Bianca Sommer und Andreas Taubmann (Vorstand) bedanken sich bei Energieberater Reiner Bäumler für den interessanten Vortrag. (Bild: Andreas Taubmann)

Großes Interesse an Vortrag zur energetischen Gebäudesanierung

Rund 40 Mitglieder und Interessierte informierten sich bei einem Vortragsabend von Haus & Grund Sulzbach-Rosenberg über das Thema „Energetische Sanierung im Eigenheim“. Referent Reiner Bäumler, Energieberater und Baubiologe, gab einen umfassenden Überblick über aktuelle Sanierungsmöglichkeiten, gesetzliche Vorgaben und staatliche Förderprogramme. Im Mittelpunkt standen die steigenden Energiekosten sowie die Frage, wie Wohngebäude zukunftssicher modernisiert werden können. Bäumler erläuterte die derzeit geltenden Regelungen und ging auch auf die geplanten Änderungen im Gebäudeenergierecht ein. Er machte deutlich, dass die CO₂-Kosten für fossile Energieträger künftig weiter steigen werden und eine energetische Sanierung langfristig wirtschaftliche Vorteile bietet. Besonderes Augenmerk legte der Referent auf die richtige Reihenfolge der Maßnahmen: Zunächst sollte die Gebäudehülle mit Dach-, Fassaden- oder Kellerdeckendämmung verbessert werden, bevor eine neue Heizungsanlage eingebaut wird. Eine qualifizierte Energieberatung und ein individueller Sanierungsfahrplan seien dabei wichtige Voraussetzungen, um Fördermittel optimal nutzen zu können. Außerdem stellte Bäumler moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen sowie die Kombination von Photovoltaik, Solarthermie und Stromspeichern vor. Sein Fazit: Die derzeitigen Fördermöglichkeiten sollten genutzt werden, solange sie bestehen, denn sowohl gesetzliche Vorgaben als auch Energiekosten werden sich weiter verändern. Im Anschluss ergänzte Rechtsanwalt Andreas Taubmann den Abend mit Informationen zu den gesetzlichen Regelungen bei Mieterhöhungen nach einer Heizungsmodernisierung. Die rege Diskussion zeigte das große Interesse der Teilnehmer an diesem aktuellen Thema.
Die Teilnehmenden der Waldbegehung des Grünen Ortsverbands Sulzbach-Rosenberg informierten sich gemeinsam mit Stadträtin Gaby Mutzbauer, der 3. Bürgermeisterin Yvonne Rösel und Forstleiter Bernhard Raschka über die Folgen des Klimawandels für den Bürgerspitalwald. (Bild: Yvonne Rösel)

Wald im Wandel: Forstleiter Bernhard Raschka führte durch den Bürgerspitalwald.

Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung des Grünen-Ortsverbands Sulzbach-Rosenberg zu einer Waldbegehung im Bürgerspitalwald. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Auswirkungen des Klimawandels auf den heimischen Wald sowie die Frage, wie ein widerstandsfähiger Waldbestand für die Zukunft gestaltet werden kann. Die Begrüßung übernahm die grüne Stadträtin Gaby Mutzbauer. Sie betonte die Bedeutung des Waldes als Lebensraum, Klimaschützer und Erholungsgebiet. „Der Wald verändert sich sichtbar. Umso wichtiger ist es, sich vor Ort ein Bild zu machen und mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen“, erklärte Mutzbauer. Unter den Teilnehmenden war auch Yvonne Rösel, die 3. Bürgermeisterin der Stadt Sulzbach-Rosenberg, die die Veranstaltung begleitete und damit ihr Interesse an den aktuellen Herausforderungen der nachhaltigen Waldentwicklung unterstrich. Anschließend führte Forstleiter Bernhard Raschka die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch den Bürgerspitalwald. An verschiedenen Stationen erläuterte er anschaulich die Folgen der zunehmenden Trockenheit, häufiger Extremwetterereignisse und des Schädlingsbefalls. Besonders Fichtenbestände litten unter den veränderten klimatischen Bedingungen, während widerstandsfähigere Mischwälder künftig eine immer größere Rolle spielen würden. „Wir müssen den Wald heute so entwickeln, dass auch kommende Generationen von ihm profitieren können“, machte Raschka deutlich. Dabei gehe es nicht nur um die Auswahl geeigneter Baumarten, sondern auch um Geduld und langfristiges Denken. Ein klimastabiler Wald entstehe nicht von heute auf morgen. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen und sich über die praktische Waldpflege sowie aktuelle forstwirtschaftliche Maßnahmen zu informieren. Der direkte Austausch mit dem Forstleiter wurde von allen Seiten als besonders wertvoll empfunden. Der Grüne Ortsverband zeigte sich mit der Resonanz sehr zufrieden. Die Veranstaltung habe deutlich gemacht, wie groß das Interesse an den Herausforderungen des Waldumbaus sei. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der Schutz und die nachhaltige Entwicklung der heimischen Wälder eine Gemeinschaftsaufgabe sind, die Politik, Forstwirtschaft und Bevölkerung gleichermaßen betrifft.
v.links untere Reihe: Frühförderstellenleiterin Michaela Moore, FU Vorsitzende Evi Höllerer, Diane Schoberth, Bettina Fischer, Ergotherapeutin (Bild: Anja Segerer)

Frauen-Union Hahnbach spendet 1.000 Euro an die Frühförderstelle Sulzbach-Rosenberg

Über eine großzügige Unterstützung durfte sich die Frühförderstelle der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach am Standort Sulzbach-Rosenberg freuen: Die Frauen Union Hahnbach und Umgebung überreichte eine Spende in Höhe von 1.000 Euro an die Einrichtung. Die Spendensumme stammt aus verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen der Frauen Union, deren Erlöse regelmäßig sozialen und gemeinnützigen Zwecken in der Region zugutekommen, sowie aus einer Einzelspende in Höhe von 500 Euro. Bei der Spendenübergabe betonte FU-Vorsitzende Evi Höllerer die Bedeutung der Arbeit der Frühförderstelle. „Kinder sind unsere Zukunft. Gerade Familien mit Kindern, die besondere Unterstützung benötigen, leisten täglich Großartiges. Mit unserer Spende möchten wir dazu beitragen, dass die wertvolle Arbeit der Frühförderstelle weiterhin bestmöglich umgesetzt werden kann“, erklärte die Vorsitzende der Frauen Union. Mit der Spende setzt die Frauen Union Hahnbach ein weiteres Zeichen für gesellschaftliches Engagement und die Unterstützung von Familien und Kindern vor Ort. Bei einem Rundgang schilderten Michaela Moore, Leitung der Frühförderstelle, und Ergotherapeutin Bettina Fischer die Vielfältigkeit der Arbeit. Die Frühförderstelle Sulzbach-Rosenberg begleitet Kinder von der Geburt bis zum Schuleintritt, wenn Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen oder besondere Förderbedarfe festgestellt oder vermutet werden. Ein interdisziplinäres Team aus Heilpädagogen, Psychologen, Logopäden, Ergotherapeuten und weiteren Fachkräften unterstützt die Kinder individuell in ihrer Entwicklung. Neben der Förderung der Kinder steht auch die Beratung und Begleitung der Eltern im Mittelpunkt der Arbeit. Ziel ist es, die Entwicklungschancen der Kinder bestmöglich zu fördern und Familien frühzeitig zu entlasten. Die Leistungen der Frühförderung sind für die Kinder und ihre Familien kostenfrei, die Kosten trägt die Krankenkasse und der Bezirk. Die Vertreterinnen der Frauen Union konnten sich bei ihrem Besuch einen Eindruck von den vielfältigen Aufgaben und Angeboten der Einrichtung verschaffen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig die wohnortnahe Frühförderung für viele Familien in der Region ist. Frühförderstellen-Leitung Michaela Moore bedankte sich herzlich für die finanzielle Unterstützung. Die Spende soll dazu beitragen, Förderangebote für Kinder und Familien weiter auszubauen und notwendige Materialien anzuschaffen. Besonders im Therapiebereich sind die entsprechenden Materialien bzw. Hilfsmittel sehr teuer, deshalb freut sich die Frühförderstelle besonders über die Zuwendung.
Die Teilnehmergruppe vor dem Solsteinhaus. (Bild: Peter Bublitz)

Sonnige Tage im Karwendel

Am vergangenen Wochenende startete die diesjährige Sektionsfahrt der DAV Sektion Sulzbach-Rosenberg ins Karwendel. Der Reisebus brachte die TeilnehmerInnen nach Seefeld zu den Bergbahnen Rosshütte, von dort erfolgte der Aufstieg in 3 Gruppen zur Nördlinger Hütte. Der spektakulärste Zustieg war sicher der Steig über das Seefelder Joch, auf dieser großartigen Kamm- und Grat Tour werden die Seefelder Spitze und die Reither Spitze überschritten. Bei fast 30 Grad war der auffrischende Wind angenehm und die Nördlinger Hütte, die höchste Karwendel Hütte auf 2.238m eine gute Übernachtungsmöglichkeit. Anfang September wird die Hütte ganz abgerissen und ein moderner Neubau entsteht bis 2028. Am darauffolgenden Montag war das Ziel das Solsteinhaus. Eine Gruppe nahm den Freiungen Höhenweg mit Besteigung der Kuhlochspitze und konnte das Ziel in 6 Stunden erreichen, die anderen nahmen die Alternative über den Ursprungsattel, Jöchelschrofen und Eppzirler Scharte. Der eine Weg ist ausgesetzt und erfordert Schwindelfreiheit und Trittsicherheit, der andere Weg ist nicht weniger herausfordernd, da steil und mit rolligem Gestein versehen. Keine Wolke am Himmel, alle kamen trocken am Solsteinhaus an. Am dritten Tag war der Übergang zur Neuen Magdeburger Hütte geplant. Leider kippte die Wetterlage, sodass die Variante über den Großen Solstein zur Neuen Magdeburger Hütte angesagt war. Der Gipfel auf 2541m Höhe konnte noch trocken erreicht werden, beim Abstieg mussten die Wanderer einen Felsüberhang zum Schutz vor Gewitter aufsuchen. Nach einer halben Stunde waren die Nebelschwaden verschwunden und der Starkregen vorbei und die Hütte konnte gut erreicht werden. Alle Davler waren unfallfrei ans Ziel gekommen, dem urigen Hüttenabend stand nichts im Wege. Am Mittwoch war leider Dauerregen, sodass nur der direkte Abstieg nach Hochzirl in Frage kam. Der Reisebus brachte die TeilnehmerInnen wieder gut nach Hause.
Bild

Multi-Chor

Mit einem Konzert im Rathaussaal und einer Jubiläumsfeier begeht der Sulzbach-Rosenberger Multi-Chor sein 30-jähriges Bestehen mit seinem Chorleiter von Anbeginn Franz-Xaver Reinprecht. Überrascht, ja überfordert war der Chor durch den übergroßen Andrang; da aus Feuerschutzgründen keine weiteren Stühle mehr in den Vorraum gestellt werden durften, musste man Interessierte nach Hause schicken. Als renommierten Klangkörper der Stadt Sulzbach-Rosenberg – vertreten durch 2. Bürgermeister Günther Koller – hatte man für das Jubiläumskonzert den Rathaussaal zur Verfügung gestellt. Und der engagierte Chor mit ca. 35 Mitgliedern und einem euphorisierten F. X. Reinprecht zeigte mit Highlights aus 30 Jahren, was er drauf hat. Zwischen den Liedern, zum Beispiel „Sound of the Pearl“ aus einem afrikanischen Musical aus der Anfangszeit, ließ Reinprecht immer wieder Anekdoten des Werdegangs anklingen. Ebenso gab es beim russischen „Ach ty step“ viel zu erzählen über die Reise-Erlebnisse des Chores, zum Beispiel nach Russland 2011 oder mit „Vamos a cantar“ nach Madrid oder mit „Shen khar“ nach Georgien. Stille herrschte im Saal nach dem Stück von Andre Heller „Leon Wolke“, arrangiert von Reinprecht über ein jüdisches Schicksal. Voraus blickte der Chor bereits auf kommende Reisen mit einem norwegischen Joik (Jodler) – es soll ja 2027 auf die Lofoten gehen. Die nächsten Konzerte gibt es im Herbst in Regensburg, Florenz und Amberg. Nach 20 Liedern und stehendem Applaus am Ende erklatschte sich das begeisterte Publikum noch zwei Zugaben. Das Mundart-Lied „Feinsein beinander bleiben“ war dann auch für den Chor der Start zur Jubiläumsfeier mit einer Festschrift, Dankesworten und Geschenken.


Weitere Artikel

north