lukas Schöpf den Festgottesdienst zu Ostern mit der Spatzenmesse von Wolfgang Amadeus Mozart. Es wirkten mit: Magdalena Urban (1. Violine), Franz Schottenheim (2. Violine), Jakob Nutz (Kontrabass), Sophie Rüth und Michael Haberberger (Trompeten), Marie Schöpf (Pauke) und Martin Oberndorfer (Orgel). Die „Spatzenmesse“ heißt so, weil markante, kurze Violin-Figuren im Sanctus und Benedictus an das Zwitschern von Spatzen erinnern. Diese lebhaften, vogelartigen Klänge sind charakteristisch für das Werk und führten im 19. Jahrhundert zu diesem Beinamen.
Stefan Voit (links) und Thomas Bäumler bei der Autorenlesung in der Molzmühle. (Bild: Ina Piehler )

„Gerti und die toten Meister”: Krimilesung in der Molzmühle

Sie haben es wieder getan: Stefan Voit und Dr. Thomas Bäumler sind zu einer Krimilesung in die Molzmühle nach Wutschdorf gekommen. Dr. Thomas Bäumler ist im Hauptberuf Frauenarzt in Neustadt an der Waldnaab, nebenbei schreibt er leidenschaftlich gerne Krimis mit regionalem Bezug. Diesmal stellte er sein neues Werk „Gerti und die toten Meister“ vor. Im Zentrum des Krimi steht die Psychologin oder Therapeutin Gerti Zimmermann, deren Leben gemeinsam mit dem des ermittelnden Hauptkommissars Franz Lederer „aus den Fugen gerät“. Auslöser ist eine neue Mordserie, bei der zwei prominente Künstler aus München und Wien eine zentrale Rolle spielen und schließlich tot sind – die „toten Meister“. Die Spur der Verbrechen führt von der Toskana bis in die nördliche Oberpfalz, genauer zum geplanten KI‑Zentrum im ehemaligen Kloster Speinshart. Die Lesung war spannend und bot auch einen Blick hinter die Kulissen: Wie ist das, wenn ein Frauenarzt Krimis schreibt? Dr. Thomas Bäumler schreibt manche Ideen auch in seiner Praxis nieder. Zuhause am Schreibtisch entsteht die ganze Geschichte. Bäumler ist seit etwa 2013 literarisch aktiv, zudem engagiert er sich in seiner Freizeit als Heimatforscher und ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger. Bisher hat er sieben Regionalkrimis geschrieben, der acht ist bereits in Arbeit. Der Kulturjournalist Stefan Voit aus Weiden moderierte den Abend.


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