Einen Abendspaziergang besonderer Art unternahm der OWV Nabburg am Freitagabend. Auf dem sogenannten Zwingerweg - dieser verläuft nahezu lückenlos zwischen der oberen und unteren Stadtmauer – wurde die Nabburger Altstadt umrundet. Aber nicht nur der gemütliche Spaziergang stand im Mittelpunkt, sondern geschichtliches und kulturelles wurde den 21 Spaziergängern dabei vermittelt. Irene Ehemann, Nabburgs zweite Bürgermeisterin und Stadtführerin erzählte von prähistorischen Fakten, Anekdoten aus früherer und neuerer Zeit und auch aktuelle Stadthemen wurden von ihr angesprochen. Ausgangspunkt des zweistündigen Spazierganges war der Seyerleingarten an der Nordseite der Stadtmauer. Schon hier wurde von Zeiten, in denen Slawen in Nabburg das Leben bestimmten berichtet. Weiter ging es im Uhrzeigersinn am Pulverturm vorbei über den östlichen Zwingerweg bis zu den Dechantstufen. Ein ständiger Blick runter ins Naabtal zu den Nabburger Stadtteilen Venedig, Perschen, Neusath und Diendorf begleitete die Spaziergänger. Immer wieder gab es Erklärungen und Erzählungen, wie zum Beispiel zum „Fleischtörl”, ein uraltes Tor zur oberen Stadt. Über die Dechantstufen und dem Unteren Markt erreicht man das Mähntor, ein Wahrzeichen der Stadt Nabburg. Dort ist auch der Eingang zum westlichen Teil des Zwingerweg eingelassen. Auch auf diesem Abschnitt des Weges herrschte eine besondere anheimelnde Atmosphäre mit Blick auf den alten Friedhof und der Friedhofskirche mit dem Storchennest. Längere Zeit verweilte die Gruppe im Spitalhof. Dort gab es viel zum Zehentstadel, Jugendwerk, zur Nabburger Spitalstiftung und zum Obertor zu erzählen. Im Schloßhof, in dem einst eine Burg stand, die damals Nabburg erst die Stadtrechte ermöglichte, fand dieser interessante Spaziergang seinen geschichtlichen Endpunkt. Im Gasthaus Zum Stern, ein alteingesessenes und traditionelles Nabburger Wirtshaus, saßen die Spaziergänger abschließend noch länger bei einem gemütlichen Abendessen zusammen.