Mit Pauken und Trompeten hat die Pfarreiengemeinschaft Johannisberg die Kartage und das Osterfest gefeiert. Nach einer berührenden Feier vom letzten Abendmahl in der Pfarrkirche St. Ursula in Pursruck, kamen die Gläubigen am Karfreitag in St. Martin in Wutschdorf zur Feier vom Leiden und Sterben Jesu Christi zusammen. Pfarrer Moses Gudapati stellte bei allen Gottesdiensten die zentrale Botschaft in den Vordergrund, dass Jesus und mit ihm alle, die an ihn Glauben, den Tod besiegt haben. Besonders augenscheinlich wurde diese Botschaft bei der Feier der Osternacht am Samstagabend in Wutschdorf. Der Pfarrer und die Ministranten trugen die Osterkerze als „Lumen Christi” in die dunkle Kirche und gaben das Feuer an die Kerzen der Kirchenbesucher weiter. Mit jeder einzelnen Kerze, die brannte, wurde die Kirche heller. Am Sonntag umrahmte der Kirchenchor in Wutschdorf zusammen mit einem Orchester unter der Leitung von Lukas Schöpf den Festgottesdienst zu Ostern mit der Spatzenmesse von Wolfgang Amadeus Mozart. Es wirkten mit: Magdalena Urban (1. Violine), Franz Schottenheim (2. Violine), Jakob Nutz (Kontrabass), Sophie Rüth und Michael Haberberger (Trompeten), Marie Schöpf (Pauke) und Martin Oberndorfer (Orgel). Die „Spatzenmesse“ heißt so, weil markante, kurze Violin-Figuren im Sanctus und Benedictus an das Zwitschern von Spatzen erinnern. Diese lebhaften, vogelartigen Klänge sind charakteristisch für das Werk und führten im 19. Jahrhundert zu diesem Beinamen.